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Der goldene Topf: Ein Mährchen aus der neuen Zeit Taschenbuch – 1. Juli 1997


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Der goldene Topf: Ein Mährchen aus der neuen Zeit + Königs Erläuterungen: Der Goldne Topf von E.T.A. Hoffmann: Textanalyse und Interpretation mit ausführlicher Inhaltsangabe und Abituraufgaben mit Lösungen
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 160 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Juli 1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423026138
  • ISBN-13: 978-3423026130
  • Größe und/oder Gewicht: 16,8 x 11,4 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 223.494 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Der goldne Topf
OA 1814 Form Kunstmärchen Epoche Romantik
1814 erschien die erste Buchveröffentlichung von E. T. A. Hoffmann: Die Fantasiestücke in Collot’s Manier. Der goldne Topf mit dem Untertitel Ein Märchen aus der neuen Zeit entstand 1813 und ist das bedeutendste Stück der Sammlung sowie eines von seinen wichtigsten Werken, da es die Verbindung von Wunderbarem und Fantastischem und damit einer doppelsinnigen Welt überzeugend darstellt.
Inhalt: Der Student Anselmus steht zwischen zwei Welten: der bürgerlichen, philisterhaften auf der einen Seite und dem Reich der Poesie auf der anderen. Am Himmelfahrtstag sitzt er in Dresden am Elbufer und vernimmt die Stimmen von drei »Schlänglein«. Anselmus glaubt, dass Wahnsinn oder Krankheit in ihn gefahren seien. Er beruhigt sich erst, als er abends einer fröhlichen Runde um den Registrator Heerbrand und Konrektor Paulmann, dessen Tochter Veronika sich für den Studenten interessiert, beiwohnt. Der Archivarius Lindhorst führt ihn jedoch erneut in das Reich des Wunderbaren. Die drei Schlänglein seien seine Töchter, in deren jüngste, Serpentina, sich Anselmus verliebt. Er begegnet ihr, einer sonderbaren Gestalt, mal Schlange, mal Mensch, im Haus des Archivars wieder. Hier betrachtet Anselmus auch erstmals den Glück bringenden goldnen Topf, in dessen Glanz sich die verschiedensten Figuren spiegeln. Serpentina erklärt ihm, dass Lindhorst, mit einem Fluch behaftet, solange eine Doppelexistenz als Salamander führen müsse, bis seine Töchter verheiratet seien.
Ein Apfelweib erscheint, raubt den goldnen Topf und sucht zu verhindern, dass Anselmus zunehmend mit dem Reich des Fantastischen in Berührung kommt. Sie macht ihn glauben, dass er Veronika liebe, und versetzt ihn zurück in die Welt der bürgerlichen Sphäre. Als Anselmus ein Manuskript mit Tinte bekleckst, erfüllt sich ihre Prophezeiung: Anselmus fällt ins Kristall – die Bibliothek ist voller riesiger, Feuer speiender Schlangen und Anselmus ist darin gefangen. Hier erkennt er die Bedrohung der bürgerlichen Enge und will sich für immer in das Reich Serpentinas begeben. Lindhorst überwältigt das Apfelweib in wüstem Kampf. Anselmus und Serpentina finden sich in Atlantis wieder, beschützt vom goldnen Topf, der das goldene Zeitalter symbolisiert.
Aufbau: In zwölf »Vigilien« – Nachtwachen – fließen die Welten des Wunderbaren und des Alltäglich-Bürgerlichen ineinander. Darin liegt auch die Neuartigkeit der Dichtung begründet: Die Poesie, die Macht der Sehnsucht, durchdringt unvermittelt die Realität und die aus ihr entstehende Enge. Dennoch lässt sich ein struktureller Schwerpunkt ausmachen: Die Vigilien mit der ungeraden Nummerierung gewichten stärker die Welt der Philister, die Vigilien mit den gerade Zahlen dagegen handeln überwiegend von Lindhorsts und Anselmus’ Sphäre. Eine weitere Besonderheit liegt in der neuartigen Position des Erzählers. Dieser kommentiert und reflektiert das Geschehen und wird schließlich selbst Teil der Fiktion, indem er Lindhorst um Hilfe bittet, die Geschichte zu Ende zu erzählen. So wird selbst die Instanz des Erzählers zum Spielball zwischen der wirklichen und der poetischen Welt.
Wirkung: Bald nach seiner Veröffentlichung wurde Der goldne Topf zu einem der beliebtesten Werke der deutschen Romantik. Auch im Ausland war die Erzählung populär, Hoffmann wurde der meistgelesene Romantiker.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

E.T.A. (Ernst Theodor Amadeus) Hoffmann kam am 24. Januar 1776 als Sohn eines Hofgerichtsadvokaten in Königsberg zur Welt. Nach der Scheidung seiner Eltern blieb der Junge bei der Mutter und besuchte die Burgschule in Königsberg. Als er das Jurastudium beendet hatte, heiratete er die Polin Maria Thekla Michaelina Rorer, mit der er später seine Tochter Cäzilia bekam. Der Jurist und Richter war ein künstlerisches Multitalent: Er arbeitete unter anderem als Komponist und Kapellmeister, Zeichner und Literat. Hoffmann starb am 25. Juni 1822 an einer schweren Krankheit in Berlin.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 14. Dezember 1999
Format: Taschenbuch
Dieses wundervolle Maerchen von E. T. A. Hoffmann ist voll ueberspruehender Phantasie und toller Einfaelle. Die Geschichte handelt vom tolpatschigen, aber netten und liebenswerten Studenten Anselmus, der sich in die Tochter des Zauberers verliebt und sie sich natuerlich erst erkaempfen muss. Was klingt wie die Geschichte aus einem x-beliebigen Roman ist aber in Wahrheit so unglaublich und kreativ, dass es in keinster Weise damit zu vergleichen ist (was es natuerlich sowieso nicht ist, da Hoffmann kein x-beliebiger Autor, sondern ein sog. Klassiker. Und auch noch ein wirklich guter!). Redende Schlangen mit smaragdgruenen Augen, in Kristallflaschen eingesperrte Menschen und Haeuser, die innen groesser sind als aussen, sind hier als relativ normal anzusehen. Hoffmann springt in einer Geschwindigkeit von seltsamer Szene zu unglaublicher Szene, von realistischen Momenten zu absoluten Phantasiegebilden, dass man manchmal Schwierigkeiten hat zu folgen und zu verstehen, wo in der Geschichte man sich gerade befindet. Dies, zusammen mit der alten Sprachweise Hoffmanns, macht aber gerade den Reiz dieses Buches aus. Hoffmann haelt sich weder streng an Zeit und Ort, noch an Naturgesetze oder Logik, sondern lediglich an die Vorstellungskraft des Lesers. "Der goldene Topf" ist sicherlich ein Lesevergnuegen fuer alle, die Lust und Freude daran haben, ihre Vorstellungskraft so richtig ausgenutzt zu sehen und sich an bunten und schoenen Schilderunegn in etwas altmodischen deutsch ergoetzen koennen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von kpoac TOP 1000 REZENSENT am 11. November 2007
Format: Taschenbuch
"Hast Du Verstand und auch ein Herz, so zeige nur eines von beiden. Beides verdammen sie dir, zeigest du beide zugleich." (Hölderlin, 1770-1843)

Candide (Voltaire, 1759), Wilhelm Meister (Goethe, 1795); Heinrich von Ofterdingen (Novalis, 1802) sind die Vorreiter dieser wunderbaren Erzählung des E.T.A. Hoffmann (1788-1836) aus dem Jahre 1814. Eichendorffs Taugenichts folgt im Jahre 1826, Büchners Stücke bis 1838.

Anselmus, ein Student in Dresden, oszilliert zwischen den Welten des Traums und der Realität. Auf dem Wege am Himmelsfahrtstag läuft er einem Apfelweib in die Körbe und bringt ihre Habe auf die Strasse. Den Schaden mit all seinem Geld zahlend, muss er auf ein Fest just an diesem Tag verzichten, da ihm nichts blieb für die üblichen Feiern. Unter einem Holunderbusch traurig sitzend hörte er ferne Stimmen, wohlige Klänge, die sein warmes Innerstes berühren, sieht drei grüne Schlangen, die ihn durch das Grün bezirzen und er nichts schöner wähnt, als eine träumend andere Welt. So spürt er, dass neben seiner realen Welt, der profanen Wirklichkeit, es eine andere gibt, die sich in grenzenlosem Blau zeigt, wunderbare Gefühle erzeugend sich dem Phantastischen, dem Irrealen, dem Idealen hingibt. Wenn man die blaue Blume (Novalis, 1772-1801) findet, findet man auch die Liebe. Die Blume ist eine Repräsentation von einer noch unbekannten Geliebten. Und er fühlt sich enthoben und gleichzeitig neu geboren in dieser Welt, die er in dieser Erzählung mannigfach und auserwählt zu durchstehen hat.
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Von Valerie Bongards am 12. Juli 2014
Format: Taschenbuch
Great story, well written. It was not what I expected and I was pleasantly surprised. This was another book I had to read for school.
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