Ich bin auf Vladimir Sorokin aufmerksam geworden, als ich einen Artikel über ihn und seine Werke gelesen habe. Die Kurzbeschreibung des Buches 'Der himmelblaue Speck' machte mich neugierig.
Das Buch ist in vielen verschiedenen Erzähl-Stilen geschrieben: Dialoge, Erzählungen, Prosa, etc. und nicht immer leicht zu lesen (auch wegen der vielen chinesischen Ausdrücke am Anfang, deren Übersetzungen im Anhang stehen). Aber als der Roman seine erste Wendung erfährt, wird es für den Leser leichter, dem Geschriebenen zu folgen. Ein Buch für Zwischendurch ist 'Der himmelblaue Speck' definitiv nicht.
Skurril sind viele Protagonisten des Romans (vor allem die russischen Erd-Rammler), derb die detaillgenauen Beschreibungen der Geschlechtsakte (u. a. Stalin mit Chrustchov) und interessant die fiktive Vergangenheit, in der Deutschland und Russland den Zweiten Weltkrieg gewonnen haben und in der ein Teil des Romans spielt.
Was mich stört, um den 'himmelblauen Speck' als Meisterwerk einzustufen:
Desöfteren fehlen mir die Zusammenhänge, die Werke der geklonten russischen Schriftsteller sind teilweise völlig sinnlos und haben mit der Handlung des Romans nichts gemeinsam und das Ende, das mir irgendwie auch sinnlos erscheint.
Deshalb gebe ich hier für ein sicher interessantes Buch, das teilweise aber nicht leicht zu lesen ist, nur 3 Sterne.