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Der kleine Bruder: Roman Taschenbuch – 6. April 2010


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (6. April 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442470315
  • ISBN-13: 978-3442470310
  • Größe und/oder Gewicht: 11,8 x 2,5 x 19 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (38 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 16.612 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Sven Regener, 1961 in Bremen geboren, lebt in Berlin und ist Sänger, Texter und Trompeter der Band Element of Crime, die mit Alben wie "Damals hinterm Mond" und "Weißes Papier" große Popularität erlangte. Sein Debütroman "Herr Lehmann" stürmte auf Anhieb die Bestsellerliste. Mehr als 700.000 Kinobesucher sahen sich die Verfilmung dieses Bestsellers an. Für das Drehbuch erhielt Sven Regener 2004 den Deutschen Filmpreis in Gold. Mit "Neue Vahr Süd" konnte der Autor seinen sensationellen literarischen Erfolg fortführen.

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Sven Regener, 1961 in Bremen geboren, lebt in Berlin
und ist Sänger, Texter und Trompeter der Band Element
of Crime, die mit Alben wie „Damals hinterm Mond“ und „Weißes Papier“ große Popularität erlangte. Sein Debütroman „Herr Lehmann“ stürmte auf Anhieb die Bestsellerliste. Mehr als 700.000 Kinobesucher sahen sich die Verfilmung dieses Bestsellers an. Für das Drehbuch erhielt Sven Regener 2004 den Deutschen Filmpreis in Gold. Mit „Neue Vahr Süd“ konnte der Autor seinen sensationellen literarischen Erfolg fortführen.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Irgendwann war es so dunkel, daß Wolli schwieg. Frank Lehmann bemerkte das erst gar nicht, weil er schon lange nicht mehr hinhörte, schon kurz hinter der Grenze bei Helmstedt hatte er die Ohren auf Durchzug gestellt und sich aufs Fahren konzentriert, vor allem darauf, die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h nicht zu überschreiten, denn das war ja schon Wollis Hauptthema zwischen Bremen und Hannover gewesen, daß die einen fertigmachen würden, wenn sie einen dabei erwischten, wie man ihre Geschwindigkeitsbegrenzung von 100 km/h ignorierte, das hatte, allein schon durch die Sturheit, mit der Wolli dieses Thema zwischen Achim und Allertal in einem unaufhörlichen Redefluß wieder und wieder zu Tode geritten hatte, irgendwann dann doch Eindruck auf Frank gemacht, nicht so sehr, daß er Wollis Erzählungen, die immer Erzählungen von Leuten wiedergaben, die Leute kannten, denen das Erzählte einst widerfahren war, und die zusammengefaßt darauf hinausliefen, daß ein allzu sorgloser rechter Fuß sie direkt in den Gulag bringen würde, für wirklich bare Münze genommen hätte, aber er war immerhin so weit davon eingeschüchtert, daß er um seine Ersparnisse zu fürchten begann, jene paar hundert Mark, die er von seinem Postsparbuch ab
gehoben hatte, um nach Berlin zu seinem Bruder zu fahren und ein neues Leben anzufangen, denn das war sein Plan.

Kein besonders ausgefeilter Plan, dachte er gerade, als Wolli aufhörte zu reden und sie gemeinsam schweigend in das sehr dunkle Dunkel der Transitstrecke durch die DDR starrten, hat ein paar Schönheitsfehler, der Plan, dachte er, aber dann fiel ihm auf, daß Wolli nicht mehr redete, und die Stille hatte, zusammen mit der sie umgebenden Finsternis, eine beruhigende, einlullende Wirkung, der er sich gerne hingab. Scheiß drauf, ob der Plan Schönheitsfehler hat, dachte er, Hauptsache, es ist mal Ruhe im Schiff, und dann sah er nur noch der Straße dabei zu, wie sie sich in das funzlige Licht seiner Scheinwerfer schob wie ein alter, harter Teppich. Leider hatte er keinen Vordermann mehr, dem er folgen konnte, der letzte war vor einer Viertelstunde abgebogen in das Land um sie herum, von dem man nichts sah oder hörte, und Wolli hatte sich danach noch eine Weile darüber ausgelassen, daß das ein Trabant gewesen sei und was das zu bedeuten habe und so weiter und so fort, aber wenigstens war dieser Trabant, wenn es denn einer gewesen war, nicht so schnell gewesen, daß Frank ihn hatte ziehen lassen müssen wie all die anderen Autos, die sie in der Zwischenzeit überholt hatten, der Trabant hatte genau die richtige, risikoarme, von Wolli dringend empfohlene Geschwindigkeit gehabt, und er hatte sie sicher durch die Finsternis geführt. Nun war er fort, aber dafür hielt Wolli mal die Klappe, und das war doch auch schon was, fand Frank.
Das ging etwa fünf Minuten so, draußen war alles dunkel und drinnen war es still, wenn man vom gleichmäßigen Röhren von Franks altem Kadett einmal absah. Das waren fünf spannende Minuten, denn Frank konnte direkt spüren, wie sich in Wolli der Druck aufbaute, etwas zu sagen, und wie er zugleich davor zurückschreckte, das Schweigen zu durchbrechen, wie dieses Schweigen also unter Wollis innerem Druck immer mehr anschwoll wie ein Ballon, den ein maßloses Kind manisch aufpustete und der jeden Moment platzen mußte, so daß man die Augen zusammenkniff, das Gesicht verzog und in den Schultern verkrampfte in Erwartung des Knalls, so kam ihm, Frank, das jedenfalls vor während dieser fünf Minuten schweigender Fahrt durch die von keinerlei Licht in der Landschaft gemilderte Dunkelheit, die sie mit knapp hundert Sachen durchröhrten, das sind ganz schön neurotische Gedanken, dachte er, Kinder, Luftballons, schlimm, dachte er, aber was Wunder, wenn man seit Stunden durch Wollis Gelaber zermürbt wird, dachte er, so sehr zermürbt, daß man es sich zurückwünscht, wenn es aufhört, das kennt man sonst nur von Geiseln, die sich irgendwann mit ihren Geiselnehmern identifizieren, dachte er, Patty Hearst, Patty Hearst war so ein Fall gewesen, dachte Frank, er hatte viel darüber gelesen damals, vor Jahren, als das ein großes Ding gewesen war, ihn hatte das sehr fasziniert, dieser ganze Kidnapping-, Geisel- und Gehirnwäschekram, das hatte ihm gefallen, er war noch in der Schule gewesen damals, als Schüler steht man auf sowas, dachte er, er hatte sich sogar ein bißchen in Patty Hearst verliebt damals, weil sie auf dem Bild von dem
Banküberfall so sexy ausgesehen hatte, und deshalb sagte er nun, um Wolli nicht weiterhin diesen Qualen ausgesetzt zu wissen, von denen er, als Wollis Geisel, ihn im Patty Hearstschen Sinne natürlich erlöst wissen wollte, einfach das Nächstbeste, was ihm einfiel: »Patty Hearst!«
»Genau«, sagte Wolli. »Symbionese Liberation Army. Keine Ahnung, was die eigentlich wirklich wollten, da hat ja nun echt keiner durchgeblickt.«
»Ja, ich auch nicht«, sagte Frank. Man darf Wolli nicht unterschätzen, dachte er.
»Lehnin!« rief Wolli und zeigte in die Dunkelheit, in der ein schmutziges, nichtreflektierendes Hinweisschild auftauchte, »Lehnin! Mit h! Die spinnen doch!«
Plötzlich waren sie nicht mehr allein auf der Straße. Von hinten kamen Autos, die sie nicht überholten, sondern sich damit begnügten, bis zu ihnen aufzuschließen und Frank im Rückspiegel zu blenden. Und auch vor ihnen tauchte bald eine größere Ansammlung von Autos auf, die wie auf eine Schnur gefädelt auf der rechten Spur dahinkrochen.
»Warum sind die jetzt plötzlich alle so langsam?« fragte Frank.
»Da kommt jetzt gleich die Abfahrt«, sagte Wolli und rutschte nervös auf seinem Sitz hin und her, »da kommt gleich die Abfahrt, bloß nicht überholen, da mußt du aufpassen, so ein Schild mit »Transit Westberlin<, das darfst du auf keinen Fall verpassen.«
Wie um ihn zu bestätigen, fing die Schlange vor ihnen geschlossen an zu blinken, und dann tauchte auch schon das von Wolli angekündigte Schild auf, und sie bogen alle zusammen ab auf eine andere Autobahn.
»Jetzt sind wir gleich da, jetzt sind wir gleich da«, sagte
Wolli.
»Aber es ist doch überhaupt nichts zu sehen«, sagte Frank.
»Das ist immer so«, sagte Wolli, »das hat nichts zu sagen. Aber das merkst du ja schon dadurch, wie voll das hier ist, daß wir gleich da sind!«

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Spieler7 VINE-PRODUKTTESTER am 11. Juni 2010
Format: Taschenbuch
Nach der erfolgreichen Verbannung aus der Bundeswehr setzt sich Frank Lehmann mit einem Kumpel ins Auto und brettert von Bremen nach Berlin um sich in der WG seines Bruders, der dort als Künstler arbeitet, häuslich niederzulassen. Dort findet er zwar keine Spur von Manni bzw. Freddie, dafür aber jede Menge skurriler Gestalten, die ihn sogleich unter ihre Fittiche nehmen.

Es beginnt eine lange Nacht, in deren Verlauf sich Frank mit den seltsamen Gebräuchen der Hauptstadt anno 1980 vertraut zu machen beginnt; tatkräftig unterstützt von seinen neuen Kumpanen. Als aber am nächsten Tag der verschollene große Bruder immer noch nicht auftaucht und zu allem Überdruss auch noch die Mutter aus Bremen telefonisch nervt, beginnt Frank mit der Suche, die sich allerdings schwieriger gestaltet als erwartet, denn Mannis Freunde scheinen ihm etwas zu verheimlichen...

Mit "Der kleine Bruder" liegt nun auch der dritte Band der Lehmann-Trilogie des Bremer Erfolgsautors und Multitalents (er ist ja auch noch Sänger der Band Element of Crime) Sven Regener vor. Obwohl, ganz so einfach ist es auch wieder nicht, denn der zuletzt veröffentlichte Roman ist eigentlich der Mittelteil der Trilogie. Für Neueinsteiger, die jetzt die Chance haben, die Bücher in der korrekten chronologischen Reihenfolge zu lesen, empfiehlt sich diese Lektüre:

1. Neue Vahr Süd
2. Der kleine Bruder
3. Herr Lehmann

Nach den beiden bisherigen Werken war ich nun etwas enttäuscht. Der Roman beginnt zwar stark, schwächelt aber bald, da der Plot einfach zu flach ist, um über mehr als 300 Seiten zu tragen.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von MacBaylie VINE-PRODUKTTESTER am 5. Juli 2010
Format: Taschenbuch
Dieses Buch hat sich, im wahrsten Sinne des Wortes, vor meine Füße geschmissen. Im Supermarkt lag es vor dem Regal auf dem Boden und eigentlich wollte ich es nur zurückstellen. Eigentlich. ;-)
Das schlichte schwarze Cover fand ich jedoch so interessant, dass ich auch den Klappentext gelesen habe. Berlin, 1980, Punks, Hippies und selbsternannte Künstler haben mich dann zum Kauf bewogen. Vielleicht war aber auch die Tatsache, dass ich genau diese Zeit in Berlin verbracht habe der Auslöser. War schon chaotisch damals. ;-)

Vollkommen unbelastet, die anderen Werke von Sven Regener kenne ich nicht, ging ich also an dieses Buch heran.
Frank und Wolli erinnerten mich sofort an unsere Fahrten auf der Transitstrecke der DDR und es war, als wären sie damals mit dabei gewesen ;-), denn irgendeiner hat immer geredet ohne Ende, um seine Nervosität zu überspielen, während andere den ganzen Hype nicht wirklich ernst genommen haben und in jugendlicher Unwissenheit dachten, was soll schon passieren.

Anfangs hat mir der Schreibstil wirklich gut gefallen, denn er spiegelte das wirkliche WG-Leben der damaligen Zeit wider. Bunt gemischt lebte man in Wohnungen, Fabrikgebäuden oder sonstigem zusammen - und in den Tag hinein. Nach einer Weile jedoch ging mir das ziemlich auf den Zeiger. Zumal die Dialoge sich ständig im Kreis drehten und die Handlung weitgehend auf der Strecke blieb. Karussell-Sätze von ein bis zwei Buchseiten Länge waren mir dann doch zu viel. Und das Ende ... nun ja, ... das Ende war dann auch nicht wirklich der Hammer. Wirkte ziemlich dahin gepfeffert. Ja, ich hatte sogar den Eindruck, der Autor war froh, dass ihm da noch auf die Schnelle was eingefallen ist.

Mal sehen, vielleicht schau ich mir die anderen Werke des Autoren mal an, denn den Rezensionen nach zu urteilen, sollen die um Längen besser sein.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Altonasenmann am 10. Mai 2010
Format: Taschenbuch
Okay... wie in vielen Rezensionen gelesen, könnte auch ich sagen - Neue Vahr Süd ist in gewisser Weise der Höhepunkt dieser Trilogie. Das macht aber den 'kleinen Bruder' - endlich als Taschenbuch erschienen - nicht weniger lesenswert, denn auch hier begeistert einfach die Sprache, mit der Regener seine Protagonisten ausgestattet hat. Es macht einfach Spaß, den komischen Frank Lehmann durch Berlin zu folgen, auch wenn der amüsant verpackte Inhalt des Romanes relativ schnell zusammengefasst ist und der eigentliche Handlungsraum nur zwei kurze Tage betrifft.

Ich glaube, man sollte weniger vergleichen oder gegenüberstellen, sondern die Geschichte von Herrn Lehmann insgesamt betrachten. Denn ohne den 'kleinen Bruder', würde 'Neue Vahr Süd' und 'Herr Lehmann' eine Verbindung fehlen. Ich würde nicht sagen, dass das Buch eine Lücke stopfen sollte, sondern dass sich der beschriebene Zeitpunkt in Frank Lehmanns Leben besonders gut in die Trilogie einreiht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von existenzialistische Wurstfabrik am 19. November 2010
Format: Taschenbuch
Für mich war Herr Lehmann, auf den ich über eine Vorlesung gestoßen bin, schon ein lesenswertes Buch, Neue Vahr Süd übertraf Regners Erstling noch, und zwar bei weitem: Strukturierter, charmanter und aberwitzig, ohne dass es *zu* konstruiert wirkte. Vor allem aber war es epischer, so dass man die Entwicklung der einzelnen Figuren nachvollziehen konnte.

Der Kleine Bruder ist verglichen mit den vorangegangenen Büchern etwas enttäuschend. Das Epische fällt aufgrund der erzählten Zeit weg: Eine Entwicklung der Figuren, wie sie jeder "Fan" gerne hätte nachvollzogen, bleibt aus. Der Schlüsselmoment für Herrn Lehmann, das ekstatische Dosenbierverkaufen, fand ich etwas albern, aber auch drollig.

Die meisten Figuren sind Chaoten, die aufgrund ihres Geschwätzes leider auch noch unsympathisch sind - und mit dem Namen P. Immel hat sich Regener selbst in die frühe Pubertät versetzt.

Das Ende ist leider wirklich enttäuschend. Regener *hat* ja bereits bewiesen, dass er karusselfahrtenartige Situationen entwerfen kann, die das Herz höher schlagen lassen. Das blieb hier leider aus.
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