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Der große Beutezug: Chinas stille Armee erobert den Westen Gebundene Ausgabe – 3. Februar 2014

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Klappentext

China weitet seine Machtsphäre mit skrupellosen Methoden unaufhaltsam aus: Schmuggel, Korruption, Menschenhandel und die Unterstützung von Diktaturen gehören zum Instrumentarium eines Regimes, das seine Interessen mit brutaler Gewalt vertritt und seinen Rohstoffhunger rücksichtslos befriedigt – mit Konsequenzen auch für uns. Das Land stützt sich dabei auf ein Heer von Chinesen, die jetzt in alle Welt ausschwärmen oder schon lange im Ausland tätig sind. Chinas »stille Armee« besteht aus unscheinbaren Händlern, die die billigen Arbeitskräfte vor Ort gnadenlos ausbeuten, und Arbeitern, die unter unmenschlichen Bedingungen schuften. Die Journalisten Juan Pablo Cardenal und Heriberto Araújo haben zwei Jahre lang 25 Länder bereist und liefern die erste umfassende Zusammenschau der chinesischen Expansion, die uns immer bedrohlicher näher kommt.

Buchrückseite

»Die unerbittlich voranschreitende Expansion Chinas mit ihrer globalen Zielsetzung wird durch die Wirtschaftskrise im Westen zusätzlich vorangetrieben. Mehr noch, die Krise hat die Präsenz Chinas nicht nur in den Entwicklungsländern verstärkt, sondern auch dazu geführt, dass der asiatische Riese nun an die Tore Europas klopft, wo sich ihm aufgrund der wirtschaftlichen Probleme ganz neue Möglichkeiten eröffnen.
Die Eroberung des Planeten durch China ist also in seine zweite Phase getreten: den progressiven Eintritt in die westlichen Märkte. China setzt dazu die unbestreitbare Macht seines Staatskapitalismus ein: unerschöpfliche finanzielle Ressourcen, Einfluss und Überzeugungskraft seiner Diplomatie, die nicht immer zuverlässige Kompetenz seiner genossenschaftlichen Großbetriebe, Intelligenz und Tatkraft von Millionen unermüdlicher Unternehmer und die wachsende Nachfrage nach chinesischen Produkten, mit denen es immer schwieriger wird zu konkurrieren.«
Juan Pablo Cardenal und Heriberto Araújo


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Kundenrezensionen

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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von TWJ am 2. März 2014
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Ein Drittel aller Supermärkte in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires gehört chinesischen Einwanderern, die ihre Wettbewerber aus Frankreich und den USA gnadenlos unterbieten, weshalb immer mehr Argentinier bei den Chinesen kaufen. An die neunzigtausend Chinesen leben heute schon in Argentinien, und es werden jedes Jahr mehr. Sie arbeiten Tag und Nacht, verhandeln hart, sind innovativ, kundenfreundlich und haben rund um die Uhr auf. Dem hatten die Argentinier mit ihren Tante–Emma-Länden und ihrer Mañana-Mentalität nichts entgegenzusetzen, weshalb Argentinier im eigenen Land heute kaum noch Lebensmittelläden besitzen.

In Ecuador und Venezuela sieht es auch nicht besser aus, da bekommen die linkspopulistischen Regierungen vom Internationalen Währungsfonds keine Kredite mehr, also gehen sie zu den Chinesen, die ihnen Milliarden leihen, wenn sie im Gegenzug dafür die Naturschätze beider Länder ausbeuten dürfen. In Afrika spielt sich dasselbe in Grün ab. In Nigeria, Mozambik und im Sudan kommen die Chinesen mit Koffern voller Geld, bauen Straßen, Kliniken und Flughäfen und lassen sich im Gegenzug dafür Schürflizenzen für Edelmetalle und strategisch wichtige Rohstoffe wie Kupfer, Wolfram und Mangan geben.

Nach den chinesischen Banken und den Staatsfirmen kommen die chinesischen Unternehmer, erst die ganz Großen, dann die Mittelständler und am Schluß die Hausierer. Kairo wird jeden Tag von Hunderten von Chinesen durchstreift, die von Handkarren aus Krawatten, Strickjacken und Unterhosen verkaufen, billig Röcke schneidern oder einem Schmuck andrehen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von M. Lehmann-Pape am 21. März 2014
Format: Gebundene Ausgabe
Die Augen der Welt richten sich aktuell eher gen Osten Europas und verfolgen misstrauisch die Expansionspolitik Putins.

Doch schon seit langem ist klar, dass die „zweite“ Weltmacht (oder, eigentlich, die erste Weltmacht, sieht man sich die Schulden Amerikas in China an) in China heranwächst und zu finden ist.

Seien es die rigorosen Niederschlagungen von „Aufständen freier Meinung“, seien es die unverhohlenen Plagiate „auswärtiger“ Technik, sei es vor allem, eher in der Stille, die immensen Landkäufe und Kooperationen mit einem Schwerpunkt in Afrika, bei denen die „Hände“ Chinas, das unermüdliche und unerschöpfliche Reservoir der Arbeiter, sich kräftig ausstrecken nach Land, Nahrungssicherung, Rohstoffen, Einfluss, Macht.

Dies ist vielleicht die eigentliche, öffentlich nicht genügend diskutierte „Expansion“ des Milliardenreiches, die, wie im Buch auch herauszulesen, zu oft hinter dem hohen Wirtschaftswachstum Chinas selbst mit all seinen Folgen für Mensch und Umwelt, verschwindet.

Wenn es für den Rest der Welt nicht so bedrohlich wäre, müsste man China eine äußerst kluge Politik bescheinigen mit dem einzigen Ziel, dem Land und seiner Führung die Zukunft umfassend und stabil zu sichern. Und das natürlich nicht nur in Afrika sondern an allen lohnenden Orten der Welt, in vielen Schwellenländern und auf vielen Kontinenten.
Mit deutlichen Folgen schon mittelfristig für den „Rest der Welt“ was endliche und seltene Rohstoffe angehen wird, was aber auch ganz simpel und einfach die Nahrung und Nahrungssicherung betrifft.
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Von Jouvancourt HALL OF FAME REZENSENTTOP 50 REZENSENT am 4. Februar 2014
Format: Gebundene Ausgabe
*
Kaum jemand hat mehr Hintergrundwissen als diese beiden Autoren: Juan Cardenal, seit 10 Jahren spanischer Wirtschaftsreporter mit Sitz in Hongkong, Heriberto Araújo, Reporter seit 2007 in Peking. Ihr Buch ist eine tiefgehende Investigation in die Expansionspolitik des Reichs der Mitte und erscheint heute endlich auch in deutscher Sprache!

China muss keine militärische Großmacht sein, um die Welt zu erobern! Längst haben sich kleine chinesische Händler, große chinesische Firmen oder Investmentgruppen in alle Länder dieser Erde eingekauft! Geradezu unvorstellbare Summen werden für den Aufbau von chinesischen Kaufzentren in den entlegensten Erdteilen aufgebracht und in manchen Ländern kontrollieren Chinesen bereits 80% des Lebensmittelhandels, wenn nicht des gesamten Handels! In Dubai gibt es ein chinesisches Einkaufszentrum auf 15 Hektar mit 4000 Geschäften, in Wladivostok ein EKZ mit 4 Hektar und 1000 Geschäften. Auf der französischen Insel Réunion sind 95% der 75 Supermärkte in chinesischer Hand, in Argentinien sind seit 1991 sage und schreibe 8900 Supermärkte von China kontrolliert. In Peru beherrschen 8 chinesische Gruppen 295 Minenkonzessionen, in Europa und USA werden allen großen Firmen Kaufangebote gemacht und in Afrika werden ganze Landstriche aufgekauft. Nach Angola wurden in den letzten Jahren hunderttausende von chinesischen Sträflingen geschickt, um dort Infrastrukturen aufzubauen. Die kolonialen Erfolgsmuster der Europäer des 19. Jahrhunderts werden dort kopiert und perfide umgesetzt: Abhängigkeiten, Billigprodukte und miserable Löhne.

Die chinesische Supermacht wird unterschätzt.
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