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Der futurologische Kongreß: Aus Ijon Tichys Erinnerungen (suhrkamp taschenbuch) Taschenbuch – 16. November 2009


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 138 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 1 (16. November 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518461338
  • ISBN-13: 978-3518461334
  • Originaltitel: Kongres futurologiczny, 1971
  • Größe und/oder Gewicht: 11,8 x 1,4 x 18,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (53 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 505.102 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Stanislaw Lem wurde am 12. September 1921 in Lwów (Lemberg) geboren, lebte zuletzt in Krakau, wo er am 27. März 2006 starb. Er studierte von 1939 bis 1941 Medizin. Während des Zweiten Weltkrieges musste er sein Studium unterbrechen und arbeitete als Automechaniker. Von 1945 bis 1948 setze er sein Medizinstudium fort, nach dem Absolutorium erwarb Lem jedoch nicht den Doktorgrad und übte den Arztberuf nicht aus. Er übersetzte Fachliteratur aus dem Russischen und ab den fünfziger Jahren arbeitete Lem als freier Schriftsteller in Krákow. Er wandte sich früh dem Genre Science-fiction zu, schrieb aber auch gewichtige theoretische Abhandlungen und Essays zu Kybernetik, Literaturtheorie und Futurologie. Stanislaw Lem zählt heute zu den erfolgreichsten und meist übersetzten Autoren Polens. Viele seiner Werke wurden verfilmt.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

44 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 12. November 2005
Format: Taschenbuch
Lems Erzählung quellt über von "futurologischen" Einfällen und damit einhergehendem sprachlichen Witz. Anfangs erscheint der Verlauf der Erzählung etwas willkürlich, so als ob Lem diese Geschichte nur zum Anlass nimmt, um in Form einer literarischen Fingerübung eine Reihe von Ideen zu sammeln und auzuprobieren. Doch in der zweiten Hälfte des Buches beginnen sich die an Nonsens grenzenden Ideen allmählich zu einer bitterernsten Darstellung einer möglichen Welt zu strukturieren: einer Welt der "Pharmakokratie", in der die schmutzige Wirklichkeit hinter dem halluzinogen erzeugten schönen Schein verschwindet ("Realyse").
Spätestens dann wenn das tatsächliche Ausmaß der "Realyse" ans Licht kommt, wird dem Leser klar: Diese Erzählung ist vor allem ein rasendes Gedankenexperiment (ein spielerisch umgesetzter Vorgänger vom Film "Matrix"). Anders als in seinen großen Romanen (u.a. "Fiasko") schert sich Lem diesmal nicht um wissenschaftlichen und anthropologischen Realismus (der ihn himmelweit über den durchschnittlichen Science-Fiction-Literaten hebt), aber er beweist dafür, dass er die gewöhnlichen Science-Fiction-Fantasien dermaßen im kleinen Finger hat, dass er mit ihnen ein tragikomisches und gedankenreiches Spiel treiben kann, das wie nebenbei zum Spiegel unserer Wirklichkeit wird.
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27 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Josh.B am 9. September 2003
Format: Taschenbuch
Viele Menschen, die ich kenne, haben den Futurologischen Kongreß nach circa 20 Seiten aus Kapitulation vor der unheimlich dichten Handlung wieder zurück ins Bücherregal gestellt. Und in der Tat, hier passiert auf den ersten Seiten mehr als in anderen kompletten Romanen. Die Ereignisse überschlagen sich förmlich, für den einen oder anderen möglicherweise zu viel des Guten.
Leider. Denn der Anfang im Hotel ist erst ein Vorgeschmack auf die eigentliche Haupthandlung, die auf alles bis dahin Gebotene an Unterhaltungswert, Kreativität, Wortwitz und überraschenden Wendungen noch eins draufsetzt. Man wird mit offenem Mund und offenen Augen auf die Buchstaben starren, sich bewusst werdend, dass Erfindungen wie die Matrix im Grunde gar nicht mehr als eine aufgeblasene Zelluloid-Variante von Stanlislaw Lems genialen Ideen sind. Mehr Andeutungen zum Inhalt würden jedem, dem dieser Lesespaß bisher vergönnt war, allerdings zu viel vorweg nehmen.
Es sei nur so viel gesagt: Wer hier nicht zuschlägt, dem entgehen die vielleicht kurzweiligsten 140 Seiten der Literatur-Geschichte.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Mitternachtsleser am 19. September 2004
Format: Taschenbuch
Ijon Tichy, Held vieler Lem-Romane und Erzählungen, besucht einen futurologischen Kongreß in einem revolutionsgefährdeten südamerikanischen Staat. Die Futurologen scheinen in ihrem Luxushotel gut abgeschirmt - als die Rebellen dennoch angreifen, setzt die Regierung neuartige chemische Kampfstoffe (sog. „Benignatoren") ein, um die Rebellen in friedfertige, ungefährliche Zeitgenossen zu verwandeln. Unter dem Einfluss dieser Halluzinogene beginnt für Tichy eine unglaubliche Irrfahrt, bei der sich Realität und Fiktion mehrfach vermischen. Sie führt ihn in eine nahe Zukunft, in der sämtliche Wahrnehmungen und Empfindungen der Menschen durch chemische Stoffe gesteuert werden und in der nur wenige Individuen das Recht und die Möglichkeiten besitzen, die „Wirklichkeit" wahrzunehmen. Als Tichy diese „Wirklichkeit" erblickt, sieht er eine sterbende Welt für die es keine Hoffnung zu geben scheint.
Lem schildert die Geschichte dieser düsteren Zukunftswelt mit einem solchen Feuerwerk an brillanten Ideen, unerwartenden Wendungen und genialen Wortschöpfungen, dass die Lektüre einer Achterbahnfahrt gleicht - man kommt kaum zum innehalten und kann nicht fassen, dass das (Lese-)vergnügen so schnell zu Ende sein soll. Die große Vielzahl interessanter und durchdachter Einfälle zu möglichen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Entwicklungen ist typisch für Lem und macht ihn - auch im komischen - zu dem Meister der anspruchsvollen Science-Fiction.
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 4. Januar 2000
Format: Taschenbuch
Schicht über Schicht türmen sich die Realitätsebenen in diesem Abenteuer des Sternenfahrers Ijon Tichy, schon nach zehn Seiten weiss man nicht mehr, was wahr ist und was nicht - Tichy geht es allerdings auch nicht besser. In atemberaubendem Tempo rast er durch diese ebenso unglaubliche wie ungeheure Geschichte, und wenn der Alptraum endlich vorüber ist, bleibt eine nachhaltige Beklemmung, denn: Ist das die Realität, was ich sehe, oder ist es auch nur eine weitere Ebene ... ?
Spannender und beunruhigender als beispielsweise der Kinofilm 'The Matrix' ist 'Der futurologische Kongress' eines der besten und wichtigsten Bücher zum Thema VR - und wird täglich aktueller. Ein Meisterwerk von Stanislaw Lem - und eine unbedingte Empfehlung! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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34 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Szymon Zawadzki am 2. Oktober 2001
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Literarisch auf allerhöchstem Niveau, sprachlich packend, inhaltlich zum Denken anregend - fängt man an, dieses Werk zu lesen, so kann man gar nicht mehr aufhören! chapeau bas. Eines der packendsten und wertvollsten Bücher des 20. Jahrhunderts. Ein Muss für jeden Liebhaber... mit Science Fiction hat das wenig zu tun, so reell wirkt es in den heutigen Tagen. Der Film "Matrix" kopiert zwar einzelne Elemente aus diesem Buch, bleibt jedoch weit hinter der Story, dem Einfallsreichtum und den Reflexionen dieses Werkes zurück. Ich lege es jedem ans Herz, der beim lesen auch gerne denkt.
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