Produktinformation
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Diese CD-ROM will in erster Linie unterhalten. Auf der Suche nach jemandem, der mehr über den Großen Bären erzählen kann, muss der Spieler gemeinsam mit Lars diverse Spiele meistern, die allerdings nicht besonders herausfordernd sind: Einmal gilt es, ein Netz zu entwirren, was etwa den Schwierigkeitsgrad eines Zeitschriften-Labyrinths hat. In einem anderen Spiel sollen Wolf, Hase und eine Möhre unversehrt über den Fluss gebracht werden. Wer sich für die Reise mit der Wildgans Gesine entschieden hat, der muss sie und Lars auf ihrem Rücken um tückische Eiszapfen steuern.
Für eine interaktive CD-ROM ist die Handlung erstaunlich linear geraten: Entscheidungen kann der Spieler nur zur Art der Fortbewegung treffen (über die Eisschollen hüpfen oder mit Gesine fliegen), Einfluss auf die Geschichte selbst kann man jedoch nicht nehmen. Das ist schade, denn gemeinsam mit den niedlichen Animationen hätte eine ausgefeiltere Geschichte sicher einen wunderbaren CD-ROM-Titel ergeben. So aber ist es kaum mehr als eine kleine Spielesammlung. Da hätten sich die Produzenten auch ruhig die plumpe Moral sparen können: Dass das Sternbild des Großen Bären dafür steht, dass alle Bären -- ob weiß oder braun -- eigentlich gleich sind, kann auch der politisch Korrekteste sicher nur schwer nachvollziehen. --Katharina F. Braun
Pro:
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Beispiel: In Episode 2 muss ein Wal aus einem Netz befreit werden, indem die Strippen des Netzes - nein, nicht gelöst werden, sondern, völlig unintuitiv, gerade gezogen werden. Dabei brabbelt der Wal in regelmäßigen Abständen abwechselnd "Das machst du sehr gut" und "jetzt gehts mir schon besser", und zwar auch dann, wenn das Kind gerade einen Fehler gemacht hat oder auf der völlig falschen Fährte ist. Mein Sohn klickte irgendwann entnervt auf die Schneeflocke, die kommentarlos unten rechts angezeigt wird, und wurde wieder an den Spielanfang katapultiert, also: die ganze Prozedur von vorne. Sein hellsichtiger Kommentar: "Ich will nicht mehr!"
Der Wal und die Bäume aus dem "verwunschenen Wald" sind unheimliche Gestalten, die Vierjährigen Angst machen können.
Es gibt keine Möglichkeit, den Eisbär, wie bei anderen Adventures üblich, umhergehen und die Gegend erkunden zu lassen. die Episoden müssen bis zum bitteren Ende gespielt werden. Es reicht z. B. nicht, nur drei Fische zu fangen (was für ein Kleinkind schon eine Riesenleistung ist), nein, sechs müssen es sein. Zum erreichten Spielstand zurückzukehren ist kaum möglich, denn das Begleitertier, das dies angeblich leisten soll, ist unauffindbar. Eine Hilfe oder ein Benutzerhandbuch sucht man vergebens.
Und was ist die Belohnung, wenn man am Ende doch alle Übungen bestanden hat? Ein langweiliges altes Walross erzählt mit schleppender Stimme eine haarsträubend blödsinnige Geschichte über das Sternbild des großen Bären. Spätestens dann fühlt man sich endgültig verarscht.
Fazit: Ein lieblos gemachtes Merchandising-Produkt, weit unter dem Standard heutiger Computerspiele für Kinder.
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