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Der fremde Freund. Drachenblut: Novelle (suhrkamp taschenbuch) [Taschenbuch]

Christoph Hein
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

26. August 2002 suhrkamp taschenbuch (Buch 3476)
"Ein Buch, so still, daß man die Schreie hört, die da verschluckt werden."
Die Novelle "Der fremde Freund" erschien aus Gründen des Titelschutzes in Westdeutschland unter dem Titel "Drachenblut". Sie wurden in mehr als 400 000 Exemplaren verkauft und über 20 Sprachen übersetzt.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Der fremde Freund. Drachenblut: Novelle (suhrkamp taschenbuch) + Interpretationshilfe Deutsch / Der fremde Freund /Drachenblut
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 176 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 8 (26. August 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518399764
  • ISBN-13: 978-3518399767
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 10,9 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 23.352 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Buchrückseite

»Meine undurchlässige Haut ist eine feste Burg«, sagt die Ärztin Claudia von sich. Kühl und leidenschaftslos hat sie ihr Leben kalkuliert, es ist so nüchtern wie ihr Einzimmer-Appartement. Die Begegnung mit einem spontanen, risikobereiten Mann und dessen plötzlicher Tod irritieren sie nur kurz. Der Panzer sitzt perfekt. Ihr fehlt nichts. Es geht ihr gut. - »So wortreich ist liebesarmes Leben selten definiert worden. Mangel - beschrieben als Verlangen. Leere - zugestopft mit Wörtern der Fülle. Lebensverfehlung - vorgeführt als Daseinsglück«, urteilte Rolf Michaells über diese Novelle, die Christoph Hein zu einem international bekannten Autor werden ließ. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Christoph Hein wurde am 8. April 1944 in Heinzendorf/Schlesien geboren. Nach Kriegsende zog die Familie nach Bad Düben bei Leipzig, wo Hein aufwuchs. Ab 1967 studierte er an der Universität Leipzig Philosophie und Logik und schloss sein Studium 1971 an der Humboldt Universität Berlin ab. Von 1974 bis 1979 arbeitete Hein als Hausautor an der Volksbühne Berlin. Der Durchbruch gelang ihm 1982/83 mit seiner Novelle Der fremde Freund / Drachenblut.
Hein wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Uwe-Johnson-Preis und Stefan-Heym-Preis.


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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ohne Freude, ohne Lachen, nicht einmal Tränen... 8. April 2008
Von wortmeer
Format:Taschenbuch
Das Buch beschreibt das leidenschaftslose Leben einer Frau um die vierzig. Sie ist geschieden und lebt allein. Sie hat sich ihr Leben ohne Freude eingerichtet, um ihren Problemen und den Problemen der anderen aus den Weg zu gehen. Sie stellt keine Fragen, lebt jeden Tag gleichmäßig eintönig wie die Tage zuvor und die Tage danach. Nicht einmal in ihrer Arbeit als Ärztin empfindet sie Begeisterung. Sie ist zufrieden mit sich und ihrem Leben. Denn Zufriedenheit, das ist mehr als andere jemals erreichen.
Sie ist zufrieden, aber nicht glücklich.
Es ist ein Buch, bei dem ich erst am Ende bemerkte, wie sehr es mich berührt hat. Hatte ich zu Beginn eine leichte Abneigung gegenüber dem Schreibstil. Der Autor erzählt belanglos in kurzen Sätzen auf einer immer gleichwährenden Frequenz, ohne jegliche Unterschiede in der Tonlage. Aber genau das ist es, was die Novelle so anziehend macht. Die Langeweile und Belanglosigkeit des Lebens der Protagonistin gähnen in jeder Zeile und werden verstärkt durch die Ich-Perspektive.
In einem Satz heißt es: "Ich lebe mit mir zusammen, ohne viele Fragen zu stellen." Damit ist das leidenschaftlose Leben der Frau meines Erachtens sehr gut auf den Punkt gebracht.
Im Klappentext wird ein Satz von Rolf Michaelis zitiert, in dem er sagt: "Ein Buch, so still, daß man die Schreie hört, die da verschluckt werden..." Ich möchte diesen Gedanken weiterführen und sagen: Das Buch ist so still, dass man die verletzenden Stiche der unterdrückten Schreie förmlich spüren kann.
Es sei noch erwähnt, dass das Erzählte im früheren Ostberlin spielt. Aber ich finde, es spielt keine entscheidende Rolle, denn genauso oder ähnlich könnte es sich auch in einer westdeutschen Stadt zu getragen haben, könnte es sich jetzt irgendwo zutragen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Stille die so viel sagt 17. September 2003
Format:Taschenbuch
Christoph Hein schaftte es mit seinem fremden Freund, daß die Leidenschaftslosigkeit in tiefe Passion verwandelt. Isolation und Kälte können ergreifen und bewegen.
Obwohl der Leser zunächst durch Claudias Leere irritiert wird, und er lernen muß, mit dieser Befremdung umzugehen, wird es im Laufe des Buchs immer deutlicher, was sich hinter dem Panzer der Gefühlskälte verbirgt.
"Der fremde Freund" ist ein Buch, welches den Leser durch die Stille aufrüttelt, eine klare Empfehlung für die ruhigen Stunden des Abends.
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines der besten deutschsprachigen Bücher! 26. März 2004
Format:Taschenbuch
Claudia ist eine nüchterne Ärztin an einem Ost-Berliner Krankenhaus. Und wenn sie nicht gerade mit ihren Patienten beschäftigt ist, ist sie die introvertierte Protagonistin aus Christoph Heins Novelle „Der fremde Freund/Drachenblut" und der Hauptgrund für den Erfolg eben dieser, welche bereits 1982 erschienen ist.
Doch auch heute noch, immerhin über ein Jahrzehnt nach der Wiedervereinigung, fesselt einen die Geschichte der DDR-Ärztin von dem Moment, in dem man das Buch in die Hand genommen hat, bis zu dem, in dem man es wieder aus der Hand legen muss.
Denn Claudia wirkt vertraut. Man hat das Gefühl, man kenne sie irgendwoher; sei es nun von einem selbst oder aus dem Bekanntenkreis. Und so schwankt man beim Lesen immer wieder zwischen Sympathie und Mitleid, manchmal kann man Claudia aber auch nicht verstehen oder möchte sie einfach nur verurteilen.
Man muss sich mit ihr auseinander setzten, daran führt kein Weg vorbei. Allerdings fällt einem das auch nicht schwer, was nicht zuletzt daran liegt, dass Heins Sprache nicht hochtrabend und künstlich (um dann vermeintlich „literarisch wertvoll" zu wirken), sondern vielmehr nüchtern und sachlich wirkt. Wie Claudia selbst.
Und genau diese Harmonie zwischen Sprache und Inhalt macht Heins Novelle zu einem unvergleichlichen Leseerlebnis, das trotz seines vermeintlichen Alters noch immer nicht veraltet ist. Das liegt daran, dass die Kritik an der DDR nur wohl dosiert in Nebensätzen vorkommt. Im Zentrum der Novelle steht jedoch ein anderes Thema, nämlich Entfremdung und die Folgen übertriebener Individualisierung. Und die ist ja auch (oder gerade) heute noch ein Problem. Doch auch diese Thematik verpackt Hein unaufdringlich in Claudias Schicksal; eine Intention ist zwar erkennbar, aber man muss sie schon selbst für sich entdecken, vielleicht auch, weil sie so facettenreich ist.
Abschließend lässt sich sagen, dass es natürlich eine Frage des individuellen Geschmacks ist, ob man „Der fremde Freund/Drachenblut" mag oder nicht. Diese Frage entscheidet sich vor allem an Claudia. Kommt man mit ihr nicht klar, sollte man lieber zu einem anderen Buch greifen. Mag man sie hingegen, oder kann man sie zumindest verstehen, dann wird man die Novelle lieben!
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen ok
Liest sich am Anfang etwas schwer aber ein gutes Buch. Ist weiter zu empfehlen der gerne mal ein Buch liest.
Vor 1 Monat von athzura veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Gelungene Ausgabe mit umfangreichem Kommentar
Ich habe mir diese Ausgabe für ein Literaturwissenschaftsseminar zum Thema "Literatur und Psychoanalyse" gekauft und dafür war es perfekt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. April 2010 von N. Kelber
4.0 von 5 Sternen Christoph Hein weckt Widerspruch
Der Autor weckt Widerspruch. Er schildert in seinem Werk "Drachenblut/Der fremde Freund" eine Frau, die nicht ins Frauenbild von zärtlichen Männern passen will. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. August 2009 von Urs Bachmann
4.0 von 5 Sternen Die große Nüchternheit
Je weiter ich in dieses Buch vordrang, desto unbehaglicher wurde mir, denn die blasse Stimmung, die Gleichgültigkeit in der Claudia und Henry leben ist erschreckend, auch wenn... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. August 2008 von Heiner Horlitz
5.0 von 5 Sternen Sehr lesenswerte Novelle
"Der fremde Freund" war 1982 Christoph Heins literarischer Durchbruch; inzwischen gilt die Novelle als Klassiker. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Dezember 2007 von Rolf Dobelli
4.0 von 5 Sternen Eine Hass-Liebe
Als ich dieses Buch vor 10 Jahren im Deutschunterricht lesen musste, habe ich es gehasst. Dabei ging es weniger um das Buch als um die Hauptfigur darin. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. Januar 2004 von Marco Müller
1.0 von 5 Sternen Nun ja
So leid es mir für Hernn Hein tut, aber ich halte nicht sehr viel von diesem Buch. Als Schüler bekamen wir dieses Buch als Lektüre präsentiert und, als ich den... Lesen Sie weiter...
Am 1. April 2003 veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Trister Mensch in tristem Alltag
Nach der Lektüre dieses langweiligen Buchs wundere ich mich, daß Christoph Hein, dessen "Willenbrock" ich für ein ausgezeichnetes Buch halte, damit den sog. Lesen Sie weiter...
Am 23. Dezember 2002 veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Interessant und aufrüttelnd
Dieses Buch ist jedem zu empfehlen, der sich ein wenig Gedanken über seine Gefühle machen möchte. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. November 2002 von Perseus
5.0 von 5 Sternen Bonjour tristesse
Wer dieses Buch zur Hand nimmt, sollte wenn möglich nicht zu Depressionen neigen, denn es würde diese sicher verstärken. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Oktober 2002 von Christoph Gander
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