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Der gefälschte Glaube: Eine kritische Betrachtung kirchlicher Lehren und ihrer historischen Hintergründe [Gebundene Ausgabe]

Karlheinz Deschner
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. Januar 2004
Einer der führenden Kirchenkritiker unserer Zeit, Karlheinz Deschner, schildert die Entstehung der christlichen Glaubenslehren vor dem Hintergrund der allgemeinen historischen Entwicklung. Dabei zeigt er, dass alles, was den Gläubigen als angeblich geoffenbarte Wahrheit gepredigt wird, Ausfluß jenes Mischmaschs von Irrtum und Gewalt ist, wie Goethe die Kirchengeschichte einst charakterisierte. Der Autor belegt, dass alle wichtigen Glaubensinhalte (selbst die Christuslehre), Lehraussagen und religiösen Rituale des Christentums - das urchristliche Dogma vom nahen Weltende, die Vergottung Jesu, die Verkündigung des Paulus, Trinität, Taufe, Abendmahl, Beichte, Buße und viele mehr - entlehnt worden sind. Sie stammen aus dem Judentum, altorientalischen Vorstellungen, aus Synkretismen des Hellenismus und anderem antiken Gedankengut. Diese Quellen wurden jedoch später von der Kirche zu heidnischem Teufelswerk erklärt und lange Zeit vergessen. Dass dieses zusammengeklaubte Sammelsurium religiöser Anschauungen zweitausend Jahre überdauern und eine ganze Kultur prägen konnte, ist das wirkliche Mysterium des Christentums. Ein abschließendes Kapitel gilt dem umstrittenen Dogma der päpstlichen Unfehlbarkeit von 1870, das im Gegensatz zu den Lehren aller antiken Kirchenväter steht.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 279 Seiten
  • Verlag: Knesebeck; Auflage: 5. Aufl. (1. Januar 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3896602284
  • ISBN-13: 978-3896602282
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 12,8 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 46.590 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Karlheinz Deschner, geb. 1924 in Bamberg. Im Krieg Soldat; studierte Jura, Theologie, Philosophie, Literaturwissenschaft und Geschichte. Sein Roman 'Die Nacht steht um mein Haus' (1956) erregte Aufsehen, das sich ein Jahr später bei Erscheinen seiner Streitschrift 'Kitsch, Konvention und Kunst' zum Skandal steigerte. Seit 1958 veröffentlicht Deschner seine entlarvenden und provozierenden Geschichtswerke zur Religions- und Kirchenkritik. Der forschende Schriftsteller lebt in Haßfurt am Main. 1988 wurde er mit dem Arno-Schmidt-Preis ausgezeichnet.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
210 von 235 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lesen Sie das Buch, bevor es vom Vatikan verboten wird! 19. September 2005
Von Gernleser
Format:Gebundene Ausgabe
Karl-Heinz Deschner legt wieder einmal ein ganz hervorragend recherchiertes Buch vor, das an Detailfülle und logischer Stringenz kaum zu übertreffen sein wird. Der Bogen wird gespannt von der historischen Person Jesus über die Kirchengeschichte, die Auslegungspraxis der Heiligen Schrift durch die Kirchen bis hin zu den Sakramenten. Gerade bei letzteren zeigt Deschner mit brillanter Klarheit auf, woher man kommt, was denn wirklich im Sinne Jesu gewünscht war und wie übermächtig die Einflussnahme der Kirche über die Jahrtausende war welche die ursprünglichen Intentionen doch ganz erheblich verfälscht hat. Ein weiterer Schwerpunkt seines Buches ist es aufzuzeigen wie stark insbesondere Paulus auf die Sichtweise der Frühkirche und auch unser heutiges Verständnis des Neuen Testaments Einfluss genommen hat und wie stark und wiederholt die Bibel zum Gegenstand kirchlich induzierter Veränderungen wurde. Alles in allem in mehr als lesenswertes Buch, das seinen Kritikern viel Kopfzerbrechen bereiten wird.

Dennoch möchte ich auch zwei kritische Aspekte ansprechen:

Zum einen benutzt Deschner mitunter einen in der Sache nicht angebrachten und von der Daten und Sachlage her auch in keiner Weise begründbaren geradezu hetzerischen Ton, der eher dazu geneigt ist zu emotionalisieren, jedoch der vernünftigen Auseinandersetzung mit dem Thema der „Einflussnahme" der Kirchen auf das geistige Erbe Jesu nicht helfen wird. Menschen, die sich über das Thema orientieren wollen, drohen eher abgestoßen als stimuliert zu werden.
Zum anderen übersieht Deschner, dass die historisch-kritische Analyse der Heiligen Schrift für den Gläubigen nicht die allein seelig-machende Sicht der Dinge ist. Hier ist auch eine interessante Parallele insbesondere zur katholischen Kirche zu sehen, wo im Gegensatz zu Deschner, die Ergebnisse eben dieser historisch-kritischen Analyse am liebsten unter dem Deckmantel verschiedenster Dogmen unter den Teppich gekehrt werden sollen.
Beide wollen, in der jeweiligen Verblendung nicht sehen, dass die Bibel kein historischer Tatsachenbericht ist oder ein Stück Historienroman ist, sondern es sich um eine Sammlung von Texten handelt die die Gottesinterpretation von Gläubigen im Sinne von hochgradig symbolhaften Erzählungen wiedergeben. Insofern greift die historisch-kritische Analyse zu kurz, ebenso wie die dogmatische Betonierung von Thesen und für den jeweiligen Absender wohlfeilen Aussagen.

Fazit : Ein absolut empfehlenswertes Buch! Jedoch rate ich dazu, nicht nur Bücher von Deschner zu lesen, sondern auch andere Sichtweisen der Bibel heranzuziehen. Und, nutzen Sie das Buch, um mit anderen zu diskutieren; erst dann erschließt sich die gesamte Tragweite und Türen öffnen sich für offenere Sichtweisen.

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Ja Glaube kann nie falsch sein , denn glauben bedeutet etwas für wahr halten von dem wir nicht so richtig wissen ob es wirklich der Wahrheit entspricht , deshalb wäre es wohl besser die Überschrift in die gefälschte Wahrheit um zu benennen ! ......
Ich kannte Karlheinz Deschner gar nicht , Hans Küng ,Eugen Drewermann waren mir wohl schon ein Begriff , doch hier bei der Schrift des Karlheinz Deschner muß ich sagen ::: Er sieht dieses geschichtliche Drama des Christentums ähnlich wie ich ,doch betrachtet er dieses Drama viel genauer ! Karlheinz Deschner ist 16 Jahre älter als ich ! Ich bin
ein wenig traurig , daß ich ihn erst jetzt kennen lernen durfte !
Es tröstet mich , daß auch er erkannt hat ::: Religion und Theologie sind Wissenschaften deren Kunst darin besteht einfache Geschehnisse dem einfachen Volk so zu erklären ,daß sie diesem als Geheimnis erscheinen ! Wir als katholisch denkende Menschen sind dazu auf gerufen , diese Geheimnisse zu entschleiern !
Dazu gehört auch zu erkennen , daß die Schriften des Neuen Testamentes nicht für uns bestimmt sind , denn über 10 mal wird das Ende der Welt mit Jesu Wiederkehr als Weltenherrscher vorhergesagt ...und das noch zu Lebzeiten seiner damaligen Anhänger ! Hätten sich die Vorhersagen damals erfüllt , so würde es uns Nachzügler heute nicht geben !
( Katholisch ::: Umfassend , alles berücksichtigend , aber nicht römisch begrenzt zu betrachten ! )
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33 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
K.H. Deschner hat mit diesem Buch seine kritische Betrachtung der historischen und inhaltlichen Grundlagen der christlichen Kirchen in klarer Sprache weitergeführt. Dem Leser ist es oft nur schwer möglich, den vielen Quellennachweisen nachzugehen. Deschner schildert aber anschaulich, wie sich beim laufenden Abschreiben der Evangelien signifikante Änderungen ergaben, viele behauptete Glaubenswahrheiten sollen aus anderen Kulturkreisen und Religionen stammen. Deschner's Analyse erbringt einen untrüglichen Hinweis darauf, wieviel an Nachbesserungen und bewußten Fälschungen an den Evangelien und anderen Texten vorgenommen wurden, bis diese endlich in das Konzept der Kirchenführer passten. Die Entwicklung des Papsttums, das Wesen der Dogmen bis zur Absurdität der Unfehlbarkeit des Paptes werden detailliert blossgestellt. Die Kundenbindung der Gläubigen durch die Schaffung der Sakramente ist zwar eine Meisterleistung in Marketing, die dadurch verursachte Angst und Abhängigkeit ein Verbrechen an den Gläubigen. Wenn auch nicht alle Analysen Deschners von kirchenkonformen Theologen akzeptiert werden dürften, es bleibt genug an Ungeheuerlichkeiten übrig, um die Aufrichtigkeit der christlichen Glaubenslehre in Frage zu stellen.
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Vor 1 Monat von Helmut Dressler veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Guter Einstieg in die Fundamentalkritik an der Kirche
Deschner hat viel geschrieben und dafür unglaublich viele Quellen herangezogen. Kritiker werfen ihm vielleicht vor, die Geschichte der Kirche zu einseitig darzustellen - aber... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von I. Franke veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Allen Zweiflern empfohlen
Am besten natürlich als Nachlese zu Deschners "Abermals krähte der Hahn". Doch auch ohne das erwähnte Buch kann allen Zweiflern an Kirche und Katholizismus... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Isenschmid Juerg veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Veni Vidi Vici
und wieder ein kleine Weile, so erzählt die Überlieferung... und es wird keine Anhänger mehr geben können, die einem System das auf Täuschen und Tarnen,... Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von JoeB M veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Gutes Buch - zu viele Fremdbegriffe.
Ein lesenswertes Buch, das "gläubigen" Christen in vielen Dingen die Augen darüber öffnet, dass es doch sehr "menschelt" in der Christengeschichte. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Peter Jahnke veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Das Christentum als Plagiat
Dieses Buch hält, was es im Untertitel verspricht: Es liefert "eine kritische Betrachtung kirchlicher Lehren und ihrer historischen Hintergründe. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Manfred Reber veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Versprochen war das Reich Gottes, und es kam die Kirche
Auf der Umschlagrückseite wird der Münchner Merkur zitiert, der nicht für seine kirchenfeindliche Meinung bekannt ist: "Der Vatikan wir wohl ein ganzes Heer von... Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Gelegenheitsleser veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Eine echte "Rückbesinnung"
Sehr anschauliche Darstellung vom Urchristentum zu heuteigen Stand der Kirchenlehre. Das die Kath. Kirche sich schon immer aus verschiednen Quellen bedient sieht man ja u. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von Sinclair veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Alter Hut mit bunten Federn
Es ist immer wieder heikel, mit der "Wahrheit" zu argumentieren und sich als Aufklärer zu behaupten. Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Piet veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Eine Zusammenfassung
Wenn man Deschners "Kriminalgeschichte" und " Abermals krähte der Hahn" gelesen hat, bekommt man eine kurze Zusammenfassung,kennt man diese Werke nicht, wird man gerne die... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. September 2009 von Dr. Arne Schlossar
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