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Der erste Riss in der Mauer: September 1989 - Ungarn öffnet die Grenze
 
 
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Der erste Riss in der Mauer: September 1989 - Ungarn öffnet die Grenze [Gebundene Ausgabe]

Andreas Oplatka
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Pressestimmen

"Oplatka zeigt in seinem fesselnden Report, wie weltpolitisch bedeutsame Entscheidungen im kleinen Kreis getroffen, geheim gehalten und unter raffinierter Ausnutzung politischer Allianzen durchgesetzt wurden." Urs Rauber, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, 02.03.09 "Ein Lesegenuss, denn Oplatka verfügt nicht nur über fundamentale Kenntnisse, sondern auch über einen kurzweiligen Schreibstil." Aschot Manutscharjan, Das Parlament, 09.03.09 "Ein nie ermüdendes Lesevergnügen". Georg Paul Hefty, Frankfurter Allgemeine Zeituing, 17.09.09 "Beeindruckend genaue Studien." Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung, 18./19.04.09 "Pflichtlektüre zum 20. Jahrestag des Wendejahres 1989." Profil, 10.04.09

Kurzbeschreibung

Am 10. September 1989 um 19 Uhr verkündete das ungarische Fernsehen, dass sich die Regierung in Ungarn dazu entschlossen habe, die streng bewachte Westgrenze für Flüchtlinge aus der DDR zu öffnen. Damit wurde eine Kettenreaktion ausgelöst, die zum Fall der Berliner Mauer, zur Wiedervereinigung in Deutschland, zum Zerfall der UdSSR und zum EU- und Nato-Beitritt einiger Ostblockstaaten führte. Den ungarischen Politikern, die damals die Demontage der Sperranlagen anordneten, war nicht klar, welche Folgen diese Maßnahme haben würde. Anhand einer Analyse der ungarischen Politik von 1989, basierend auch auf Gesprächen mit Hauptakteuren von damals (von Gorbatschow bis Genscher und Miklos Németh), zeigt der Historiker und Journalist Andreas Oplatka, wie aus Missverständnissen und en passant gefällten Entschlüssen, aus Zufällen und aus der Hartnäckigkeit verzweifelter Menschen eine Entwicklung in Gang kam, die Europa von Grund auf verändert hat.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Ich habe in der beschriebenen Zeit in Ungarn gelebt und kann mich an viele der Geschehnisse aus der ungarischen Presse und dem dortigen Fernsehen gut erinnern. Der Autor gibt die damalige Stimmung im Land meiner Meinung nach sehr gut wieder. Bei der Lektüre dieses Buches sind für mich die Jahre 1988-1989 in Ungarn noch einmal lebendig geworden. Diesmal mit dem Vorteil, den Ausgang der Geschichte schon zu kennen und auch hinter die Kulissen blicken zu können. Es ist bis heute erstaunlich, wie die damalige wohlgemerkt noch kommunistische Regierung Ungarns den Einparteienstaat demontierte und Schritt für Schritt rechtsstaatliche Normen einführte. Besonders sympathisch wird, für mein Empfinden zu Recht, das Bild des damaligen Premierministers Németh gezeichnet, der auch ein hohes persönliches Risiko für den Fall einer damals immernoch möglichen sowjetischen Intervention trug.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Viele wissen es nicht (mehr), aber neben Polen spielte Ungarn in der Wendezeit eine wichtige Rolle.

Die Ungarn waren ja schon immer etwas aufmüpfiger als andere sozialistische Staaten, und die Entmachtung des allmächtigen Partei- und Staatschef Kadar war für die damalige Verhältnisse schon eine kleine Revolution.

Seine Kollegen aus den anderen Ostblockstaaten saßen zu dem Zeitpunkt noch fest im Sattel und hatten die Zeichen der Zeit nicht verstanden.

Anders der neue Regierungschef Nemeth, zwar Mitglied des Politbüros aber auch studierter Ökonom mit USA-Aufenthalt. Als Repräsentant eines Einparteienstaates demontierte er seinen eigenen Staat, öffnete die ungarischen Grenzen gegenüber Österreich, sorgte damit für die Massenflucht der DDR-Bürger und gab das Startsignal für die Montagsdemonstrationen in Leipzig, die zum Schluss zum Mauerfall führten.

Nemeth steht in diesem Buch im Vordergrund, es ist seine Geschichte die hier erzählt wird.

Der Fall der ungarischen Grenze, die Wandlung zu einem demokratischen Mehrparteienstaat ist neben dem Fall der Berliner Mauer einer der spanndensten Dinge die im Wendeherbst passierten.

Noch heute kriege ich Gänsehaut wenn ich von Wien aus nach Ungarn einreise, und 20 Jahre nach der Grenzöffnung geht das genau so einfach wie die Einreise nach Belgien oder Frankreich.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ines F.
Format:Gebundene Ausgabe
Ein guter Titel für ein interessantes Thema - ja, Ungarns Politiker haben zum ersten Riss in der Berliner Mauer beigetragen. Das sollte nie vergessen werden.

Das Buch ist interessant geschrieben. Zu der "Mechanik der politischen Willensbildung" (Oplatka) gehörte aber doch auch der Druck, der dadurch aufgebaut wurde, dass die DDR-Flüchtlinge vorzüglich und im Handumdrehen von ungarischen Bürgern aufgenommen wurden und dadurch ein positives Signal an andere DDR-Bürger gegeben wurde, die - daraufhin ermutigt - nach Ungarn "nachströmten". Dies sollten wir uns immer vergegenwärtigen.

Auch kommt mir das Engagement von Csilla von Boeselager entschieden zu kurz, die in engem Kontakt mit politischen und diplomatischen Vertretern stand und eine humanitäre Katastrophe im Garten der deutschen Botschaft verhindern konnte indem sie die Verpflegung und Unterbringung der Flüchtlinge mit dem Ungarischen Malteser Caritas Dienst übernahm. Schade.
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