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Der kleine Freund: Roman Gebundene Ausgabe – 12. Februar 2004


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 768 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (HC) (12. Februar 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 344230668X
  • ISBN-13: 978-3442306688
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,8 x 5,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (77 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 194.330 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

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Über zehn Millionen Mal hat sie ihren Erstlingsroman Die geheime Geschichte allein in Deutschland verkauft, und zehn Jahre lang hat sie ihre schlagartig entstandene Fangemeinde zappeln lassen, bis nun endlich ihr nächstes Werk herauskam: Donna Tartt, mit ihrem sensationellen Debüterfolg aus dem Nichts zu einer Art kultisch verehrtem Popstar der Literaturwelt aufgestiegen, hatte eine schwere Bürde zu tragen: Sie musste beweisen, dass sie keine Eintagsfliege, dass ihr Roman kein One-hit Wonder" war. Die Erwartungshaltung könnte größer nicht sein.

Enttäuscht der Roman diese Erwartungen? Ja und nein. Ja, weil er etwas gänzlich anderes ist, eine andere Geschichte erzählt, sich eines anderen Stils, einer anderen Erzählweise, einer anderen Sprache, einer anderen Struktur bedient. Wer etwas Ähnliches wie Die geheime Geschichte, womöglich eine Art Fortsetzung erwartet, wird zwangsläufig enttäuscht sein. Und nein, weil der Roman großartig ist.

In epischer Breite -- auf über 750 Seiten! -- erzählt Tartt eine Familiengeschichte aus einer trägen Kleinstadt im Mississippi der 1970er-Jahre. In behüteten Verhältnissen, die den Glanz besserer (und wohlhabenderer) Tage tapfer aufrecht zu erhalten versuchen, wächst Harriet Cleve im Schatten ihres Bruders Robin auf, der zwölf Jahre zuvor mit nur neun Jahren ermordet worden war, aufgeknüpft an einem Baum im Garten, während eines Familienfests. Der Mörder wurde nie gefunden; es macht aber auch nicht den Eindruck, als wäre mit aller Macht nach ihm gefahndet worden. Und auch die Familie, die über dieses tragische Unglück nie hinwegkam, scheint bestrebt zu sein, möglichst schnell Gras über die Sache wachsen zu lassen. Doch die mittlerweile zwölfjährige Harriet, die seinerzeit als Säugling "Zeugin" des Mordes gewesen sein muss, beginnt -- angestachelt durch Abenteuerromane von Stevenson, Conan Doyle oder auch Kipling, die sie so gern liest --, Nachforschungen anzustellen. Schon bald glaubt sie, den Täter ausgemacht zu haben, und schmiedet gemeinsam mit ihrem ihr treu ergebenen Freund Hely einen tödlichen Racheplan.

Der kleine Freund lässt sich an wie ein Psychothriller um ein dunkles Familiengeheimnis à la Barbara Vine oder Elizabeth George. Doch obwohl der Mord die Atmosphäre des ganzen Romans bestimmt, ist das Buch kein Krimi, rückt die Frage nach Robins Mörder immer weiter in den Hintergrund. Donna Tartts zweiter Roman ist vielmehr ein fein nuanciertes Porträt einer von einem Unglück heimgesuchten Familie, eingebettet in eine außergewöhnlich stimmige und plastische Südstaatenkulisse, das sich viel Zeit für die Entfaltung sämtlicher Charaktere nimmt -- und genau darin liegt seine Stärke. Ein an Tempo zunehmendes, spannendes und in jeder Hinsicht gelungenes Epos, das hoffen lässt, dass sich die Autorin für ihren nächsten Roman nicht wieder zehn Jahre Zeit lässt! --Christoph Nettersheim

Pressestimmen

"... virtuos ..." (Brigitte)

"... Das Warten hat sich gelohnt ..." (Madame)

"... Donna Tartt kehrt glanzvoll zurück ... " (Cosmopolitan)

"Eines der größten Bücher dieses Jahres!" (Book)

"Donna Tartt ist jetzt schon eine Kultfigur!" (The Observer)

"Wie ein Komet kehrt Donna Tartt zurück - und versetzt uns alle in Erstaunen: Ihr neues Buch ist atemberaubend!" (Elle)

"... Eine Geschichte vom Erwachsenwerden in einem heißen Sommer voller Gefahren, Frustrationen und Schuld, von der Bestsellerautorin virtuos und suggestiv erzählt." (EMMA)

"... Lob vom Meister: Selbst Stephen King schätzt die 'verrückten Südstaaten-Schauerroman-Elemente' in Donna Tartts neuem Buch." (Welt am Sonntag)

"Donna Tartt schaut in Abgründe und stellt Fragen nach Moral und Verantwortung, die das Nachdenken lohnen. Ein Buch, das man gelesen haben muss." (Für Sie)

"Im Zentrum stehen die von Tartt mit Liebe geschilderten Mitglieder der Familie Cleve, allen voran Harriet. Und (die) wächst dabei dem Leser so ans Herz, dass er am Ende des Buches traurig ist, dass es sie nicht wirklich gibt." (Hamburger Morgenpost)

"Donna Tartt ist ein vielschichtiges Südstaaten-Epos gelungen, scharfsichtig, dicht, spannungsreich und eindringlich, das nach Wahrheit sucht und den Verlust der Kindheit betrauert." (Buchjournal 2003/2004)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

37 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Sista am 22. Juni 2003
Format: Gebundene Ausgabe
... wird eine spannende, subtile, mit viel Liebe zum Detail entwickelte Geschichte erleben, bei der vieles an Tom Sawyer erinnert.
Ein düsterer Schatten liegt über dem Leben von Harriet und ihrer Familie: Ihr älterer Bruder wurde ermordet. Die Mutter vergräbt sich in Trauer, der Vater zieht sich von der Familie zurück. Harriet, die selbst ein Säugling war, als der Mord verübt wurde, beschließt, dass sie den Tod ihres Bruders rächen will. Bald schon meint sie den Möder ihres Bruders gefunden zu haben. Um ihren Plan, diesen zu töten, in die Tat umzusetzen, spannt sie ihren etwas schlichter gestrickten Freund Hely ein - wie es ausgeht, wird nicht verraten.
Die Geschichte ist sehr detailreich und in langsamem Erzähltempo angelegt. Gelegentlich musste ich auch einige Seiten "quer" lesen, da es mir etwas langweilig wurde. Dennoch konnte ich nicht davon lassen. Im letzten Drittel legt die Geschichte dann erheblich an Tempo zu, und am Ende führen alle Erzählstränge auf wunderbare Weise zusammen. Die Figuren sind unglaublich vielschichtig angelegt - bei Donna Tarrt gibt es kein "schwarz" und "weiß", jeder Charakter ist einzigartig konstruiert.Die originelle Geschichte kann dem Vergleich mit der phantastisch gelungenen Debütroman "Die Geheime Geschichte" wohl nicht ganz standhalten, aber das ist vielleicht auch zu viel verlangt. Was bleibt, ist dennoch ein sicher überdurchschnittlich gelungenes Buch. Und wenn es plötzlich zu Ende ist, vermisst man die Welt von Harriet schon. Schön!
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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ela Flury am 12. Mai 2007
Format: Taschenbuch
Durch die Genialität der "Geheimen Geschichte" motiviert, kaufte ich mir den "Kleinen Freund", auf den ich viele Jahre gewartet hatte. Um ehrlich zu sein, hatte ich eigentlich auf ein Buch gewartet, das, bitte schön, genauso gut sein sollte wie Die geheime Geschichte". Das ist allerdings schier nicht möglich. So ist die Enttäuschung quasi vorprogrammiert. Und trotzdem..., wenn man endlich kapiert hat, dass man sich hier einem ganz eigenen Buch gegenüber sieht, findet man doch einiges, was Donna Tartts erstes Buch so faszinierend gemacht hat, nämlich deren Fähigkeit, Stimmungen und Atmosphären einzufangen und so wiederzugeben, dass man die Gerüche riecht, die Hitze spürt, die Grillen hört. Es ist schon eine ganze Weile her, seit ich dieses Buch gelesen habe und obwohl ich es streckenweise auch recht anstrengend gefunden habe, hat es einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Ich werde also auch ein drittes von ihr lesen.
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31 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 26. September 2005
Format: Taschenbuch
Der kleine Freund ist ein wunderbarer Familienroman, spannend, lustig, anrührend, großartig geschrieben. Er ist aber kein guter Thriller. Dass Donna Tartt diese Leseerwartung weckt und am Ende unbefriedigt lässt, ist das Hauptproblem des Buches. Das ist so, als würde man seinem Kind Rotkäppchen erzählen und mit den Worten beginnen: Es war einmal im Schreckensdrachenwald ... Zum Schluss wird das Kind dann enttäuscht fragen: Wann kommt denn jetzt endlich der Drache? Und es wird dem Märchen nur einen Stern geben. Der kleine Freund beschreibt das Abenteuer eines gewitzten Mädchens, einer Art weiblicher Tom Sawyer, das sich in den Kopf gesetzt hat, den Mörder seines Bruders zu entlarven. Dabei schreibt Donna Tartt so einfühlsam, elegant und mit Liebe zum Detail, dass es eine Freude ist, ihr dabei zu folgen. Für alle, die auch einmal den Weg das Ziel sein lassen können, ist dies ein empfehlenswerter literarischer Roman mit Versatzstücken eines Thrillers. Der Drache wird allerdings nicht auftauchen.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von rosa mund am 25. Juni 2012
Format: Taschenbuch
ich gebe fünf sterne, weil das buch mich gefesselt hat, weil es sehr gut geschrieben ist, weil hier kein reisserischer schund sondern wirkliche literatur geboten wird, weil die atmosphäre hier so plastisch geschildert wird, dass ich sie fühlen kann usw.usf.
man solltze sich doch hüten, von einem autoren immer dasselbe zu erwarten. dies buch hier ist so geschrieben, wie ich mir einen modernen südtaatenroman vorstelle- die familie in ihrem schmerz und in ihrer dumpfen existenz ist da, die tumben typen in der nachbarschaft, die mit einem pickup durch die gegend cruisen. ein finsteres geheimnis ist da, ein kleines mädchen, das licht ins trübe bringen will. ich finde, das alles ist großartig geschrieben und verwoben und gelöst worden. keine minute war mir langweilig- meine erwartungen wurden sogar übertroffen. also, warum soll ich da keine volle punktzahl geben?
kann das buch nur empfehlen.
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ruby R. am 29. April 2006
Format: Taschenbuch
Die Story erinnert mich an den Film "Short Cuts". Wer den Film kennt, weiss sicher noch, dass er im Kino mit (einer?) Pause lief wegen Überlänge. Eigentlich gibt es in dem Film bis auf den Unfall des kleinen Jungen keine Handlung, die sich auf eine Lösung -von was auch immer- hinbewegt, ausser dem Zusammenführen der einzelnen Personen in eine Art Handlungsnetz. Genauso ist es in "Der kleine Freund". Hauptfigur ist ein kleines, sonderbares Mädchen, dessen Familie nach dem Tod des Bruders in eine Lethargie verfällt. Das Mädchen ist besessen davon, den Mörder ihres Bruders zu finden. Vieles bleibt ungesagt und offen, zum Beispiel warum niemand mit ihr so richtig über den Tod des Bruder spricht oder wie das Leben und Empfinden der Schwester weitergeht nach dem anfänglichen Kapitel über sie. Aber es ist Donna Tartt's Roman; welche Handlungen ich gerne noch vervollständigt gelesen hätte, kann sie offen lassen wie sie will... Wie in ihrem ersten Buch habe ich Probleme, ihre Beschreibungen von Orten bildlich umzusetzen, umso mehr gefallen mir ihre Charakterbeschreibungen, die sehr differenziert sind. Trotz der vielen Seiten sollte man beim Lesen unbedingt dranbleiben, um den Faden nicht zu verlieren, weil nicht eine Handlung ansich ständig weiter aufgebaut wird, sondern die Schwere und Leichtigkeit des Seins im Vordergrund steht...
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