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Der große Meaulnes.
 
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Der große Meaulnes. [Taschenbuch]

Henri Alain-Fournier , Henri Alain- Fournier
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Taschenbuch, Juli 2001 --  

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: Dtv; Auflage: 2. A. (Juli 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423128992
  • ISBN-13: 978-3423128995
  • Größe und/oder Gewicht: 19,4 x 11,9 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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Alain-Fournier
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Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Der große Meaulnes
OT Le grand MeaulnesOA 1913 DE 1930 Form Roman Epoche Moderne
Alain-Fournier bereitete mit Der große Meaulnes den Weg für den modernen, psychologischen Roman. Der fließende Wechsel zwischen Wirklichkeit und Traum, Realität und Irrealität, Erdachtem und Erlebtem, entstanden aus der Sehnsucht nach Liebe, Glück und Geborgenheit, führt den Leser in eine Welt voller Symbole und Bilder, eine Welt des kindlichen Staunens.
Inhalt: François Seurel findet in dem 17-jährigen Augustin Meaulnes den lang ersehnten Freund. Doch bald verschwindet Augustin spurlos und kehrt erst nach Tagen zurück. Seine wundersamen Erlebnisse berichtet er François: Nach einer Irrfahrt mit der Kutsche der Seurels findet sich Augustin in einem geheimnisvollen Schloss wieder, wo eine Hochzeit gefeiert werden soll. Doch der junge Schlossherr Frantz de Galais wartet vergebens auf seine Braut Valentine. Bevor das Fest abgebrochen wird, lernt Augustin Yvonne, die Schwester des Bräutigams, kennen und verliebt sich in sie. Nach Hause zurückgekehrt, kann er sich nicht mehr an den Weg zum Schloss erinnern. Vergeblich suchen Augustin und François den mysteriösen Ort, den sie »das verlorene Land« nennen.
Eines Tages begegnen Augustin und François zufällig Frantz, der immer noch seine Braut sucht. Aber er kann Augustin sagen, wo sich Yvonne aufhält. Im Gegenzug muss er versprechen, Frantz bei der Suche nach Valentine zu helfen, wenn dieser es verlangt. Als er Yvonne findet, erkennt er, dass sein »Traum« Realität war. Obgleich des mythischen Zaubers der ersten Begegnung beraubt, heiratet Augustin Yvonne. In der Hochzeitsnacht muss er jedoch sein Versprechen, das er Frantz gegeben hatte, einlösen. Yvonne, inzwischen schwanger, stirbt kurze Zeit nach der Geburt, ohne ihren Mann wiedergesehen zu haben. Augustin kehrt noch einmal in das Schloss zurück, um seine Tochter von François entgegenzunehmen und dann mit ihr in die Welt zu ziehen.
Aufbau: Die Geschichte um das wundersame Abenteuer des großen Meaulnes wechselt von der Perspektive des Ich-Erzählers François Seurel in die Perspektive eines allwissenden Erzählers, der die Erlebnisse von Meaulnes schildert. Mit diesem Kunstgriff ist der Leser unmittelbar am Geschehen beteiligt und erlebt mit der Figur das Fest. Derselbe Perspektivenwechsel wird noch einmal am Ende des Buchs angewandt: Ein Erzähler fasst die Geschehnisse der Hochzeitsnacht zusammen. Durch die verschiedenen Erzählhaltungen stellt der Autor einen effektvollen Spannungsbogen zwischen subjektiver Wahrnehmung und objektiver Wiedergabe her.
Wirkung: Als der Roman kurz nach seinem Erscheinen für den Prix Goncourt vorgeschlagen wurde, erklärte Alain-Fournier, ihm sei es lieber, wenn der Roman gelesen werde. Doch die Suche eines jungen Mannes nach der Traumwelt seiner Jugend konnte die Zeitgenossen nicht begeistern. Zu sehr standen sie unter dem Einfluss des drohenden Kriegs, als dass sie sich auf eine irreal anmutende Welt einlassen wollten. Erst nach 1920 faszinierte die deutliche Bildersprache die Leser. S. W.

Kurzbeschreibung

Der Roman erzählt von der Kameradschaft zwischen Augustin Meaulnes und Francois Seurel und einer romantischen Liebe zwischen Meaulnes und Yvonne de Galais. Augustin Meaulnes verändert Seurels Leben schlagartig. Bewegung wird hineingetragen: es beginnen die im Widerspiel von kindlicher Traumwelt und Alltagswirklichkeit stehenden Abenteuer der suchenden Seele nach dem Glück.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Henri Alain-Fournier (1886 - 1914) war 26 Jahre alt, als 1913 sein erster Roman als Fortsetzungsroman in der Zeitschrift "La Nouvelle Revue Francaise" erschien und kurz danach auch als Buch verlegt wurde. Der Roman wurde ein großer Erfolg und schaffte es sogar in die Shortlist des renommierten französischen Literaturpreises Prix Concourt. Leider sollte es Fourniers einziger Roman bleiben. 1914 bracht der erste Weltkrieg aus und Fournier musste an die Front. Lange Jahre galt er als vermisst, bis er 1991 anhand seiner Erkennungsmarke in einem Massengrab identifiziert werden konnte.

Im Nachhinein betrachtet war es wahrscheinlich ein Fehler, hier zur Ende 2009 erschienenen Neuübersetzung zu greifen, deren sprachliche Qualität mich absolut nicht überzeugt hat. Ob allerdings bereits das französische Original diesen äußerst nüchternen, manchmal regelrecht ermüdend langweiligen Sprachstil aufweist, kann ich nicht beurteilen.

Was die Romanhandlung an sich betrifft, bin ich mir nach wie vor im Unklaren, wo ich diese letztendlich einordnen soll. Ist es ein Schulroman? Oder eine Art Liebesroman über eine verlorene Jugendliebe? Hat er etwas mit Sehnsucht oder Realitätsflucht zu tun? Ungewöhnlich finde ich auch, dass die Abenteuer und Erlebnisse des Schülers Meaulnes quasi aus "dritter Hand" durch seinen Schulfreund Francois erzählt werden
Der Autor spielt mit Andeutungen, er wird nie konkret und somit liefert dieser Roman letztendlich sehr viel Raum für Interpretationen.
Warum dieses Werk allerdings für einen so wichtigen Literaturpreis wie den Prix Concourt nominiert wurde, erschließt sich mir nun ganz und gar nicht, denn auf mich wirkte dieser Roman eher wie ein unausgegorener Jugendroman.

Der Thiele-Verlag, der im vergangenen Herbst die Neuübersetzung herausbrachte, hat leider auf ein Nachwort verzichtet, wie man es von Klassiker-Ausgaben anderer Verlage eigentlich gewohnt ist. Ein Nachwort wäre aber hier sehr hilfreich gewesen, um die Romanhandlung richtig einordnen zu können und die Intentionen des Autors zu verstehen.

Interessierten Lesern möchte ich deshalb raten, lieber auf die Ausgabe des Manesse-Verlages zurückzugreifen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Pfade des Erwachsenwerdens 1. Februar 2006
Von Ossiwan
Format:Taschenbuch
Der Ich – Erzähler Francois Seurel erzählt rückblickend seine Freundschaft mit Augustin Meaulnes, den er bis zuletzt bewundert trotz allem, was er wegen ihm leiden musste. Seurel lebt im Hintergrund, er setzt keine Akzente und trifft kaum Entscheidungen sondern lässt sich vielmehr von anderen treiben. Egal ob als Schüler, wo er sich Meaulnes anschließt, um einen Freund zu haben oder als Erwachsener, der als einsamer Dorflehrer arbeitet und nicht fähig ist eine eigenständige Existenz aufzubauen. Ganz im Gegensatz dazu steht Meaulnes, ein großer, selbstsicherer Bursche, der weiß was er will und der seinen Träumen nicht nur nachhängt, sondern auch versucht sie zu verwirklichen. Als er sich als Schüler auf dem Weg zum Bahnhof verirrt, trifft er auf ein abgelegenes Schlösschen, in dem eine Hochzeit vorbereitet wird. Dort lernt er die Liebe seines Lebens kenne, doch findet er in den darauffolgenden Jahren nicht zu dem Schlösschen zurück. Meaulnes Leben wird eine einzige Suche, er entscheidet für sich alleine was er macht und wann er es macht, ohne Rücksicht auf andere zu nehmen. Und zurück bleibt immer Seurel, der keine Abenteuer sucht, sondern bloß ein unaufgeregtes, ruhiges Leben wünscht.
Alain-Fournier hat in seinem einzigen Roman, bevor er in Verdun gefallen ist, ein traurige Geschichte gezeichnet, über Liebe, Betrug, Erwachsenwerden und Kindsein. Seine Helden sind alle gefangen in gesellschaftlichen Vorgaben und beruflichen Zwängen. Der Träumer Meaulnes wird, obwohl er versucht eigenständig zu sein vom Leben Hin und Her geworfen und findet keine Ruhe, da alles, was auf ihn einwirkt, ihn auch in Bann zieht. Und die rätselhafteste Figur des Romans, Frantz, der Bruder von Meaulnes späterer Frau Yvonne, taucht wie Peter Pan immer wieder auf um die erwachsen werdenden Protagonisten an ihre Jugend zu erinnern. Wie ein Gespenst des jugendlichen Glücks wandelt Frantz durch den Roman, ein Schatten einer Zeit, die längst vorbei ist, aber nicht aufgegeben werden will.
„Der große Meaulnes“ ist zu Recht ein Klassiker und gehört in die gleiche Klasse wie „Peter Pan“, „Kinder der Nacht“ oder „Alice im Wunderland“, ein Buch, dass die Geheimnisse des Älterwerdens beleuchtet und schonungslos aufzeigt.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Der große Meaulnes. Immer wieder schweifen meine Gedanken nach dem Lesen des Buches zurück. Immer wieder denkt man an seine eigenen Erlebnisse und an die des Augustin Meaulnes.

Das Buch hat mich sehr beeindruckt. Die Art und Weise wie Fournier mit einfachen Worten Stimmungen erweckt, wie er mich auf die Abenteuer mitnimmt ist großartig. Es ist faszinierend wie der Leser tief in die Protagonisten eindringt, wie er mitfühlt.

Fournier schrieb das Buch aus eigenem Empfinden, was man sehr gut merkt. Schade daß es von ihm nur diesen einzigen Roman gibt. Man würde gern mehr von ihm lesen.

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