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Der fliegende Berg
 
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Der fliegende Berg [Hörbuch-Download]

von Christoph Ransmayr (Autor, Erzähler)
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (24 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Hörbuch-Download
  • Spieldauer: 9 Stunden und 25 Minuten
  • Format: Hörbuch-Download
  • Version: Ungekürzte Ausgabe
  • Verlag: Argon Verlag
  • Audible.de Erscheinungsdatum: 13. August 2009
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B002TVZCC4
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (24 Kundenrezensionen)

Produktbeschreibungen

"Der fliegende Berg" ist die Geschichte zweier Brüder, die von der Südwestküste Irlands in den Transhimalaya, nach dem Land Kham und in die Gebirge Osttibets aufbrechen, um dort wider besseren (durch Satelliten und Computernavigation gestützten) Wissens einen noch unbestiegenen namenlosen Berg zu suchen, vielleicht den letzten Weißen Fleck der Weltkarte.

Auf ihrer Suche begegnen sie nicht nur der archaischen, mit chinesischen Besatzern und den Zwängen der Gegenwart im Krieg liegenden Welt der Nomaden, sondern auf sehr unterschiedliche Weise auch dem Tod. Nur einer der beiden kehrt aus den Bergen ans Meer und in ein Leben zurück, in dem er das Rätsel der Liebe als sein und seines verlorenen Bruders tatsächliches, lange verborgenes, niemals ganz zu vermessendes und niemals zu eroberndes Ziel zu begreifen beginnt.

Verwandelt von der Erfahrung, der Entdeckung der Wirklichkeit, macht sich der Überlebende am Ende ein zweites Mal auf den Weg.
(c)+(p) 2009 Argon Verlag Berlin

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Flatternde Fahnen 15. Februar 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Zwei Brüder. Der eine hat sich in die raue Einsamkeit jener irischen Insel zurückgezogen, auf der die Brüder einst aufwuchsen. Er entdeckt dort mit seinem computerwissenschaftlichen Ehrgeiz in Karten des Himalaja einen vermutlich weißen Fleck. Er lockt seinen auf den Weltmeeren fahrenden Bruder in das Abenteuer, diesen unbestiegenen Berg gemeinsam zu erobern.

Sie bereiten sich in den wilden Klippen ihrer Insel über dem tosenden Atlantik in Kletter- und Überlebenstechnik vor. So, wie es ihnen in der Jugend mit fast militärischem Drill schon einmal beigebracht wurde vom Vater, einem kompromisslosen, harten, auf Männlichkeitswerte getrimmten Mann.

Auf dem monatelangen Anmarsch durch ein chinesisch besetztes Tibet zum geheimen Ziel ihres ehrgeizigen Traumes, werden die ungleichen Brüder ihre grundverschiedenen Charaktere und ihre andersartige Motivation, bis hin zur angedachten Trennung, gegenseitig erfahren. Aber erst in der Ausgesetztheit gegenüber einer gnadenlosen Natur und in Konfrontation mit dem weißen Tod erkennt der Icherzähler die Ambivalenz seines Bruders zwischen kaltherzigem, schroffem Ehrgeiz und letzter Opferbereitschaft. Der Bruder stirbt, der Erzähler überlebt und wird die Erfüllung seines Lebens in der Liebe zu einer jungen Nomadin der Hochregion suchen.

Die Erzählung beginnt mit den Worten: Ich starb / 6840 Meter über dem Meeresspiegel / am vierten Mai im Jahr des Pferdes. Sie beschreibt einen Weg in den Tod und zurück ins Leben.

Dieser Weg ist auch eine Expedition ins Innenleben des Protagonisten; in seine Auseinandersetzung mit dem Bruder, die seine psychische und physische Kraft bis an die Grenzen auslotet, eine Auseinandersetzung und auch eine Abnabelung von der Dominanz des Vaters, der den Respekt der Söhne genoss aber auch die Familie zerstörte. Positive Erinnerungen an die Geborgenheit bei der geliebten Mutter stehen in Zusammenhang mit einer sich höchst zurückhaltend und zart entwickelnden Liebe zu der Nomadin. Es erwächst die Sehnsucht nach einem Herd, und würde dieser selbst im Himalaja stehen.

Man findet in dieser Erzählung nicht nur Einblicke in eine entlegene Bergwelt jenseits heutiger Kommerzialisierung, in die Folgen chinesischer Okkupationspolitik im Himalaja, in das Leben der Nomaden und die Mythen von den fliegenden Bergen. Man wird auch wunderbaren Naturschauspielen der Hochregionen ausgesetzt: den Wetterfronten, Nebelmauern, jagenden Eisfahnen aber auch dem elementaren Kampf ums Überleben. Der langsame Abschied des Protagonisten von der Erlebniswelt der Jugend, vom Vermächtnis des Bruders und von seinem eigenen bisherigen Leben und der Aufbruch in die neue Welt der Liebe ist poetisch wunderbar treffend abgebildet.

Stilistisch bemerkenswert ist der linksbündige Flattersatz, in dem der Druck gesetzt ist. Die ersten Seiten wirken etwas befremdlich aber bald spürt man die lesegerechte Form dieser nicht in die Endloszeilen des üblichen Blocksatzes gezwängten Sätze. Der Sprachfluss der kraftvollen Prosa wird unterstrichen und man bekommt Zeit, dem Nachklang der Zeilen zu lauschen und dem Atemrhythmus zu folgen  wie man das auch beim Gehen in den Bergen tut. Ein erlebnisreiches Buch mit sanfter Melancholie.
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32 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Diese Erzählung um zwei irische Brüder, einen geheimnisvollen Berg in Tibet und eine Liebesgeschichte scheint zunächst alle Kritiker zu bestätigen, die Ransmayr gerne schöngeistige Verschwurbelung vorwerfen. Allzu bekannt erscheint die mit (ziemlich deutscher) Bergsteigerromantik und der Suche nach dem 'Höheren' (im Wortsinne) getränkte Thematik. Freunde der Bergfilme von Arnold Fanck und Leni Riefenstahl dürften ihre helle Freude an diesem Sujet und seiner Umsetzung haben. Ransmayr bewegt sich zwar gelegentlich an der Grenze zum inhaltlichen Kitsch, aber jeder Einwand verstummt angesichts der schieren Wortgewalt dieses Textes, der selbst im Schaffen eines Ausnahmeliteraten wie Ransmayr eine nochmalige Steigerung darstellt und dessen Sog sich der Leser (ich zumindest) nicht entziehen kann. Auch das formale Experiment, den Text im 'fliegenden Satz' zu setzen, ist gelungen. Dadurch wird man geradezu eingeladen, den Text wie ein Gedicht LAUT zu lesen, und es LANGSAMER zu tun als gewöhnlich. So erschließen sich alle Details und sprachlichen Schönheiten dieses außergewöhnlichen Textes. Sicherlich nicht jedermanns Sache, insbesondere Leser, die in zeitgenössischer Literatur gerne sozialkritische Verbesserungsvorschläge zur weltpolitischen Gesamtlage zu finden hoffen, werden sich mit Grausen wenden. Allen, die jedoch nur ein wenig Interesse an Sprache und poetischer Kunst haben, sei dieses Werk ans Herz gelegt. Ich kenne kaum einen anderen zeitgenössichen deutschprachigen Autor, der Ransmayr in dieser Hinsicht auch nur annähernd nahe kommt. In dieser Hinsicht sicherlich ein zeitloses Werk.
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39 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Thorsten Wiedau HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Ein Buch wie ein Berg, so unnahbar und fern und doch wie ein Ziel. So erscheint er zumindest zwei Brüdern, welche versuchen den letzten weißen Fleck auf Erden zu finden und das zudem auch noch im Himalaja. Diese außergewöhnliche Reise wird für einen der Beiden zu einer Reise ohne Wiederkehr, für den anderen zur Sinnsuche um sich und seinen Bruder.

Ein ungewöhnliches Buch, denn der Tod wartet auf den Leser schon auf den ersten Seiten. Ungewöhnlich im Satz ist das Buch allemal, denn es verwöhnt die Augen nicht mit dem Bocksatz, sondern sieht aus wie ein einziges großes Gedicht, immer linksbündig gesetzt.

In moderner Zeit handelt, versuchen zwei Brüder, nachdem sie wieder zusammen gefunden haben, einen Berg zu finden, einen Ort der nicht  existiert  zumindest nicht auf der Landkarte.

Das Thema der chinesischen Besetzung Tibets trifft ebenso auf die beiden Brüder, wie auch dem Tod auf die unterschiedlichste Weise. Zurückgekehrt nach Irland sieht einer der Brüder das Rätsel der Liebe als sein eigenes und des seines Bruders an und versucht abermals es zu lösen, wieder macht er sich auf den Weg.

Dieses Buch ist ungewöhnlich, es wird Aufsehen erregen und dem Leser oder der Leserin eine Gefühlswelt nahe bringen mit aktuellen politischen Versatzstücken, welche einen nicht mehr in Ruhe lassen werden.

Es gilt aufzuwachen aus einem Traum; sind wir alle auf dem fliegenden Berg oder wieder Zuhause in Irland und hören das Rauschen des Meeres und die Brandung der Gischt?

Sehr empfehlenswert!
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Die neuesten Kundenrezensionen
unvollständige Ausgabe
CD 2 und CD 5 sind identisch,es fehlt also der Inhalt von CD 5 von diesem wunderbar poetischen Roman.Das ist wie ein Buch mit rausgerissenen Seiten!
Vor 6 Monaten von Gisela Voellner veröffentlicht
Weltliteratur auf hohem Niveau
Christoph Ransmayr schreibt nicht viel, er lässt sich lange Zeit. Elf Jahre schrieb er an diesem Roman. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. März 2010 von Mag Roland Haas
Großartige Dichtung
Zwei sehr unterschiedliche Brüder besteigen einen Berg im Himalaja. Das Unternehmen endet in einer Katastrophe, nur einer der beiden überlebt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. September 2009 von Katantuk
großartig poetisches werk
ein roman in form von gedichtzeilen - zuerst war ich skeptisch und wollte mich nicht drüber wagen - doch dann hat mich das buch absolut in seinen bann gezogen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. Februar 2009 von esc
Zerfällt beim Kauen
Natürlich hat es einer, der in der "Letzten Welt" (für immer unter meinen allerbewegensten Leseerlebnissen! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Februar 2009 von Roland Scheerer
Schoenes Format mit nettem Inhalt
Ein sehr faszinierendes Buch dank der Aufteilung in Verse, die den Leser zur Langsamkeit zwingen. Der Inhalt selbst erinnert sehr an die Geschichte der Messner-Brueder und rief bei... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Januar 2008 von Bonum
Sprach- und bildgewaltiger moderner Klassiker
Ransmayrs aktuellstes Werk ist ein wunder...

...'bares Werk, welches den Leser entführt in schwindelerregende Höhen und einsame Orte. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. September 2007 von aakaashá
Genuß für Sprachliebhaber/-innen
Ein grandioses Buch, voller Poesie und Sprachschönheit! Selten, dass ich ein Buch in einem Ruck lese, hier kam ich nicht los. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. September 2007 von Carmen Windt
Naturgewalten und Computerrealität als unüberbrückbare...
Christoph Ransmayr Der fliegende Berg Fischer Verlag
ISBN 3100629361

In einem berauschenden Taumel von Wahrnehmung und Traum beginnt dieser Roman, der ganz von... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Mai 2007 von Cl.Borries
Atemnot...
... führt Padraic ein Jahr nach dem Ersteigen des Phur-Ri - des Fliegendes Berges - und dem Tod seines Bruders Liam auf die Suche nach seinen Erinnerungen - der Weg dorthin... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Februar 2007 von Esther
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