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Der englische Patient Taschenbuch – 1. Februar 1996


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 328 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Februar 1996)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423121319
  • ISBN-13: 978-3423121316
  • Größe und/oder Gewicht: 19,3 x 12,1 x 2,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (43 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 810.717 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Auch wenn Sie den Kinofilm schon gesehen haben, lohnt die Lektüre des Buches Der englische Patient von Michael Ondaatje mindestens genauso wie der Blick auf die Filmleinwand.

Oberflächlich gesehen erzählt der Roman die Geschichte von vier Personen, die 1945 bei Kriegsende in einer zerbombten, toskanischen Villa gestrandet sind und versuchen, wieder ein normales Leben aufzunehmen. Da ist Hana, eine kanadische Krankenschwester, die sich um den verbrannten Mann kümmert, der mit seinem Flugzeug in der Wüste abgestürzt war. Täglich wäscht sie seinen Körper und unterhält sie beide mit dem Vorlesen von Rudyard Kipling und Stendhal.

Wenige Tage nach ihrem Einzug in die verfallene Villa taucht Caravaggio -- der Dieb -- auf, dem die Deutschen die Daumen abgehackt haben. Hana und Caravaggio kennen sich noch aus der Zeit vor dem Krieg. Der Vater Hanas war mit Caravaggio befreundet. Als Caravaggio hört, dass sie mit einem Verwundeten allein in der Villa lebt, beschließt er zu ihrem Schutz zu bleiben. Zu diesen Dreien gesellt sich Kip, ein junger Inder, der ein Meister im Bomben entschärfen ist -- als in Hiroshima und Nagasaki Bomben fallen, mit denen auch er es nicht mehr aufnehmen kann, gibt er sich geschlagen und kehrt verzweifelt in seine Heimat zurück. Jede der Personen ist in ihrer Biographie gebrochen, wurde tief verletzt durch den Krieg. Sie treffen sich an diesem Ort der Welt, um auszuharren, zu verschnaufen, Luft zu holen und um letztlich wieder auseinander zu gehen.

Michael Ondaatje schildert in Rückblenden und Traumsequenzen die erlittenen Wunden und Demütigungen. Doch keine Angst, es handelt sich dabei nicht um einen jener modernen Romane, bei denen der Leser ein riesiges Puzzle in die Hand bekommt, das schon der Autor nicht zusammensetzten vermochte und aus dem der Leser nun einen verständlichen, tiefsinnigen Text kreieren soll. Bruchstückhaft erzählt der "englische Patient" Hana und Caravaggio, wie er in der libyschen Wüste mit seinem Flugzeug abstürzte, dabei seine große Liebe verlor und sich nun selbst nur durch Morphium an sein Leben erinnert. "Manche der Geschichten, die der Mann ruhig in das Zimmer hinein erzählt, gleiten wie Falken von Schicht zu Schicht."

Es ist schon etwas ganz Besonderes, wie Ondaatje über die Wüste schreibt, das Leben der Nomadenstämme, wie die Arzneifläschchen am Körper des Medizinmannes klirren, so dass seine Erscheinung an einen Erzengel erinnert. Oder die Wüstenwinde, wie sie sich ankündigen, den Tag verhüllen und mit gewaltigen Sandmassen vorbeirauschen, tänzeln oder sich auslöschen -- sich auflösen, mit allem, was sie eingehüllt haben. Diese Szenen bleiben beim Leser wie auch beim Kinofreund unvergessen. Der Roman ist keine einfach gestrickte Unterhaltungslektüre, nichts geschieht zufällig, alles wurde von Ondaatje wohl komponiert. Er verlangt jedoch von seinem Leser, dass er genau hinhört, konzentriert liest. Nur so entfaltet das Buch seine unvergleichliche Poesie. In der Malerei wäre dieses Werk ein Bild aus weichen, hellen Pastelltönen mit fein verwischten Konturen, gerade noch erahnbar unter einer dichten Schicht aus Staub.

Für alle Leser, die Geschmack an den Romanen Ondaatjes gefunden haben, noch ein Tipp: Die Geschichte von Hana und Caravaggio begann in dem Roman In der Haut eines Löwen. --Manuela Haselberger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

Michael Ondaatjes Bestseller scheint die Zeit aufzuheben, und doch erzählt er vom Ende der alten und dem Entstehen einer neuen Welt.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Stefan Erlemann HALL OF FAME REZENSENTTOP 100 REZENSENT am 12. November 2009
Format: Audio CD
Die Sonne scheint durch die zerstörten Fenster der toskanischen Villa. In der gleißenden Sonne rührt sich nichts, Hana sitzt ruhig bei ihrem Patienten und liest ihm vor. Stundenlang lauscht der verbrannte und dem Tod geweihte Mann ihrer Stimme. Stundenlang lauscht die Krankenschwester den Schilderungen des Patienten. Der Mann erinnert sich anfangs an nichts und muss erst mühsam sein vergangenes Leben wiedererlangen. Der Krieg ist vorüber, die Deutschen sind abgezogen und die Landschaft liegt wieder verlassen da.
Zu den Zurückgelassenen gesellt sich Caravaggio, ein Mann, den nur der Name der Krankenschwester aus seiner Lethargie reißt. Er bricht sein Schweigen und fragt, wo die Frau ihren Patienten betreut. Kurz darauf erscheint er in der Villa. Er kennt Hana noch aus glücklicheren Tagen, war ein Freund ihres Vaters und bewunderte damals schon das kleine, selbstbewusste Mädchen. Doch nicht nur er, auch Hana ist innerlich zerstört. Der Krieg hat sie innerlich, ihren Patienten äußerlich verbrannt. Auch Caravaggio ist grau geworden. Die Deutschen folterten ihn, schnitten ihm die Daumen ab und ließen ihn laufen.
Vierter und letzter Gast in der Villa ist der Sikh Kip, ein Bombenentschärfer. Überall haben die Deutschen ihre Bomben hinterlassen, als sie abzogen. Die vier Menschen sind einsam, haben niemanden mehr, und erst die Ruhe und Melancholie der Villa lassen sie ein wenig zur Ruhe kommen. Ihre Lebensgeschichten, ihre Ängste und vielleicht auch ihre Hoffnungen kommen zögerlich, fast ohne es zu wollen, ans Tageslicht. Ihre Lebensgeschichte verläuft einige Wochen parallel, nicht gemeinsam, und sie verlieren sich wieder in eine unbestimmte, einsame Zukunft.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Code am 23. August 2007
Format: Gebundene Ausgabe
Schriftsteller werden oft davor gewarnt, in Rückblenden zu erzählen. Ein Leser brauche eine lineare Erzählung, an der sich die Ereignisse wie Perlen aneinanderreihen. Ondaatje beweist in diesem Roman, daß vom Leben der Gestrandeten, der in einem Krieg Ausgespuckten nur noch eines Bestand hat: der Erinnerungsfetzen, das Puzzle, was einem geblieben ist, das Aussparen wollen von Bitterem, vom Schrecken, wie von Liebgewonnenem, daß man in seiner Abwesenheit nicht mehr erträgt.

Was in Italien wie ein Kammerspiel mit vier Personen daherkommt, öffnet sich in den Rückblenden zu einem breiten Kosmos der Welt vor und zu Zeiten eines Kriegs, entführt uns in die Wüste zu den Nomaden und in die ausgelagerte englische Gesellschaft im Ausland mit ihren halbseidenen Intrigen. Das Leben in der Nachkriegszeit ist nur unter Morphium für den Patienten zu ertragen. Er stirbt und sieht darin eine gerechte Strafe für eine zurückgelassene Liebe. Während der Dieb seinen Folterer sucht, sich zwischen Bombenentschärfer und Krankenschwester verstohlene Liebe ohne Zukunft regt.

Sie alle werden weiterziehen, entwurzelt leben. Sie klammern sich nur für einen Moment aneinander, um wieder zu Kräften zu kommen. Kräfte, die ihnen entzogen wurden und von denen sich nicht wissen, ob sie in alter Stärke zu ihnen zurückkehren. Wo wollen sie hin? In die Heimat zurück? Wo liegt die?

Ondaatje hat die Zerrissenheit der Menschen, die einen Krieg erlebt haben, ein literarisches Denkmal gesetzt. Es läßt niemanden unberührt zurück.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von christin.jaeger@online.de am 28. Januar 2001
Format: Taschenbuch
Es ist auch mein Lieblingsbuch. Man spürt, schon nach der ersten Seite, der Sand, die Luft und das Leben in und um die Wüste ist orangebraun, eine wunderschöne Farbe. Daneben ist die Stimmung die um und in der Villa erzeugt wird, in einer helles, hereingleitendes Tageslicht gehüllt; beide Farben also eindeutig schön, nostalgisch, romantisch und zugleich unbeschreiblich. Aber tatsächlich bildet dieses Licht einen Kontrast zur Geschichte des schwersten Krieges der Menschheit, der eher blau, grau, kalt und vernichtend ist. Bei Ondaatje ist er das auch, aber nur im Herzen, ein romantisches, ja fast schönes Untergehen vierer Menschen durch den Krieg; die fallenden leisen, weit entfernten Bomben wirken nicht bedrohlich, sondern passen sich wie selbstverständlich in das Bild ein. Die im Film so stark betonte längst vergangene Liebesgeschichte tritt in den Hintergrund; die Liebe der tatsächlich agierenden Personen wird offensichtlich; wobei die Annahme überwiegt, dass Hana eine eher einseitige Liebe gegenüber dem Patienten, Kip und Caravaggio hegt; es aber umso deutlicher ist, dass diese drei Hana wie wahnsinnig lieben; und sie vielleicht nur der Tragik wegen verlassen - oder verläßt sie sie? Der Roman läßt sich unendlich oft lesen, und genauso oft hat man das Gefühl, in eine einzigartige romantische Stimmung zu geraten, dass die Tragik bei jedem Male wächst aber auch schöner wird, und dass eine neue, andere Geschichte vor einem liegt...genauso spannend erwartet ist dann das Ende. Immer wieder entdeckt man einzigartig etwas anderes, etwas anderes Schönes. Und genauso sollte man das beschreiben, es ist ein schönes Buch, es geht nicht um den 2.Lesen Sie weiter... ›
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