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am 28. Mai 2013
Nick Carraway kommt in den frühen Jahren der wilden Zwanziger nach New York. Als Börsenspekulant an der Wall Street ist er nicht sonderlich erfolgreich, aber für 80 Dollar im Monat kann er sich zumindest ein kleines Haus auf Long Island zwischen den riesigen Anwesen der Reichen leisten. Erfreulicherweise muss er sich auch nicht groß um Anschluss an die feine Gesellschaft bemühen, wohnt doch seine Cousine zweiten Grades Daisy direkt gegenüber in einem palastartigen Gebäude mit ihrem Mann Tom, einem berühmten Polo-Spieler und der gemeinsamen Tochter. Ständig zugegen ist zudem die attraktive Golferin Jordan Baker, eine enge Freundin Daisy's. Von ihr hört Nick zum ersten Mal den Namen dieses geheimnisvollen Lebemannes von gegenüber, der zufällig auch Nick's direkter Nachbar ist und mit den angesagtesten Party's die High Society von New York zum kochen bringt. Wilde Gerüchte kursieren über diesen Mann. So soll er ein Verwandter vom deutschen Kaiser Wilhelm sein, daher sein Vermögen. Auch sagt man, er habe mal jemanden umgebracht. Oder er wäre im Krieg ein Spion gewesen. Und so weiter und so weiter. Doch wer ist dieser Gatsby, über den alle reden, wirklich? Niemand weiß es genau. Da erhält Nick eines Tages aus heiterem Himmel eine Einladung zur nächsten Party von seinem mysteriösen Nachbarn. Und als er sich noch fragt, was dies zu bedeuten hat, steckt er schon mitten drin im prallen Leben der ausgelassen feiernden feinen Gesellschaft.

Die wilden Zwanziger

Beinahe vierzig Jahre ist es her, das Jack Clayton bei Kritik und Publikum mit seiner Verfilmung des berühmten Romans von F. Scott Fitzgerald baden ging und Robert Redford als Jay Gatsby im pinken Anzug um die Liebe von Mia Farrows Daisy buhlte. Ein Film, mittlerweile rehabilitiert, der mit kühler Distanz und ruhigem Erzählfluß die stille Tragik der Geschichte unterstreicht. Robert Redford gibt Jay Gatsby distinguiert und irgendwie unnahbar, dabei bedrohlich, so das man glauben würde, er habe wirklich mal jemanden umgebracht, was er im übrigen an einer Stelle des Filmes nicht verneint. Sam Waterstone spielt den Erzähler Carraway zurückhaltend und manchmal launig als einen jedermann, der längst schon dem jugendlichen Leichtsinn entwachsen durchaus anfällig für das freundschaftliche Garn Gatsbys wird, mit dem er bald ein tiefes Grundverständnis teilt. Mia Farrow wirkte auf mich, wie so oft, etwas entrückt und leicht neben der Spur, ein Punkt der Redfords Hartnäckigkeit etwas untergräbt. Bruce Dern kann da deutlich mehr Mitgefühl auslösen. Sein Tom ist zwar ein stockkonservativer Machtmensch, doch Dern verleiht ihm eine intellektuelle Note, die ihm eine gewisse Ambivalenz zugesteht und ihn dadurch nicht gänzlich unsympathisch werden lässt. In den wichtigen Nebenrollen der Wilsons sehen wir eine einmal mehr herausragende Karen Black, die das Maximum aus ihrer Figur von Tom's geliebter Myrtle herausholt. Einer Figur, die an der Seite ihres Ehemannes verkümmert, aber im Seitensprung ihren Lebenssinn findet, da sie hier ihre Daseinsfreude voll ausleben kann. Ihren Mann George spielt Scott Wilson als einen am unteren Ende der Gesellschaft angekommenen, der Verzweiflung nahen Tankstellenbesitzer, der nur noch durch seinen Glauben an Gott und die Liebe zu seiner Frau existieren kann. Gatsby's Geschäftspartner Meyer Wolfsheim, eine Anlehnung an den berüchtigten Ace Rothstein, wird dargestellt von Howard Da Silva.

Jack Claytons Film lässt genügend Raum für Interpretationen, übt subtil Kritik am Klassensystem und rückt dabei die Charaktere in den Mittelpunkt, ohne das große Ganze aus den Augen zu verlieren. Douglas Slocombe's Kamera kleidet den Film oft in weichzeichnerische Bilder, ein Stil der dem Film nicht unbedingt schadet, aber dankenswerter Weise nicht dominiert. Jazz-Legende Nelson Riddle's Arrangements lassen den Sound der Zwanziger mit vielen bekannten und beliebten Jazz-Standards wieder aufleben. Im Zuge der Neuverfilmung lohnt die Wiederentdeckung dieses meisterhaft inszenierten Filmes, der wesentlich ruhiger und konzentrierter daherkommt als Baz Luhrmann's Version, die dem Affen gehörig Zucker gibt und gerade deshalb ganz anders ist, jedoch nicht schlechter. Lohnt sich.
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Der vorliegende Film zählt zu meinen Lieblingsfilmen, obschon die gleichnamige Romanhandlung von Fitzgerald nicht 1:1 umgesetzt worden ist. Das halte ich aber nicht für besonders bemängelswert, denn der Geist des Romans spiegelt sich im Film auf beeindruckende Weise. Genau darauf kommt es bei Literaturverfilmungen meiner Meinung nach an.

Beleuchtet wird die High-Society der Ostküste der USA während der 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts.
Als Tableau dient die tragische Liebesgeschichte zwischen dem reichen, Geheimnis umwitterten Jay Gatsby und der schönen, aber leichtfertigen Daisy.

In Amerika zeigen sich die so genannten "Goldenen Zwanziger" als die Zeit der Prohibition, des ausgiebigen Drogenkonsums, der luxeriösen Parties mit neuartigen Jazzklängen.

Zudem werden die Oberflächlichkeit, Blasiertheit und Übersättigung der mondänen, höheren Gesellschaftsschicht zu Tage gefördert.
Zeitgenossen, die erst jüngst zu Geld gekommen sind, finden dort kaum Zugang und selten wirkliche Akzeptanz.

Der amerikanische Traum, der verspricht, dass man durch Tüchtigkeit alles erreichen kann, stellt sich in seiner realen Durchführung als höchst fragwürdig dar oder stößt zumindest, wenn es um gesellschaftliche Anerkennung geht, an seine Grenzen.

Der tüchtige Gatsby (Robert Redford), der so vielen Vieles gibt, hat im Grunde keine Freunde, keine wirklichen Herzensbeziehungen, die auf Gegenseitigkeit beruhen.

Die Menschen um ihn herum sind - nahezu ohne Ausnahme - materiell fixiert und letztlich alle vom Stamme Nimm. Selbstbezogen, vermögen sie nicht die seelische Tiefe dieses Mannes zu erkennen. Als Mensch ist Gatsby für diese ethisch verkommene Clique nicht interessant. Dies gilt vor allem für die von ihm so geliebte Daisy........

Ich kenne keinen Schauspieler, dessen Augen so viel Intelligenz und spitzbübischen Charme versprühen wie jene von Robert Redford. Die Rolle des Gatsby ist ihm wahrlich auf den Leib geschneidert. Man begreift nicht, weshalb die farblose Daisy (Mia Ferrow) von diesem Mann nicht hingerissen ist. Attraktiver als Gatsby alias Redford kann kein Mann sein. Ist Daisy blind?

Beeindruckende Bilder von Gartenpartys auf Gatsbys Anwesen begeistern der Zuschauer. Die hübschen, glitzernden Kleider aus den Zwanziger Jahren, die die Frauen tragen, deren gesamte Aufmachung, aber mehr noch die Musik wirken lange nach.
Trotz der vielen schönen Momentaufnahmen ist " Der große Gatsby" ein sehr trauriger, aber keineswegs sentimentaler Film. Man leidet mit den Protagonisten, während er auf einer Luftmatraze im Swimming Pool liegt und die Klänge von "What`ll I do? " leise die Ohren betören.

Gatsby ist eine tragische Gestalt.

Die Bild - und die Tonqualität sind ausgezeichnet.

Ein sehr empfehlenswerter Film!
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am 13. Januar 2004
Der Film "Der große Gatsby" ist zwar im Großen und Ganzen ein unterhaltsamer Film, doch dennoch kommt er nicht ganz an die Romanvorlage von F. Scott Fitzgerald heran. Wer das Buch kennt, merkt, dass der Film die schillernde Vielfalt der Charaktere und deren komplexe Identität nicht ganz zum Vorschein bringen kann. Wobei dies wahrscheinlich auch nicht ganz einfach ist, da das Buch viele Sachen bis zum Schluß offen lässt, die man beim Film einfach berücksichtigen muss,da der Zuschauer sonst nicht folgen kann.
Die Geschichte kann zwar zu Verwirrungen führen, aber im Prinzip ist sie ganz einfach.
Jay Gatsby ist ein reicher Self-made Mann der das Leben im Amerika der 20er Jahre in vollen Zügen genießt, er hat eigentlich alles, was man sich vorstellen kann, bis auf eines ... Daisy. Seine ehemalige Freundin, die er nicht vergessen kann und die, als er sie wieder trifft, verheiratet ist. Natürlich versucht er sie zurück zu gewinnen, aber das ist nicht so einfach.
Man könnte zwar denken, dass der Film einer der typischen "Hollywood-Schnulzen" ist, doch da irrt man, da das Ende bis zum Schluß nicht vorhersehbar ist und die Geschichte zwischendrin einige Wendungen nimmt.
Robert Redford ist als Jay Gatsby ideal besetzt worden. Ich kann mir für diese Rolle, nachdem ich den Film gesehen habe, eigentlich keinen anderen mehr dafür vorstellen, der besser geeignet wäre.
Leute, die die Musik der 20er Jahre mögen, wird dieser Film besonders gut gefallen, da er mit viel Musik (oscarprämiert)unterlegt ist.
Ich wünsche viel Spaß beim Gucken!
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am 26. Januar 2016
.......der nicht mit dem Leonardo Di Caprio Film gleich zu setzen ist. Im Gegensatz zur Baz Luhrmanns Filmversion aus dem Jahre 2013 ist diese Fassung noch Buchgetreuer und somit nicht unbedingt besser als die 013 Fassung,aber Stiel richtiger. Auch wenn diese Fassung Gatsbys wahren Ursprung seines Reichtums nicht so offenbart,wie es Luhrmanns Film tat ,wurde zu jener Zeit auf wilde Kamera Fahrten im 3D und hektische Schnitte verzichtet. Mehr bedachter und ganz auf Robert Redford zu geschnitten. 74 war er der Leo dieses Jahrzehntes und das aleine reichte um einen Hit zu laden.
Mia Farrow gab die Daisy in Reinkultur und schien aus dem Buch entsprungen zu sein.
Aus heutiger Sicht gilt Jack Clayton's Verfilmung als die beste. Basierend auf ein hervorragend geschriebenen Drehbuches eins gewissen Fracis Ford Coppola und der schon zum Klassiker geworden Filmmusik ist dieser Film selbst zum Klassiker geworden.
Zugegeben. Man sollte sich Zeit nehmen. Doch die ist gut angelegt.
5 Sterne für den Klassiker.
3 Sterne für die Blu Ray;welche dem Film leider weniger gerecht wird.
Weder im Bild noch im Ton.
Extras kaum.
Denoch lohnt sich diese Verfilmung gesehn zu haben.
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am 2. März 2014
Mir gefällt die alte Verfilmung viel besser als die neue, weil sie der Romanvorlage treu geblieben ist. Selbst die Dialoge erkennt man wieder aus dem Buch, und die Figuren sind facettenreich mit viel Tiefgang gezeichnet. Wer die Romane und die wunderbare Sprache von F. Scott Fitzgerald liebt kommt voll auf seine Rechnung.
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am 9. September 2013
Der große Gatsby ist die gelungene Verfilmung des gleichnamigen Romans von Francis Scott Fitzgerald. Der Film besticht durch namhafte Schauspieler wie z.B. Robert Redford, Mia Farrow, Bruce Dern. Allerdings kommt die Durchzeichnung der Charaktere im Film nicht so recht rüber, im Buch ist es besser. Aber trotzdem ist der Film gut gelungen. Es ist ein Film der großen Gefühle, es ist ein Film über die swingenden 20er Jahre und er endet mit einem großen tragischen Irrtum.
Die Bildqualität ist in Ordnung, gutes nicht grobkörniges Bild, allerdings die Tonspur in deutsch ist nur in Mono.
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am 22. November 2013
Auslöser, sich diesen Film anzuschauen war der Kinobesuch bei dem neuen "Gatsby" mit Leo di Caprio, der furiose Bilder und irre Sounds lieferte. Aber: Das Original ist viel sensibler, vielschichtiger, schauspielerisch hochwertiger und steht der Neuauflage in puncto Kostümen und Dekoration in keinster Weise nach - eher beeindruckender, da besser zu sehen aufgrund normaler Einstellungen....
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am 5. Februar 2015
Diese betagte Romanverfilmung hat es natürlich schwer, sich gegen Baz Luhrmans Partyspektakel mit Leo di Caprio zu behaupten, aber gerade in der Figurenentwicklung sehe ich die Fassung mit Redford und Farrow weiter vorne:

Besonders am Ende konzertriert sich Luhrman m.E. zu sehr auf Gatsbys Schicksal und hat Szenen, die danach die anderen Figuren "re-visiten", in den "deleted scenes"-Eimer ausgemistet. Dabei sind es gerade diese Stellen, welche die Verlogenheit der gesamten partygeilen Oberschicht des Romans herausstellen: menschliche Einzelschicksale sind hier völlig ersetzbar, so lange nur der schöne Schein aufrecht erhalten wird und das Geld weiterfließt. Die Redford-Version arbeitet diese zentrale Doppelbödigkeit der gesamten Figuren deutlich besser heraus.

Natürlich wirkt die Inszenierung der älteren Verfilmung recht bieder gegen die "in your face!"-Inszenierung Luhrmans, die sich aber auch Anachronismen vorwerfen lassen muss: Ja, Techno ist quasi der Swing der späten 90er Jahre, aber historisch inkorrekt ist er als Partymusik der 20er dann eben doch. Und: Die 90er sind schon eine Weile vorbei.

So oder so: Beide Verfilmungen haben ihre Stärken, und die allgemeine Inszenierung und das Spiel der Darsteller ist in beiden sehr gelungen. Ich empfehle, beide nacheinander zu sehen.
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am 28. November 2013
dieser film hat mir auch sehr gefallen,ist sehr gut restauriert.redfort ,farrow sind einfach klasse.man merkt dem film 20jahre nicht an ton und schärfe sind sehr gut .bin von diesem und der neuverfilmung mit de caprio begeistert
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am 5. September 2015
Der große Gatsby hat ein Riesenanwesen gebaut, um seine Ex Daisy wiederzugewinnen - obwohl die inzwischen den Millionär Buchanan heiratete. Gatsby darf sie küssen, aber so ganz zu ihm zurück kehrt sie einstweilen nicht. Dann kommt es zum mehrstufigen Showdown.

Robert Redford spielt Gatsby wie eine gutaussehende, leicht sedierte Schaufensterpuppe. Gefühle kann er nicht zeigen, und die vielen Großaufnahmen seines starren Model-Konterfeis machen es nicht besser.

Mia Farrow zeigt Daisy als hohle, exaltierte Nuss. Einige Partyszenen wirken lebendig, doch in ernsten Szenen scheinen die Darsteller manchmal neben sich zu stehen und auf Regieanweisungen zu warten. Schwung hat der Film gar nicht, auch keinen ruhigen Fluss; er schleppt sich dahin, rumpelt von einer Szene zur nächsten, über 144 Minuten. (Regie Jack Clayton, weitere Darsteller Karen Black, Bruce Dern, Scott Wilson, Lois Chiles und Sam Waterston.)

Die historischen Kostüme erhielten einen Oscar - wie später auch die Ausstattung der Gatsby-Variante von 2013 (Regie Baz Luhrmann). Doch anders als bei Luhrmann erklingt in der 1974-Version nur zeitgenössische Bigbandmusik aus den 1920er Jahren, u.a. von Irving Berlin - und die erhielt ebenfalls einen Oscar.

Vergleich zum Roman:

Skriptautor Francis Ford Coppoloa verwendet sehr viel Text 1:1 aus der Roman-Vorlage Der große Gatsby von F. Scott Fitzgerald (Coppola hatte die Aufgabe von Truman Capote und Gore Vidal übernommen, sagte jedoch lt. englischer Wikipedia, der Film weiche stark von seinem Drehbuch ab). Den Bericht des Ich-Erzählers aus dem Roman setzt der 74er-Film teils in Dialoge um. So hört man den Ich-Erzähler nur noch am Anfang und Ende des Films aus dem Off reden (in der 2013er-Luhrmann-Version erzählt er viel mehr). Manche Dialoge wandern an andere Stellen im Ablauf.

In kleinen, aber teils wichtigen Details weicht der 1974er-Film vom Roman ab. Zum Beispiel, als Nick nachts vor dem Haus der Buchanans überraschend auf Gatsby stößt, fehlt eine wesentliche Entwicklung; sie wird später nachgeliefert, verliert durch die Verschiebung jedoch an Schlagkraft. Auch die erste, im Roman originelle Begegnung zwischen Ich-Erzähler und Gatsby wandelt der Film deutlich ab.

Die Luhrmann-Verfilmung von 2013 gibt solche Details getreuer wieder, wenn auch stets mit schrillem Stil. Allerdings verzichtet Luhrmann ganz auf die letzten Romanseiten, u.a. mit Gatsbys Vater ' bringt aber anders als die 74er-Ausgabe den berühmten Schlusssatz des Romans. Beide Filme arbeiten die Beziehung zwischen Nick und Jordan nicht heraus, in der Fassung von 1974 erscheint sie nur geringfügig deutlicher. Mehr Links, Hintergründe & Updates in meinem Blog.

"Tumber, als er dürfte..." ' deutsche Kritiken:

Die Zeit, Wolf Donner, 1974, vorab mit Hintergründen zu Produktion und Vermarktung:

'Der große Gatsby' ist dennoch keine filmische Sensation geworden, sondern die klassische Fallstudie dafür, wie man einen Kassenerfolg programmieren und lancieren kann... ein Film als Laufsteg und Modenschau, als demonstratives Zurschaustellen wunderschöner Kostüme und Dekors... Nostalgie mit Ausrufezeichen

Der Spiegel 1974 ebenfalls vorab zu Produktion und Vermarktung:

Das Raffinement der Ausstattung geht verloren bei einer Regie ganz ohne Raffinement. Mia Farrow als Daisy wirkt verhuscht und zuweilen nicht ganz zurechnungsfähig; Robert Redford gibt sich tumber, als er dürfte... Die wörtlichen Fitzgerald-Zitate bleiben Rezitation: Auch hier macht das Echte noch kein echtes Kino... Brausenden Beifall gab es bei der Uraufführung nur für eine Szene: als Tom Buchanan einen Rolls-Royce auftankt und ihm der Tankwart ganze 40 Cent dafür abverlangt. Ein Zuschauer: "jetzt wissen wir endlich, was Nostalgie ist."

IMDB: Zuschauerwertung 6,4 von 10, 18274 Stimmen
Amazon.com: Zuschauerwertung 4,1 von 5, 799 Stimmen
Rotten Tomatoes: Kritikerzustimmung nur 41 Prozent, 13 positive Besprechungen, 19 Verrisse (mit englischen Kritikerzitaten)
Metacritic: Kritikerzustimmung nur 43 Prozent bei 5 Kritiken (mit englischen Kritikerzitaten, jeweils September 2015)

"A long, slow, sickening bore..." ' englische Besprechungen:

Time Magazine 1974:

The film is faithful to the letter of F. Scott Fitzgerald's novel but entirely misses its spirit. Much of Fitzgerald's prose has been preserved, especially in Nick Carraway's narration, but it only gives the film a stilted, stuffy...

New York Times, Vincent Canby, 1974:

((The film)) moves spaniel-like through F. Scott Fitzgerald's text, sniffing and staring at events and objects very close up with wide, mopey eyes, seeing almost everything and comprehending practically nothing... The language is right, even the chunks of exposition that have sometimes been turned into dialogue. The sets and costumes and most of the performances are exceptionally good, but the movie itself is as lifeless as a body that's been too long at the bottom of a swimming pool...

Vanity Fair 2013:

Like many films that are extravagantly promoted, it did well enough at the box office, though no one was particularly enthusiastic about it'critics or audiences... The film remains handsome and lavish-looking. Visually, it hasn't dated much... ((Über Redford:)) One wishes he were a more supple actor, though, in the more romantic and tremulous scenes. He never really bleeds, just nicks...

Roger Ebert 1974 gibt 2,5 von 4 Sternen:

A superficially beautiful hunk of a movie with nothing much in common with the spirit of F. Scott Fitzgerald's novel. I wonder what Fitzgerald, whose prose was so graceful, so elegantly controlled, would have made of it: of the willingness to spend so much time and energy on exterior effect while never penetrating to the souls of the characters. It would take about the same time to read Fitzgerald's novel as to view this movie -- and that's what I'd recommend. The movie is "faithful" to the novel with a vengeance -- to what happens in the novel, that is, and not to the feel, mood, and spirit of it.

Vanity Fair 1973:

The fascinating physical beauty of the $6 million-plus film complements the utter shallowness of most principal characters from the F. Scott Fitzgerald novel.

Vogue 2012:

Back in 1974, Ralph Lauren costumed a big-screen version of The Great Gatsby, starring Mia Farrow (as Daisy Buchanan) and Robert Redford (as the titular Gatsby). Lauren's designs were a huge success. They sparked a craze for fluttery bias-cut tea dresses and kindled a longing for vintage... His Spring 2012 collection is an homage to the world he helped create so indelibly all those years ago, with a gentle, romantic, yet moneyed look: ruffled georgette blouses; slithery, slippery bias-cut dresses; charmeuse wide pants so light and fluid they were like lingerie in trouser form; the cross-body purse wittily reinterpreted as a bag that looked like a fringed silk shawl; and strappy pearl python sandals on metallic high heels that evoked the Chrysler Building

New Republic 1974:

Every single aspect of the new film is bad. Even Robert Redford, fine actor and attractive man, presents a Gatsby who is a dopey mooner... The script by Francis Ford Coppola turns Fitzgerald's suggestions into blatancies; for instance Nick is escorted into Gatsby's presence for their first meeting as if it were a scene out of The Godfather (by Coppola) instead of the original casual surprising encounter... wretched performances... ((Regisseur)) Clayton slam-slam-slams an enormous number of enormous close-ups at us, quite pointlessly, which is rather as if a composer worked steadily in loud chords. In sum this picture is a total failure of every requisite sensibility. A long, slow, sickening bore.

Fitzgeralds Tochter Scottie 1974 in People:

When I first saw Mia Farrow on the set I thought she was ravishing, just breathtaking... she looked just like my father's Daisy Buchanan should look... Redford is so charming... he's, oh, just about the most attractive man I've ever met. I sold the movie rights to Gatsby for $350,000'my father never made more than $50,000 out of it in his whole life-time. I had to read the book again, line by line, when I got the second screenplay, by Francis Ford Coppola [the first was a rejected effort by Truman Capote]. There seemed to be a hint of violence in Coppola's version, above and beyond the book. Gatsby is so subtle, and today everything is sex and violence. There is lots of implicit sex in the book, but I have an old-fashioned horror of what's going on in movies today. And I surely didn't want Gatsby turned into that sort of thing.
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