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Der größte Raubzug der Geschichte: Warum die Fleißigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden [Broschiert]

Matthias Weik , Marc Friedrich
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (97 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

30. Mai 2012
HERZLICH WILLKOMMEN auf einer spannenden Reise in die Welt des Wahnsinns, der Lügen, des Betrugs und der größten Kapitalvernichtung, die die Menschheit je erlebt hat. Vor unseren Augen findet der größte Raubzug der Geschichte statt, und wir alle sind seine Opfer. Die Reichen in unserer Gesellschaft werden immer reicher, während alle Anderen immer ärmer werden. Die Autoren fragen: Wie entsteht überhaupt Geld? Wie kommen Banken und Staat eigentlich zu Geld? Warum ist das globale Finanzsystem ungerecht? Tragen tatsächlich nur die Banken die Schuld an der aktuellen Misere oder müssen auch die politischen Entscheider zur Verantwortung gezogen werden? Warum steht das größte Finanz-Casino der Welt in Deutschland, und kaum jemand weiß darüber Bescheid? Ist der Euro nicht letztlich doch zum Scheitern verurteilt? Sind Lebens-, Rentenversicherungen, Bausparverträge und Staatsanleihen noch zeitgemäße Investments? Dienen Finanzprodukte dem Kunden oder nur der Finanzindustrie? Was bedeutet es, wenn ein Staat Bankrott geht? Wer profitiert eigentlich von den Schulden unseres Staates? Kann ewiges Wachstum überhaupt funktionieren? Dieses spannende und engagierte Buch gibt nicht nur verunsicherten Anlegern Antworten. Es zeigt auf, welche Kapitalanlagen jetzt noch sinnvoll sind, und von welchen nur die Finanzindustrie profitiert. Schon die nächsten Monate könnten für das finanzielle Schicksal von Staaten und deren Bürgern entscheidend sein. Auch Sie sind betroffen: Wer jetzt nicht richtig handelt, steht vielleicht bald mit leeren Händen da. Doch jede Krise hat auch ihre Chance. Sorgen Sie dafür, dass Sie nicht zu den Verlierern gehören!

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Der größte Raubzug der Geschichte: Warum die Fleißigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden + Showdown: Der Kampf um Europa und unser Geld
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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Pressestimmen

„Das spannende Sachbuch schlägt den Bogen von den großen Problemen der Weltwirtschaft zu den Geld-Fragen, die wir uns alle stellen.“ (PM Magazin) „Recht reißersich, aber pointiert und sogar mit Praxistipp.“ (manager magazin); “Anlagetipps in einer unsicheren Zeit.” (Handelsblatt); “Anekdotenreiches Lehrstück: Wie Gier nach schnellem Geld unweigerlich zu Blasen und später in die Krise führt.” (€uro); "Fazit: Matthias Weik und Marc Friedrich ist mit “Der grösste Raubzug der Geschichte” ein großes, absolut lesenswertes Buch über das Finanzsystem gelungen, in dem wir leben müssen." (Smart Investor); “Europaweit interessiert man sich inzwischen für das Buch mit dem ketzerischen Titel “Der größte Raubzug der Geschichte” der beiden bis dato unbekannten jungen Autoren Marc Friedrich und Matthias Weik.” (SWR Landesschau); „Auch zeigen Weik und Friedrich Fehlentwicklungen in der Finanzbranche auf und geben Anlegern nützliche Warnungen.“ (Neue Züricher Zeitung); „Wer aber ungeschönte Worte und Wahrheiten über die Finanzkrise von zwei Bestsellerautoren hören will, sollte das Interview mit Matthias Weik und Marc Friedrich über den ‚Grössten Raubzug der Geschichte‘ lesen“. (Stuttgarter Nachrichten); „Wir wollten kein trockenes Finanzbuch schreiben“, sagen die beiden. Das ist ihnen zweifellos gelungen. Sie verwenden eine junge Sprache, um auch junge Leser anzusprechen. Denn diese werden nach Ansicht der Autoren vom Crash besonders hart getroffen werden. (Südkurrier); In "der größte Raubzug der Geschichte" erklären Marc Friedrich und Matthias Weik die Ursachen der Krise, angefangen mit der Antwort auf die Frage, wie Geld eigentlich entsteht und was die Banken diesbezüglich fabrizieren. Die Reise führt vom Vorkrisenjahr 2007 über die Subprime-Krise bis zur Frage, wie jeder Einzelne verhindern kann, ein Opfer des Systems zu werden - sprich, die Zeche für das "Schindluder", das die Banken betreiben, zu zahlen. (FORMAT); “Auch die Tipps, welche Kapitalanlagen noch sinnvoll sind und von welchen nur die Finanzindustrie profitiert dürften von Interesse sein.” (Börsenblatt); „Die beiden Wirtschaftswissenschaftler Marc Friedrich und Matthias Weik treffen mit ihrem spannenden Buch zur Finanzkrise offenbar einen Nerv der Zeit“. (Die Oberhessische Presse); „Im Buch werden komplexe Sachverhalte verständlich, klar und spannend geschildert.“ (Preußenspiegel); „Die Autoren pieksen in Wespennester, nennen Entscheidungsträger und entschleiern, was Banken nie eingestehen würden.“ (Aachener Zeitung); „Die Wahl des Titels ist bestechend. Wer Nachhilfe in Fragen der Finanzkrise braucht, ist bei dem Buch Der größte Raubzug der Geschichte gut aufgehoben". (Die Rems-Murr Rundschau); “In ihrem Buch beleuchten die Autoren die Ursachen und Hintergründe des Zusammenbruchs und sie machen deutlich: Die Krise ist noch längst nicht vorbei.“ (Fränkische Nachrichten); “Den beiden Autoren geht es vor allem um eines, nämlich allen interessierten Menschen, ob alt oder jung, das Phänomen zu erklären.” (Meraner Stadtanzeiger); “Die beiden Wirtschaftsprofis erklären auch für Laien verständlich, was derzeit global und national passiert.” (Mitteldeutsche Kirchenzeitung) “Ihr Buch analysiert die Finanzkrise der letzten Jahre schonungslos, und so, dass auch einfache Bankkunden verstehen, was gerade geschieht.” (Evangelisches Gemeindeblatt für Württemberg); “Dem Leser werden, vielleicht zum ersten Mal, die Grundzüge unseres Wirtschaftssystems wirklich klar und er erkennt die ersten Fehler, die dann zu den jeweiligen Krisen führten.” (GeVestor); „Auf 380 Seiten präsentieren Weik und Friedrich das Ergebnis ihrer zweijährigen Recherche zur Finanzkrise und ihren Auswirkungen: Spannend, witzig und interessant erläutern sie die Ursachen und Folgen der Krise – ohne Fachchinesisch, dafür aber mit einer Prise Zynismus.“ (Altmark-Woche); „Die Bankenkrise verständlich zu erklären, ist eine Sisyphus-Aufgabe – MatthiasWeik und Marc Friedrich gelingt das in ihrem dementsprechend dicken Sachbuch.“ (südtirol - panorama – Das Wirtschaftsmagazin); „Dieses spannende und engagierte Buch gibt nicht nur verunsicherten Anlegern Antworten. Es zeigt auf, welche Kapitalanlagen jetzt noch sinnvoll sind, und von welchen nur die Finanzindustrie profitiert.“ (IHK-Magazin - Wirtschaft Nordhessen).

„Die Wahl des Titels ist bestechend. Wer Nachhilfe in Fragen der Finanzkrise braucht, ist bei dem Buch Der größte Raubzug der Geschichte gut aufgehoben". (Die Rems-Murr Rundschau)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
129 von 142 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich! 6. Juli 2012
Von A.G.
Format:Broschiert|Von Amazon bestätigter Kauf
Endlich, weil Ich lange nach einem Buch wie diesem gesucht habe!
Es ist ein rein faktenbasiertes Buch und fast schon ein Lexikon zur Finanzkrise.
Sozusagen ein Guide zur Krise.

Am Anfang war ich wegen des reißerischen Titels eher skeptisch, aber da es in den Rubriken Finanzbücher und Business und Karriere eine sehr gute Platzierung hat, habe ich es doch gekauft und bin begeistert. Wenn man das Buch dann gelesen hat, gibt es auch kein passenderen Titel als der größte Raubzug der Geschichte, denn es ist tatsächlich der größte Raubzug der Geschichte der gerade vor unseren Augen abläuft.

In diesem umfassenden und überraschend unterhaltsam geschriebenen Buch ist alles enthalten.

Es sind eigentlich mehrere Bücher in einem:

1. Geldtheorie: Es wird anschaulich und deutlich erklärt was Geld ist und wie Geld heutzutage geschaffen wird (aus dem Nichts)
Dies wurde mir seltsamerweise in meinem Studium nicht erklärt wobei es eigentlich so essentiell ist.
Richtig und wichtig finde ich das Zitat im Buch von Henry Ford: Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.
Und in diesem Buch wird das Geldsystem einfach und für jedermann verständlich erklärt.

2. Die Gründe und die Entstehung der Finanzkrise wird akribisch beschrieben und detailliert aufgegliedert.
Egal ob USA, HRE, PIIGS oder Commerzbank. Nichts wird ausgelassen und zum ersten Mal wird aus den einzelnen Nachrichtenfetzen die einem die letzten Jahre in Randnotizen in der Tagespresse,
in der Tagesschau oder im Internet begegnet sind ein komplexes aber deutliches Bild.
Die Autoren haben es geschafft, ein sehr schwieriges und hochkomplexes Puzzle zusammenzufügen, so dass man nun das Gesamtbild erkennen kann.

3. Die Situation in der wir uns nun befinden und was uns noch erwartet wird erschreckend genau beschrieben und es trifft leider fast täglich ein. Die Autoren sind bestimmt keine Hellseher, sondern
nehmen einfach die verfügbaren Quellen und zählen 1 und 1 zusammen.

4. Alle Investmentmöglichkeiten werden erläutert und erklärt mit Vor- und Nachteilen - ohne Beschönigungen.

5. Die Autoren vertreten ein nachvollziehbares und deutliches Fazit auf das jeder nun selber kommt wenn er dieses Buch gelesen hat. Schon deshalb weil es sich aus der aufgezeigten Faktenlage nicht anderes entwickeln kann. Sie schreiben wie es ist: Tacheles. Legen auch gerne den Finger in die Wunde und nehmen kein Blatt vor den Mund. Das wirkt erfrischend!

Ein absolutes Alleinstellungsmerkmal des Buches ist die schier unendliche und unglaubliche Faktensammlung wie ich sie zuvor noch nicht gesehen habe aber mir immer gewünscht habe.

Sehr gut gefällt mir die Matrix in der gezeigt wird, wie sich verschiedene Investments (Immobilien, Aktien, Lebensversicherungen etc.) in den unterschiedlichen Wirtschaftszyklen entwickeln aufgrund der Erfahrungen aus der Vergangenheit. Insgesamt beziehen sich die Autoren immer auf die Vergangenheit und bezeichnen diese als einen "guten Ratgeber". In die Zukunft blicken kann niemand aber zurück schauen können wir alle, wieso also nicht daraus lernen.

Dieses Buch gehört ab sofort in meiner TOP 5 Liste, denn es ist durch seinen ungewöhnlichen, erfrischenden Stil leicht zu lesen ' schwere Kost leicht zu verdauen. Für mich ein wichtiges Buch ' ein kleines Meisterwerk. Toll!

UPDATE Frühjahr 2013:

Ich habe noch nie ein Buch gelesen, daß mir so nach gegangen ist. Jeden Tag muß ich an das Buch denken. Und zwar ungewollt. Denn entweder kommt im Radio oder TV etwas zur Krise und ich denke "Ja, stand so auch in dem Buch".
Ich habe das Buch jetzt nochmals gelesen. Immer noch extrem spannend, wieder viel neues entdeckt und ins Gewissen gerufen. Erschreckend, daß vieles schon Realität ist was die beiden Autoren geschrieben haben.

Die Enteignung der Bankkunden in Zypern ist nur ein weiterer Puzzlestein den die beiden Autoren folgerichtig prophezeit haben.
Im Fazit auf Seite 333/334 prophezeien die beiden Autoren folgerichtig: "Eine weitere Bankenrettung kann nur noch auf Kosten der Allgemeinheit geschehen."....."Die Übeltäter - Banken und Versicherungen - werden geschützt, gedeckt und von den Politikern und Notenbankchefs weltweit unterstützt."......"Bedenken Sie: Bevor der Staat pleite geht, wird er alle, aber auch alle Register ziehen, um den Staatsbankrott so weit wie möglich hinauszuzögern bzw. auf Sie abzuwälzen. Dies hat er in der Vergangenheit immer getan, und dies wird er auch in der Zukunft tun."

Leider haben sie mit allem bis jetzt recht behalten. Erschreckend!
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108 von 121 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Happyx TOP 50 REZENSENT
Format:Broschiert
Aristoteles formulierte schon vor über 2000 Jahren in seiner Staatslehre, dass man niemand zu mächtig werden lassen sollte, sei dies durch Geld oder Anhänger. Heute sind wir in den Fängen einer Finanzoligarchie, die der Staat, also wir alle, losgelassen und ihr weitestgehend freie Hand gewährt hat. Wenn Herr Notheis von Morgan Stanley seinem Bekannten, dem ehemaligen Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, vorschreibt, wie alles zu laufen habe, dann ist es nur die Spitze vom Eisberg dessen, welches uns alle langsam aber sicher abkühlt, die Hosen auszieht und zurücklässt auf einer Insel des Nichts, während sich die Superreichen in ihren Enklaven zurückziehen und den zappelnden, nach Luft schnappenden Sklaven zuschaut, die nacheinander ertrinken, wie die Flüchtlinge aus Afrika, die Berlusconi-Land erreichen wollen.

Nichts ist einfacher und schwieriger als Geld. Jeder hat es und niemand kann sich vorstellen, was windige Investmentbanker daraus machen. Paläste werden heute nur noch von Banken erstellt, also von Dienstleistern, die eigentlich der Realwirtschaft zu dienen hätten, deren Wett-Casinos jedoch in klimatisierten Meetingräumen längst schon die Welt ausgeblutet haben und deren computerisierte Steuerungsplattformen um ihrer selbst willen Zinsen, Wetten und Schuldverschreibungen in Nanosekunden um die Welt jagen, um noch sattere Gewinne zu machen, im Grunde mit nichts außer Hoffnung und dem Wissen, dass die Bevölkerung letzten Endes enteignet wird, wenn die ungedeckten Summen platzen, während Superreiche ihre Vermögen abfedern, umschichten und in richtige Kanäle lenken können.

Die Gewinne durch Investment- und Wett-Transaktionen sind aufgeblähte Summen oder Versprechungen oder Täuschungen, oft ohne jeden Gegenwert, nur schönste Phantasienamen, deren Risiken letzten Endes bislang immer von einer Bevölkerungsschicht getragen wurden: uns, den 99% Fleißigen. 1% der Bevölkerung gehören unfassliche Geldvermögen, die tatsächlich die Zinsernte einfahren, die sich ihre drohenden Risikoverluste seit 2008 von uns allen - sklavengleich - bezahlen lassen.

Es geht um diese zentrale Frage:
Wer verleiht Geld, wer kann Kredite geben? Im Grunde sind wir es: die Zentralbank gehört uns allen, sie setzt den Basiszins fest, mit dem sich Banken re-finanzieren können. "Somit verleiht eine staatliche Institution mit der Stellung einer obersten Bundesbehörde einem privaten Unternehmen (Bank) zu einem niedrigen Zinssatz Geld, damit diese das Geld zu einem wesentlichen höheren Zinssatz zurück an den Staat, Unternehmen und seine Bürger verleiht. Nicht nur das, in Zeiten finanzieller Unsicherheit haben Banken keinerlei Interesse, das Geld an irgendjemand anderen als den Staat zu verleihen. Denn hierfür bürgen schließlich alle Bürger mit ihrem Hab und Gut." (S 280)

Dazu sagte Philip Blond, Chef der Londoner Denkfabrik "ResPublica": Wenn Banken fast zinsfrei Geld beim Staat ausleihen, um es in Staatsanleihen zu investieren und Zinsen zu kassieren, während die Unternehmen (der Realwirtschaft) keine Kredite bekommen, dann ist das ein völlig perverses System". Völlig richtig und es bleibt im Grunde nur eines zu tun: das Bankensystem mit seinen engen Verknüpfungen zur Politik (die Finanzlobbyisten schreiben heute der Einfachheit halber ihre Gesetze selber, die Abgeordnete sowieso nicht mehr verstehen) muss grund-saniert und rückgebaut werden.

Bei allen Meldungen sollte man sich die Frage stellen, wer aus dieser Schieflage profitiert, wer also die Zinsen erhält, die wir alle zu zahlen haben? Wer also sind z.B. die Besitzer der so sicheren Staatsanleihen? "Dies sind: a) Menschen, die sich Staatsanleihen ins Portfolio gelegt haben, b) Versicherungen und c) Banken, die unser erspartes Geld - also eigentlich uns selbst, da wir der Staat sind, leihen." Die Autoren sind dieser Frage (wer erhält die Zinsen) weiter nachgegangen. Niemand konnte es abschließend sagen. Die Pressestelle der Bundesbank hat telefonisch mitgeteilt, dass Privatpersonen, Banken und Fonds die Besitzer von Staatsanleihen sind. Wer genau das sei, das fiele unter das Bankgeheimnis.

Wir alle sind also verpflichtet, über 60 Milliarden Zinsen pro Jahr zu bezahlen, aber deren Empfänger werden uns nicht verraten. (S 283) Es liegt klar auf der Hand, was heute zu ändern wäre, warum aber geschieht nichts? Die Autoren klären diesen Aspekt ab S. 303. Die bisherigen Vorkommnisse zeigen, dass die Politik immer mehr ein Handlanger der Finanzwirtschaft ist und deren Interessen gnadenlos gegen die eigene Bevölkerung durchsetzt. Es ist die Struktur des Geldsystems mit einem davon gallopierenden Zinseszins, der sich selbst den Traum vom endlosen Wachstum erschafft und damit Staaten immer tiefer in die Schuldenfalle treibt. Die produktiv arbeitende Bevölkerung muss kontinuierlich höhere Steuern und Abgaben für Zinsen, Pensionen, Diäten, Provisionen und Boni erwirtschaften, damit sich einige wenige auf Kosten der Allgemeinheit immer weiter bereichern können.

Seit 2008 hat Deutschland 355 Milliarden Euro aufgewendet, vor allem in Form von Garantien, aber auch von Finanzspritzen für sogenannte Bad Banks (Abwicklungsinstitute für sinnlose, wertlose Papiere), bilanzierte Ex-Bundesbank-Vorstand Axel Weber in seiner letzten Pressekonferenz.

Weshalb wird immer noch nichts geändert?
Ganz einfach, weil die Profiteure dieses Systems alles tun, damit sich nichts ändert. Selbst alle großen westlichen Demokratien sind gnadenlos verschuldet und somit von den Betreibern des privaten Finanzsystems schlicht und einfach abhängig. (S 304) Politik und Finanzwirtschaft sind eng miteinander verstrickt, siehe oben Mappus-Notheis, aber auch SPD Kanzler wie Schröder haben sich liebdienerisch dem Kapital hingegeben und alle Regeln des Anstandes und des gesunden Menschenverstandes aufgehoben. Christopher Walen formulierte, dass Goldman Sachs eine politische Organisation sei, die sich als Investmentbank tarne. Selbst Mario Draghi, der aktuelle EZB Präsident, war vor seinem Aufrücken in diese hohe Position Teilhaber bei Goldman Sachs ebenso wie Paul Deighton, dem CEO des Londoner OKs für die Olympischen Spiele.

Es ist Zeit, sich dieser zentralen Aussage von Keynes zu erinnern: Der Kapitalismus basiert auf der merkwürdigen Überzeugung, dass widerwärtige Menschen aus widerwärtigen Motiven irgendwie für das allgemeine Wohl sorgen werden. Wir alle müssten handeln, wir müssten unseren Politikern endlich Maß und menschliche Ziele vorgeben, Ethik und Anstand. Stattdessen sehen wir grenzenlose Gier, Abgeordnete, die Millionen mit Milliarden verwechseln, die rettungslos am Tropf der Finanzlobby (die mächtigste der Welt) hängen, Jasager der Zinseszinsler. Nur eine Katastrophe wird eine neue Wirtschaftsethik entwickeln können, ich lese diese Schluss-Folgerung aus diesem Buch: alles Papiergeld wird letzten Endes auf Null gestellt, die Bevölkerung kalt enteignet. Die gute Nachricht: wer nichts hatte, wie die meisten, wird seinen Status quo nicht verändern, es wird wie nach dem Krieg wieder aufwärts gehen. Wer zu viel hatte, bereitet sich aktuell darauf vor, die Finanzoligarchen wie Herr Juncker aus Luxemburg verschaffen sich und ihrer Klientel Zeit, um das in Ruhe zu tun, hier sind die Brandstifter gleichzeitig die Feuerwehrchefs.

Die abchließenden Ratschläge auf krisensichere Anlagen in der kommenden Krise (S 311-333) fokussieren im Grund auf die eigentliche Währung mit Selbstdeckung: also Gold und Silber, weniger auf Immobilien. Tatsächlich stimmt dies wahrscheinlich. Der Staat wird sich gnadenlos zurückmelden mit Abgaben: Immobilienbesitzer werden heute z.B. in Griechenland zusätzlich zur Kasse gebeten. Es sind düstere Aussichten, deren Herleitung in diesem Buch wirklich verständlich und nicht mit volkswirtschaftlichem Theoriegesülze betrieben wird, sondern so, dass man es überall gut erklären kann.

Jeder müsste dieses Buch heute dringend lesen, niemand kann morgen sagen, er hätte es nicht wissen können. "Ein positiv denkender Mensch weigert sich nicht, das Negative zur Kenntnis zu nehmen. Er weigert sich lediglich, sich ihm zu unterwerfen." (Norman Vincent Peale)

Siehe auch meine Besprechung zu diesem Buch: Der private Rettungsschirm: Weil Ihnen Staat und Banken im Krisenfall nicht helfen werden
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannender Krimi, der die Realität erzählt 20. April 2013
Format:Broschiert|Von Amazon bestätigter Kauf
Super spannend, wenn es auch ein wenig schwer zu lesen ist, da es einem "normalen" Menschen, der nicht im Bankgewerbe aufgewachsen ist, schwer fallen mag, in der ersten Leserunde alles zu verstehen. Aber: Ma darf es ja 2 x lesen ;-) Wenn vom Inhalt auch nur die Hälfte wahr ist, gehen wir schweren Zeiten in unseren Finanzsystemen entgegen!
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Die neuesten Kundenrezensionen
4.0 von 5 Sternen betroffene Leser geben schlechte Kritiken ab
Auf den Inhalt des Buches und wie ich es finde möchte ich nicht im Details eingehen (gebe vier Sterne, Punkt). Lesen Sie weiter...
Vor 1 Tag von Deni veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Ein paar Schwächen!
Leider enthält das Buch einige Schwächen. So wird z.B. die Gier des Staates angeprangert und ein paar Kapitel später der Wegfall der Vermögenssteuer beklagt. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Tagen von J. Huether veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Nichts neues
Das Buch gibt eine Zusammenfassung der finanziellen Situation der letzten fünf Jahre. Wer allerdings die Zeitungen gelesen hat wird aus dem Buch nichts neues erfahren. Schade.
Vor 9 Tagen von Firefox veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Nicht wirklich überraschend
Etwas langamtig schildert der Autor, wie sich Banker und andere Finanzexperten immer wieder mit ihren Zukunftsprognosen irren. Wer hätte das gedacht? Lesen Sie weiter...
Vor 10 Tagen von J. Heppner veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Das Beste Buch, das ich jeh gelesen habe !
in einer Zeitung las ich über dieses Buch.
Ich habe den Kauf in keiner Weise bereut !
In Rekordzeit habe ich es durchgelesen und
bin begeistert wie klar und... Lesen Sie weiter...
Vor 23 Tagen von V. Artmann veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Essentiell , fundiert, wahrhaftig und mitreissend!
Ich habe das Buch vor 2 Wochen auf der Bestsellerliste entdeckt und durch die Zyperngeschichte habe ich mich gezwungen mal ein Finanzsachbuch zu kaufen und zu lesen. Lesen Sie weiter...
Vor 24 Tagen von Züri veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen das Buch sollte jeder Bank-Kunde lesen
gut verständlich geschrieben, . . das Buch deckt die Machenschaften. Ich betrete jetzt als ein völlig anderer Mensch eine Bank.
Vor 28 Tagen von C. Gey veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Wahrheit anstatt Mainstream
Unangenehme Wahrheiten über die Verantwortung in der aktuellen Finanzkrise.
Deutschland und verantwortliche Politiker sind mittendrin
... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von B. Weber veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Interessant
Ein Buch das man gelesen haben sollte. Viel Information zum Thema Banken und Politik. Zusammenhänge werden klar und man sieht die täglichen Nachrichten mit anderen Augen.
Vor 1 Monat von Wolfmayr Denise veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Absolut lesenswert
Ich habe die Vorstellung dieses Buches in der Abendschau gesehen und wollte es unbedingt haben. Es übertraf meine Erwartungen. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von smuehrel veröffentlicht
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Manfred Julius Müller für Zollgrenzen 0 16.03.2013
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