Der Film ist natürlich ein Klassiker, einerseits unter allen Filmen Chaplins, andererseits in der Welt der parodierenden Filme, die das Dritte Reich zum Hauptopfer ihrer Possen nehmen. Viele Parallelen bezüglich des Dritten Reiches lassen sich hier vorfinden: Die Worte sind ähnlich, wie z.B. der Führer Adolf Hitler wird zu Anton Hynkel oder aber die Worte bleiben gleich, wie "Blitzkrieg" oder "Sauerkraut". Der Film wurde verschieden aufgefasst - in der amerikanischen Welt wurde Chaplin der Kriegshetze bezichtigt, andere wiederum empfanden den Film als den vielleicht wichtigsten Film aller Zeiten. Hitler hat "Der große Diktator" sogar persönlich zwei Mal angefordert, jedoch bleibt umstritten, ob er ihn wirklich gesehen hat oder nicht. Jede nazistische Gewohnheit wird im Film auf den Arm genommen, die Rassenproblematik bleibt jedoch bestehen und die Schere zwischen Juden und Ariern wird im Film auch behandelt und hierbei werden die Namen der beiden "Rassen" auch wörtlich übernommen. Die bekannteste Szene ist wohl die, als Hynkel vor den Mikros sich aufspielt und wie Hitler redet, indem er eine Mischung aus englischer und deutscher Sprache anwendet, die sich im Film als "Tomanisch" erweist. Die Mikros verbiegen sich bei Hynkels lauter Stimme, er gestikuliert übertrieben und schreit dementsprechend herum, gleichzeitig wendet er sich an Feldmarschall Hering (Bezug auf Hermann Göring) und Dr. Gorbitsch (Bezug auf Joseph Goebbels). In dieser Szene trägt er die berühmte Mütze, die das Doppelkreuzsymbol zeigt, das auch den Hintergrund bei seiner Rede ziert. Der berühmt berüchtigte Satz "Demokratie Schtonk, Liberty Schtonk, Free Sprecken Schtonk" kommt hierbei heraus, etwas, das bis heute Kult ist und 1992 als Vorlage für den satirischen Film "Schtonk!" diente, der die Hitler-Tagebuch-Affäre thematisiert.
Man kann also sagen, dass es eine gelungene Parodie ist, die, obwohl der Krieg ein Verbrechen war, zeigt, dass man trotzdem über die Lächerlichkeit der Person Adolf Hitler lachen kann. Charlie Chaplin ist für dies Rolle perfekt geschaffen mit seinem kleinen Adolfbärtchen und seinen großen Augen, nicht zuletzt aufgrund seines schauspielerischen Talents, er bleibt eine Legende.
Dieser Text wurde von einer 18-jährigen verfasst.