Schon 1970 erschien "Der fantastische Mr. Fox" als viertes Kinderbuch des britischen Autors. Inhaltlich ist es nicht in das Genre der Fantasy einzuordnen wie seine Vorgänger "James und der Riesenpfirsich" oder "Charlie und die Schokoladenfabrik". Dieser Umstand ist jedoch nicht negativ zu werten, es zählt dennoch zu Recht zu den Klassikern unter den Kinderbüchern ' in Bild und Wort.
Anteil an diesem Erfolg hat auch die grafischen Gestaltung. Quentin Blake arbeitete schon bei den oben genannten Büchern mit Dahl zusammen. So werten seine charakteristischen Bilder auch dieses Werk optisch auf. Durch die fast wie hingekritzelt, aber gerade dadurch sehr dynamisch wirkenden Bilder bekommt der Leser ein Gefühl für die einzelnen Charaktere. Auf jeder Doppelseite findet man mindestens eine Zeichnung, die dazu anregt, sich der Geschichte auch über deren Betrachtung anzunähern. So kann die Welt des Mr. Fox auch beim Vorlesen für Kinder, die des Lesens noch nicht mächtig sind, diesen erfahrbar gemacht werden.
Inhaltlich bietet die eigentlich simple Story viele thematische Anknüpfungspunkte um mit Kindern ins Gespräch zu kommen: Angst, Mut, Zusammenhalt, Verantwortung und mehr. Für ältere Leser bieten sich aber auch kritische Hinterfragungen an. Bereits im Text wird vom Dachs die Frage aufgeworfen, wie die 'Diebstähle' des (vermenschlichten) Mr. Fox ethisch zu bewerten sind. So haftet dem fantastischen Fuchs eher etwas fabel-haftes an, das jedem Leser eigenen Spielraum für Interpretation lässt.
Fazit: Es lohnt sich, sich mit dem fabelhaft, fantastischen Mr. Fox auseinander zu setzen. Egal ob Eltern, Lehrer oder Pädagogen sich mit den Kindern dieser Geschichte annehmen, es bietet einen guten Ansatz, über Werte und Normen ins Gespräch zu kommen.