Pressestimmen
Erasmus Schöfers Besichtigung des gläsernen Dichters ist illusionslos, oft auch ironisch gebrochen; geschrieben in einer genau austarierten, präzisen Prosa. Ein Schriftsteller, daran lässt er keinen Zweifel, muss immer an seine Grenzen gehen. Mehr noch: in der Hinnahme von Rückschlägen genauso wie beim perfektionieren des eigenen Stils muss er die Ausdauer und Moral eines Sisyfos an den Tag legen. Erasmus Schöfer selbst hat den beschriebenen Kampf um Anerkennung mit seiner Tetralogie über Die Kinder des Sisyfos gewonnen. Beim Überstehen aller Krisen hat ihm vor allem eines geholfen: sein unbeirrbarer Glaube an die gesellschaftsverändernde, die aufklärerische Kraft der Literatur. (Christoph Vormweg, WDR (Gutenbergs Welt))
Kurzbeschreibung
Überraschungen waren immer möglich. Eine SatzSuite konnte glänzender, genauer scheinen als die ursprünglich anvisierten Gedanken. Dann musste er sich erst daran gewöhnen, sie als seine eigne zu betrachten. So konnten unvermutet, unverlangt auftauchende Wörter zum Jungbrunnen eines Gedankens werden, den er eigentlich als abgenutzt und ausgeleiert schon hatte zurückweisen wollen. Manche Wörterfolgen, die offenbar in solcher Schönheit oder Überzeugungskraft noch nie zuvor auf Papier gestanden hatten, luden ihn ein, seine Seele in ihnen zu baden.