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Der himmelblaue Speck
 
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Der himmelblaue Speck [Gebundene Ausgabe]

Vladimir Sorokin
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 440 Seiten
  • Verlag: DuMont Reiseverlag, Ostfildern (Mai 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3770148819
  • ISBN-13: 978-3770148813
  • Größe und/oder Gewicht: 20 x 14,8 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 909.347 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Vladimir G. Sorokin
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Das Russland des Jahres 2068 befindet sich fest in chinesischer Hand. Einigen Wissenschaftlern ist es gelungen, in streng geheimen Experimenten berühmte russische Schriftsteller zu klonen, darunter auch Tolstoi und Dostojewski. Aus ihren Körpern soll in einem besonderen Verfahren himmelblauer Speck produziert werden -- eine begehrte Substanz, die den Gesetzen der Thermodynamik trotzt und unter anderem beim Bau von Atomkraftwerken auf dem Mond Verwendung findet.

Eine radikale religiöse Sekte bringt den Speck jedoch in ihre Gewalt und schickt ihn mittels einer Zeitmaschine zurück in die 50er-Jahre des 20. Jahrhunderts. Er landet in einer alternativen Vergangenheit, in der die UdSSR und Deutschland den Zweiten Weltkrieg gewonnen haben und nun gemeinsam über den Rest der Welt herrschen. Hier fällt der Speck Stalin in die Hände, der darin sogleich eine Möglichkeit zur Ausweitung seiner Macht wittert. Er bricht nach Deutschland auf, zu seinem Freund und Verbündeten Adolf Hitler, um sich mit ihm über das Ding aus der Zukunft zu beraten.

Der himmelblaue Speck ist eine skurrile Zeitreise quer durch die europäische Geschichte. In einem Kaleidoskop der verschiedensten Erzählkonventionen macht Vladimir Sorokin weder vor Genre- noch vor Tabugrenzen Halt -- ein Grund, warum der Roman nach seinem Erscheinen in Russland auf heftige Kritik stieß. Mit seiner überspannten und parodistischen Erzählweise wirft er den Leser immer dann ins kalte Wasser, wenn dieser es am wenigsten vermutet und zwingt ihn, sich von herkömmlichen Leseerwartungen zu lösen.

Hinter der Maske klassischer Science Fiction-Elemente und unverschämter Absurdität verbirgt Sorokins jedoch beißende Gesellschaftskritik, die sich vor allem gegen die Form der Geschichtsaufarbeitung in Russland und Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg richtet. So wird Der himmelblaue Speck zugleich Vision einer nahen Zukunft und einer möglichen Vergangenheit, die nur allzu realistisch erscheint und das Selbstverständnis der Gegenwart in Frage stellt. Sorokins Sinn für das Groteske machen den Roman zu einer provokanten und doch vergnüglichen Satire, die zum Nachdenken anregt. --Sara Schade

Perlentaucher.de

Pressenotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 09.09.2000
Diesmal, so die Rezensentin Schamma Schahadat, treibt Sorokin sein Schreibverfahren auf die Spitze: "Er wird zu seinem eigenen Klon". Stalin (der mit Chruschtschow schläft), Achmatova, Hitler (der mit Stalins Tochter schläft) treten auf, als Geklonte, in einem Text, der frühere Sorokin-Texte klont, alles aber zugleich ins bloß Ähnliche verschiebt. Dabei sei Sorokin "phantastisch und grotesk, witzig und obszön" wie stets, betreibe die gewohnten Sprachmischungen, häcksle Zeit und Raum, dass jede "Zielgerichtetheit zunichte" wird. Nur die Frage, was es mit dem himmelblauen Speck auf sich hat, der zum Objekt der Begierde aller Handelnden wird, lässt die Rezensentin wortreich unbeantwortet.

© Perlentaucher Medien GmbH

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Die Geschichte ist zu komplex, um sie kurz darstellen zu können. Auf jeden Fall erwartet den Leser eine Achterbahn der Handlungsstränge, die geschickt in einander übergehen und zwar verwirrend, nicht jedoch unübersichtlich sind. Geschichten in Geschichten und das alles mit einer unglaublichen Fantasie geschrieben. Man muss V. Sorokin Respekt zollen. Eines der unterhaltsamsten Bücher des letzten Jahres. Der hohe Preis ist das einzige Manko. Aber wer einem Fiction-Freak eine echte Freude machen will oder selbst gerne Matt Ruf, o.ä. liest kann hier getrost zugreifen (ich werde dafür nicht bezahlt ;))!
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10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Freude 21. März 2001
Format:Gebundene Ausgabe
Schön ist das nicht, aber gut ! Wer außer der russischen Vergangenheit & Gegenwart auch die russische Zukunft verstehen will, wird an diesem neuerlichen Geniestreich Sorokins seine dunkle Freude haben. Was wäre das Leben ohne solche Bücher ?
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Format:Taschenbuch
Ich bin auf Vladimir Sorokin aufmerksam geworden, als ich einen Artikel über ihn und seine Werke gelesen habe. Die Kurzbeschreibung des Buches 'Der himmelblaue Speck' machte mich neugierig.

Das Buch ist in vielen verschiedenen Erzähl-Stilen geschrieben: Dialoge, Erzählungen, Prosa, etc. und nicht immer leicht zu lesen (auch wegen der vielen chinesischen Ausdrücke am Anfang, deren Übersetzungen im Anhang stehen). Aber als der Roman seine erste Wendung erfährt, wird es für den Leser leichter, dem Geschriebenen zu folgen. Ein Buch für Zwischendurch ist 'Der himmelblaue Speck' definitiv nicht.

Skurril sind viele Protagonisten des Romans (vor allem die russischen Erd-Rammler), derb die detaillgenauen Beschreibungen der Geschlechtsakte (u. a. Stalin mit Chrustchov) und interessant die fiktive Vergangenheit, in der Deutschland und Russland den Zweiten Weltkrieg gewonnen haben und in der ein Teil des Romans spielt.

Was mich stört, um den 'himmelblauen Speck' als Meisterwerk einzustufen:

Desöfteren fehlen mir die Zusammenhänge, die Werke der geklonten russischen Schriftsteller sind teilweise völlig sinnlos und haben mit der Handlung des Romans nichts gemeinsam und das Ende, das mir irgendwie auch sinnlos erscheint.

Deshalb gebe ich hier für ein sicher interessantes Buch, das teilweise aber nicht leicht zu lesen ist, nur 3 Sterne.
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