Frank Eloff arbeitet seit einiger Zeit in einem gottverlassenen Krankenhaus in Südafrika. Eine Handvoll Ärzte arbeitet dort, wenn es denn mal Patienten gibt. Eigentlich hatte er gehofft, die Leitung des Krankenhauses zu übernehmen, doch immer noch sitzt Dr. Ruth Ngema fest im Sattel. Seine Ehe ist seit einiger Zeit zerrüttet, seit sein bester Freund mit seiner Frau durchgebrannt ist, hin und wieder hat er Liebschaften, die ihn aber nicht ausfüllen.
Eines Tages stößt der junge Idealist Laurence Waters zu dem desillusionierten Team, er möchte sein freiwilliges Jahr in der Klinik absolvieren und steckt voller Tatendrang.
Dass Frank aufgrund des Platzmangels auch noch sein Zimmer mit ihm teilen muss, macht ihm den jungen Naivling nicht gerade sympathischer.
Mit seinem Weltverbesserungswillen tut Laurence niemand einen Gefallen, doch als er das merkt, ist es schon zu spät.
Das Buch ist schnell zu lesen, es ist interessant, etwas über die Zustände in Südafrika nach dem Ende der Apartheid zu erfahren, wobei mir manchmal etwas mehr Hintergrundwissen über die Geschehnisse dort gutgetan hätte. Zum Beispiel wusste ich den rätselhaften "Brigadier" nicht einzuordnen, der von putschenden Militärs entmachtet wurde. Eins wurde jedoch klar: sicherer ist das Land nicht geworden ... Willkür und Feindseligkeit herrschen nach wie vor.
Frank selber blieb mir trotz aller Einblicke in seine Gedankenwelt jedoch relativ fremd, distanziert.