Kurzbeschreibung
Unser Hirn bearbeitet in vielen Mikrowelten parallel spezifische Bereiche und versucht, deren Probleme zu lösen.
Die Autoren betrachten geträumte Träume als Entwürfe einer spezifischen Mikrowelt. Sie zeigen auf, wie dieser Traumprozeß reguliert wird, welche Rolle die Affekte in dieser Regulation spielen als Rahmenbedingungen für die Phantasien und als Vorgaben für das emotionale Erleben im Traum.
Zur Gestaltung dieser 'Mikrowelt' hat der Träumer ein ganzes Register von Prozeduren zur Verfügung. Gelegentlich überlegt er (nicht viel anders als im Wachzustand), dann wieder werden verbale Interaktionen benützt, zur Hauptsache aber verfährt er konkretistisch bildhaft magisch mit allen Mitteln der kindlichen 'Unterwelt' des Denkens. Um das verständlich zu machen, haben die Autoren neue Ergebnisse der Entwicklungs-, der Affektpsychologie und der Informationstheorie zu einem Modell der Traumgenerierung integriert.
Ein exaktes Kodiersystem erlaubt dem Leser, Schritt für Schritt Träume nachzuvollziehen und eine Form emotionalen Denkens wieder aufzunehmen, die Kindern geläufiger ist als Erwachsenen. Er wird zum Schluß auch merken, daß er sich auf unüblichem Wege in die eigentliche Essenz psychoanalytischen Denkens verstrickt hat.
Umschlagtext
Dieser Titel erschien erstmals im Jahre 1996, war aber bereits nach kurzer Zeit vergriffen. Die anhaltende Nachfrage hat uns dazu veranlaßt, das Buch nochmals aufzulegen, und zwar in einer unveränderten Form. Wichtig ist das anspruchsvolle Werk für alle Psychoanalytiker und Kognitionspsychologen, die sich mit Träumen, ihrer Rekonstruktion und ihrer Codierung beschäftigen. Zielgruppen/Target groups: Psychologen, Traumforscher