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Der junge Gelehrte. [Taschenbuch]


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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Philipp Reclam Jun Verlag GmbH
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3150000378
  • ISBN-13: 978-3150000373
  • Größe und/oder Gewicht: 14,6 x 9,6 x 0,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 417.087 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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5.0 von 5 Sternen unwahrscheinlich amüsant 4. September 1999
Von Ein Kunde
Lessing war gerade einmal 19 Jahre alt, als er dieses ironische Lustspiel über einen Möchtegerngelehrten schrieb. Zur damaligen Zeit war seine Figur keine wirklich neue Erfindung, schon lange ärgerten sich die Menschen über Gelehrte, die nichts außer Phrasen von sich gaben und mit einer unglaublichen Arroganz auf ihre Umwelt blickten. Die Diskussion, die damals stattfand - nämlich ob es besser sei, von vielen Wissenschaften etwas oder von einem Gebiet sehr viel zu erlernen, ist bis heute aktuell. Tatsächlich geht es aber in dem Stück um einen jungen Mann, der vor Dummheit nur so strotzt und dies durch hohle Parolen und Floskeln über wissenschaftlichen Nonsens übertünchen will. Seine Überheblichkeit ist unvorstellbar.

Das Stück sprüht vor Energie, selbst heute noch. Es läßt sich einfach und schnell lesen und erinnert wohl jeden von uns an ähnlich erlebte Situationen. Ein Großteil des Charmes entsteht durch den Gegenpol zum "gelehrten" Damis - seinem Bedienten Anto. Dieser redet zwar nicht so hochtrabend, ist aber um einiges gewitzter als sein Herr, spielt aber vor dem brav den dummen Esel. Keine große Kunst, aber wunderbar und spritzig. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hochmut und Fall eines Gelehrten 29. Oktober 2001
Von Ein Kunde
Hochmut und Fall eines Gelehrten: Gotthold Ephraim Lessing „Der Junge Gelehrte" (1748)

Was einen Leser heute noch antreibt dieses Buch aus dem 18. Jh. zu lesen, scheint uns in diesem Fall nicht etwa eine spannende Handlung, sondern die Gewandtheit und Lebendigkeit von Lessings Schreibstil zu sein. Dieser zeichnet sich durch prägnante Bemerkungen und Ironie aus. Das Dienstpersonal hintergeht Chrysander. Die Liebe ist dabei Zweierlei treibende Kraft. Lisette versucht Juliane und Valer zum Glück zu verhelfen und bekommt von Anton dabei nur Schützenhilfe, weil dieser in sie verliebt ist. Dazu kommt seine Hoffnung vom Kaufmann Valer dafür so grosszügig belohnt zu werden, dass er und Lisette ein neues Leben anfangen können.
Lessing richtet seine satirischen Waffen besonders gegen den arroganten Gelehrten, dessen ganzes Wissen aus toten Büchern stammt. Dies tut er nicht ohne Selbstironie, denn auch er vergrub sich ausschliesslich in seiner Studierstube, bis ihm sein Vetter die Augen für weltliche Belange öffnete. Lessing will mit dem Stück zeigen, dass Aufklärung nicht blosses Lesen dicker Bücher ist, sondern eben in erster Linie darauf abzielt das Gelesene zu verstehen. Sein Werk zielt darauf ab das hochmütige Verhalten derjenigen lächerlich zu machen, welche das Leben rein von der theoretischen Seite her anzugehen versuchen.
Die Handlung beschränkt sich darauf, dass Damis' Vater Chrysander seinen Sohn mit Juliane verheiraten möchte, weil er einen Weg sieht so an das Geld ihres verstorbenen Vaters zu kommen. Dieser sträubt sich anfangs gegen die Heirat. Später erkennt er darin Vorteile für seine Karriere....

Martin Preisig & Daniel Weber
Bündner Kantonsschule, Chur Lesen Sie weiter... ›

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