Vorweg muss ich sagen das ich bereits viele sogenannter Erlebnisberichte über den 2. WK, speziell zum Thema Ostfront gelesen habe.
Beim stübern auf Amazon.de bin ich dann auf dieses Buch gestoßen. Es ist mit 240 Seiten sicherlich nicht das umfangreichste Werk jedoch, tut das der Eindringlichkeit der Erlebnisse keinerlei abbruch.
Gleich zu Anfang stellt sich viel gepriesene Lesefluss direkt ein! Ich habe das Buch an zwei Abenden gelesen und kann mich meinen "Vorgängern" nur anschliessen, es ist wohl struktiert und sehr "angenehm" zu lesen.
Nun zum Inhalt selber:
Der Autor versteht es den Granadier Josef Brosik sehr nahe an den Leser heranzubringen. Trotz Vorkenntnis zu denen im Buch beschrieben Geschehnissen, fiebert man immer wieder mit Josef Brosik mit. Im Laufe des Buches wird aus dem Grenadier Brosik, eine salopp gesagte "Frontsau", er wächst mit den schrecklichen Geschehnissen die um in herum passieren und schafft es mit Geschick, Überlebenswilllen und dem nötigen Quentchen Glück, den ersten Einsatz während der Russischen Gegenoffensive Uranus, dem Umfassungsring um Stalingrad zu entkommen. Somit befasst sich der "Hauptteil" des Buches mit der Zeit Herbst 1942 bis Frühling 1943. Anschliessend natürlich mit dem bitteren Weg gen Westen...
Mehr möchte ich hier nicht verraten, da ich wirklich jedem Interessierten nahe lege sich dieses Buch zu kaufen.
Das Buch reiht sich somit fast nahtlos in die hervoragenden Erlebnisbereichte: wie im Auge des Jägers, Saat in den Sturm oder Vergiss die Zeit der Dornen nicht ein. Ich würde gerne 4,5 Sterne geben, da dies leider nicht möglich ist, vergebe ich dennoch "nur" vier Sterne. Dies ist dem Umstand geschuldet das dass Ende, meiner Meinung nach etwas ausführlicher sein könnte, Material dazu sollte es im Grunde gegeben haben, dies wurde leider verpasst ob bewusst oder unbewusst, das vermag ich nicht zu sagen...
Nichts desto trotz ist das Buch ein Lichtblick in der Kategorie Erlebnisbereichte deutscher Soldaten im 2. Weltkrieg. Wir, die nachfolgenden Generationen, vermögen das was Soldaten wie Josef Brosik durchleiden mussten, nicht einmal im Ansatz nachzuvollziehen. Es ist somit unabdingbar, das genau solche Bücher uns nahebringen, was der einfache Landser damals, fühlte und durchlitten hat!
Mit besten Grüßen und einer klaren Kaufempfehlung verbleibe ich.