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Produktinformation
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Wenn man ein gut geschriebenes Buch über ein wissenschaftliches Thema, wie zum Beispiel über Evolutionsbiologie mit einem lecker belegten, nahrhaften Kanapee vergleicht, dann hat man mit Dawkins Buch gleich ein ganzes kaltes Buffet vor sich.
Es wird die Geschichte von der Entdeckung der Lichtbrechung bis hin zur Spektralanalyse erläutert, es kommen die Quantenphysik und die Neurobiologie zur Sprache. Anthropologie und Astrophysik, Ökologie und Vererbungslehre, dazu etwas Psychologie. Alles ist rechtschaffen und sauber belegt und dabei sehr humorvoll geschrieben.
Daneben wird mit allerhand Aberglauben aufgeräumt und seine Ursachen erklärt. Hier teilt Dawkins ordentlich aus und beschreibt witzig bis beißend-ironisch die typischen Erscheinungsformen des Aberglaubens vom Regentanz bis zum religiösen Massenwahn.
In dem Buch setzt sich der Autor vehement für die Poesie und die Phantasie in der Wissenschaft ein. Es werden zu den einzelnen Themengebieten klassische Gedichte in den Wissenschaftstext eingefügt. Das macht das Buch zu einem literarischen Vergnügen. Dawkins hat auch selbst schriftstellerische Qualitäten zu bieten. Er schreibt spannend, präzise, elegant und bleibt doch stets allgemeinverständlich, und er nennt auch seine Quellen.
Da Dawkins aus dem englischen Sprachraum kommt, zitiert er natürlich hauptsächlich Keats, Shakespeare und andere, um sein Anliegen zu illustrieren. Ein vergleichbarer deutscher Wissenschaftsautor fällt mir aber nicht auf Anhieb ein; ich wünschte, wir hätten einen solchen.
Ich las das Buch mit großem Vergnügen und wachsender Begeisterung.
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