Mein Lieblingsfilm mit Ralph Fiennes. Er schlüpft in die Rolle des ungarischen Grafen, wie andere in eine 2. Haut. Der Film zeigt uns eine Gruppe Abenteurer vor dem 2. Weltkrieg, deren Ziel es ist die südostafrikanische Wüste zu erforschen und zu katographieren. Sie intressieren sich nicht sonderlich für die politische Weltlage, solange Gelder für ihre Expeditionen fließen. Zu dieser Zeit verliebt sich der Ungar in eine verheiratete Frau. Beide beginnen eine leidenschaftliche Affaire. Dann erreicht der 2. Weltkrieg auch Kairo, die Expeditionen werden abgebrochen. Der gehörnte Ehemann deckt die Affaire auf und das Unglück nimmt seinen Lauf. So kommt es, daß aus einem ungarischen Piloten ein englischer Patient wird. Er wird schwer verletzt durch Italien transportiert, bis eine Krankenschwester sich kurz vor Kriegsende mit ihm in einer alten Kirche niederläßt um ihm weitere Strapazen zu ersparen. Die Geschichte wird mit vielen Rückblenden erzählt und erhält durch die Erinnerungen des Grafen eine sehr emotionale Tiefe. Die Zeitsprünge verwirren keinewegs, sondern helfen eher sich ganz auf das Geschehen zu konzentrieren. Nebenbei wird gefühlvoll die Geschichte der Krankenschwester Hannah erzählt und läßt einen auch Dank ihrer Leichtigkeit fast mühelos zwischen den Zeiten hin und her gleiten. Fazit: Ein gefühlvoller Einblick in das Leben und Lieben einiger Menschen zur Zeit des 2.Weltkriegs. Knallharte Zusammenfassung für die heutige Zeit: Betrogener Ehemann tötet Ehefrau, Liebhaber und sich selbst.
Meine persönliche Bewertung: Der "schönste", traurigste Liebesfilm, den ich je gesehen habe. Taschentücher und starke Schulter erwünscht, aber kein "Frauenfilm" an sich.