Ein Erstling, der volle Aufmerksamkeit verdient!
*Seit einer Woche beobachtete er den Fitnessschuppen und kannte jeden Pokal hinter dem Fenster. Er wusste, wer wann kam und glaubte, bei einigen Besuchern sogar das Anwachsen ihrer Muskelpartien beschreiben zu können, besonders, wenn es sich um Frauen handelte. Maikötter war ein guter Beobachter und hatte niemanden, der auf ihn wartete und ihn daran hinderte, in seinem Beruf das Beste zu geben. Er war nicht einsam, er war nur allein und beneidete jeden darum, nicht mit ihm zusammenleben zu müssen. Er war so eigen, dass er niemanden brauchte, um seine Marotten hegen und pflegen zu können ...*
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Inhalt & Fazit: Friedrich Maikötter, Privatdetektiv in Paderborn, bearbeitet einen scheinbar alltäglichen Fall: Die Beschattung eines Mannes, dessen Frau vermutet, dass er sie betrügt.
Begleitet wird Maikötter von seinem Neffen Gregor Deckel, der nach diversen misslungenen Berufseinstiegen nunmehr in das Berufsbild des Privatdetektives hineinschnuppern möchte - und dieses gelingt ihm viel schneller als eigentlich gewünscht.
Der so geplante Routinefall nimmt plötzlich völlig andere Dimensionen an, als Gregor eine Frauenleiche findet. Und schon wenige Zeit später wird eine weitere Leiche aufgefunden - Tatwerkzeug in beiden Fällen: ein blau-schwarzer Schal des Fussballvereins SC-Paderborn-07.
Ist hier ein Serientäter am Werk?? (Bis zum Ende des Romanes haben wir es dann mit ingesamt 6 Mordopfern zu tun)
Ein wirklich ungewöhnlicher und zugleich faszinierender Kriminalroman - herrliche Charaktere wie Maikötter, Deckel und Hauptkommissar Gökke prägen das Buch. Ein Thriller ist der vorliegende Roman nun wirklich nicht - nicht im entferntesten! Und trotzdem: Ein höchst beeindruckender Erstling um den Privatdetektiv Maikötter (Spitzname: Priester).
Endlich mal wieder ein Kriminalroman zum häufigen Schmunzeln und zudem ein kleiner Reiseführer durch Paderborn ...
By the way: Regnet es in Paderborn wirklich so häufig ??
Mein Fazit: Die Figur des 'Priesters' Maikötter muß weiterleben !!
Es grüßt -- Reinhard Busse