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Der grüne Heinrich: Erste Fassung (insel taschenbuch) [Sondereinband]

Gottfried Keller
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

30. Oktober 1978 insel taschenbuch (Buch 335)
Die Stoffe zu diesem Roman entnahm der Autor seiner eigenen Kindheit und Jugend. Er erzählt die Lebensgeschichte eines Künstlers, der sich allen äußeren Widerständen zum Trotz behaupten will und letztlich doch an der Realität scheitert.

Hinweise und Aktionen

  • Gewinnen Sie einen Weber Grill: Lösen Sie das Buchstabenrätsel und nehmen Sie am Gewinnspiel teil - nur bis zum 30. Juni 2013.


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Produktinformation

  • Sondereinband: 865 Seiten
  • Verlag: Insel Verlag; Auflage: 11 (30. Oktober 1978)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3458320350
  • ISBN-13: 978-3458320357
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 10,9 x 3,3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 588.330 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»›Der Grüne Heinrich‹ ist bei aller historischen Distanz – ein faszinierender und insgesamt durchaus fesselnder Roman. Vom Typ her handelt es sich wie gesagt um einen Bildungs- oder Entwicklungsroman, wie er ja auch heute noch verfasst wird, wenngleich im Detail sicher anders als vor etwa 150 Jahren. Dass Gottfried Keller, der selbst einmal als Mahler angefangen hatte, ein großer und angesehener Schriftsteller wurde, das kann man hier gut nachvollziehen. Er schildert natürlich Zustände, die für ihn und seine unmittelbaren Leser – anders als für uns – zeitgenössische Zustände waren, wenngleich er sowohl für die Schweizer wie auch für die deutschen Szenen immer wieder gerne historische Dimensionen einarbeitet; vielleicht macht es uns diese inhärente historische Komponente sogar leichter, uns auf diesen Roman einzulassen, der inzwischen natürlich als Ganzes ein historischer Roman geworden ist. Nehmen Sie sich also die Zeit und die Muße, auch einmal wieder einen Klassiker der Romanliteratur zu lesen; es lohnt sich, auf diese Weise die moderne Hektik hinter sich zu lassen.«
Radio Darmstadt 18.02.2007 -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Über den Autor

Gottfried Keller wurde am 19. Juli 1819 in Zürich geboren und starb dort am 15. Juli 1890.
1840-42 Ausbildung als Landschaftsmaler in München. 1842 Rückkehr nach Zürich. 1844/45 Teilnahme an der Freischärlerbewegung gegen Luzern. Bekanntschaft u. a. mit Ida Freiligrath und Georg Herwegh. 1848 Studium der Geschichte, Philosophie und Literatur in Heidelberg. Begegnung mit Hermann Hettner und Ludwig Feuerbach. 1850-55 in Berlin. Ab 1855 in Zürich als freier Schriftsteller. 1861-76 erster Staatsschreiber in Zürich. Freundschaft mit Jacob Burckhardt, Arnold Böcklin und Conrad Ferdinand Meyer. Briefkontakt zu Theodor Storm und Paul Heyse.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zwischen Realität und Einbildungskraft 16. Februar 2011
Format:Taschenbuch
Die erste Fassung ist hauptsächlich als Er-Erzählung konzipiert und fängt mit Heinrichs Reise nach München an. Die Münchner Episoden werden durch den langen Einschub seiner "Jugendgeschichte" (in Ich-Form) unterbrochen. Er kehrt desillusioniert in die Schweiz zurück. Die Mutter ist bei seiner Ankunft bereits tot. Von Schuldgefühlen heimgesucht, findet er keinen Willen zum Leben mehr; der Roman schließt mit seinem Tod.
Verglichen mit der zweiten Fassung ist die erste leidenschaftlicher und farbenreicher. Die Angriffe auf Kirche, Schule und Staat sind heftiger, Judiths Sinnlichkeit wird noch stärker zur Geltung gebracht. Beiden Fassungen gemeinsam ist die Heinrichs Lebenserfahrung durchziehende Problematik des Verhältnisses zwischen Realität und Einbildungskraft.
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17 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hinterlässt einen nachhaltigen Eindruck 12. Februar 2002
Von Ein Kunde
Format:Sondereinband
Der Bildungsroman "Der grüne Heinrich" von Gottfried Keller
beschreibt in ungewöhnlicher Weise den Lebensweg von Heinrich,
der es sich zum Ziel gesetzt hat, Landschaftsmaler zu werden.
Eindringlich werden die Selbstzweifel und die finanziellen
Barrieren geschildert bis Heinrich sich in München weiterbilden
darf. Zu spät erkennt er, dass er den falschen Weg eingeschlagen
hat.
Dieser Roman des poetischen Realismus beeindruckt durch sein
Ende und hat bei mir einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.
In diesem Werk kann sicherlich jeder ein Stück wiederfinden, sei
es bei Schwierigkeiten in der Berufswahl oder anderen Hürden des
Lebens.
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14 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Aus einer anderen Zeit, für eine andere Zeit. 23. Juli 2004
Format:Sondereinband
Peter Bichsel hat einmal gesagt, ein Roman brauche ein gewisses Mass an Spannung. Joseph Conrad biete für ihn genau das richtige Mass. Ich brauche noch weniger.

Kellers "Grüner Heinrich" indessen hat auch meine Schwelle unterschritten. Häufig reicht für die Spannung schon ein starker Protagonist. Hier indessen wird sie korrumpiert mit Reflexionen, Weltanschaulichem, Geschichtlichem und Geographischem. Kürzlich hat ein Kritiker geschrieben, das Buch beginne mit der Abreise. Quark! Erst auf Seite 20 wird der Koffer gepackt. Oder sind wir Heutigen einfach zu ungeduldig?

Ist es ein Entwicklungs- oder Bildungsroman? Sehr weit kommt der Heinrich nicht, wenn man einmal vom Wandel des Gottesbildes absieht und dem Entschluss, doch kein Maler zu sein. Die Beziehung zu den Frauen ist bis zum Ende eine einzige Kalamität: Von Anna bis zu Dorothea ist der Wandel minim. Die Goethelektüre allein macht noch keinen Bildungsroman.

Genauer ist es darum eine Geschichte des Scheiterns. Heinrich scheitert aber nicht an der Realität. Er scheitert an sich, an seiner Fahrigkeit, seiner Verantwortungslosigkeit, der fehlenden Entschiedenheit, Kraft und Insistenz.

Die Lektüre hat sich dennoch gelohnt. Und immerhin ist es einer der wichtigsten Longseller aus der Schweiz, den wir nicht allein den Germanisten überlassen wollen.

Im hinteren Teil übrigens erzählt Keller zügiger und unterhaltsamer, etwa von da an, wo Heinrich seine Arbeitsmappe verscherbelt.
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9 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zuviel Wollen 2. August 2004
Von Klaus Grunenberg VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Wenn ein Autor etwas zuviel will, dann gelingt es ihm so wie Gottfried Keller im "Grünen Heinrich". Nämlich das Zuviel wird dann langatmig und der Leser legt das Werk mitunter einfach zur Seite.

Damit ist jedoch nicht alles gesagt, denn im Werk, das Mitte des 19. Jahrhunderts entstand, ist natürlich viel mehr enthalten, als man gemeinhin annehmen kann.

Keller geht z.B. das Geottesbild an, und zwar immens.
Das Deutsche in der Kunst, vor allem in der Literatur hat es ihm ebenfalls angetan und der heutige Leser ist natürlich informiert darüber, was trotz des deutschen Wesens inzwischen alles passierte.

Somit könnte man das Buch wirklich zur Seite legen, wenn nicht Einiges drinnen vorhanden wäre, was wirklich auch heute auch noch interessant ist.

Nämlich der Versuch, ehrlich ein Sittengemälde zu liefern, das auch Psychologisches enthält.

Allein die Beschreibung der Jugend, der schulischen Verhältnisse damals, der religiösen Eigenarten (nicht nur in der Schweiz), des insgesamt doch militärischen Gehabes usw. gibt ein Bild davon, wie bürgerlich (ähnlich wie heute!) man doch empfand und handelte.

Bauern und Bürger sind die Gestalten, an denen er sich reibt, weniger die Arbeiter.

Das Verhältnis zum anderen Geschlecht wird wirklich sehr spröde dargestellt. Da gibt es zeitlich anderes bei Stendhal z.B.oder bei Flaubert.

Insgesamt aber ist alles doch wiederum nicht uninteressant.

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