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Der Tod eines Bienenzüchters. SZ-Bibliothek Band 68
 
 
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Der Tod eines Bienenzüchters. SZ-Bibliothek Band 68 [Gebundene Ausgabe]

Lars Gustafsson
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 180 Seiten
  • Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek; Auflage: 1., Aufl. (18. August 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3866155182
  • ISBN-13: 978-3866155183
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 12,7 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 234.627 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Lars Gustafsson
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Dies ist die Geschichte des früh pensioniertenVolksschullehrers Lars Lennart Westin, der einzelgängerisch in einem kleinen Holzhaus im nördlichen Västmanland wohnt. In seinen Notizbüchern beschreibt er die Natur, sein Denken und Leben in ihr. Außerdem hat er sich dreißig Bienenvölker zugelegt. Seit dem Frühjahr fühlt er sich unbehaglich, etwas Krankes ist in ihm, er ahnt, dass es um Leben und Tod gehen könnte, bevor es Herbst wird. Beim Federballspiel mit seinen Kindern aus geschiedener Ehe, die ihn in den Sommerferien besuchen, durchschießt ihn ein Schmerz, der, so meint er zunächst, von einer Zerrung der Rückenmuskulatur herrührt: "Aber gibt es einen Hexenschuss, der so verdammt weh tut, daß man davon einen Blutgeschmack im Mund kriegt?" Lars Lennart Westin beginnt, mit den Schmerzen umzugehen, mit ihnen zu leben, sie zu integrieren. An den beschwerdefreien Tagen macht er lange Spaziergänge mit seinem Hund, und er erinnert sich, wandert in seinen Notizen zurück zu entscheidenden Phasen in seinem bisherigen Leben, betrachtet sie neu und erzählt von Ehe, Liebe,Kindheit ...

Der Verlag über das Buch

Ein Mann, der ein leidlich geordnetes Leben führt, erfährt von seinem bevorstehenden Tod durch ein Krebsgeschwür. Die Notizhefte, die er hinterläßt, beschreiben sein Leben. Allerdings nicht das äußerlich sichtbare – Studium, Ehe, Beruf –, das zunehmend unwichtig wird, sondern den Teil des Lebens, der mit Sprache kaum zu umreißen ist. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Am Ende bleibt 4. September 2007
Von Polar
Format:Gebundene Ausgabe
Zu wissen, daß man stirbt, seinen Tod anzunehmen, gehört sicher zu den großen Leistungen, die ein Mensch vollbringen kann. Angesichts von Krebs, möglicher Chemotherapie, einem Dahinsiechen im Krankenhaus ist eine solche Einstellung ein Geschenk, daß ein Mensch sich selber machen kann, in dem er die letzten Monate mit Gelassenheit angeht.

Westin hat sein Leben, die Höhen und Tiefen in einem Notizbuch festgehalten, daß Lars Gustafsson wie eine Niederschrift den Nachgeborenen darreicht. Es klingt nicht verbittert, wenn auch zuweilen dickköpfig. Er hat sich aus dem öffentlichen Leben in eine Existenz als Bienenzüchter zurückgezogen und ignoriert den Befund, indem er so tut, als habe ihm niemand davon etwas mitgeteilt. Wenn ich nicht weiß, daß ich sterbe, sterbe ich dann überhaupt? Werde ich nicht einfach vom Tod überrascht?

Allein diese Sicht der Dinge zeigt, daß es sich nicht um ein Sterbebuch handelt, daß vielmehr der Humor über die Trauer hinweg helfen, einem den Abschied erleichtern soll, obwohl der Schmerz sich nicht so leicht vertreiben läßt. Gustafsson hat ein schönes Buch über einen Bereich des Lebens geschrieben, der zumeist totgeschwiegen wird.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Diethelm Thom VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Gustafsson, Lars, Der Tod eines Bienenzüchters, 1978, (SZ -Bibliothek 2007)

Ein Buch, das mir einigen Anstoß zum Nachdenken gibt, aber nicht sehr tief unter die Haut geht, was mit der Philosophie des Protagonisten zu tun hat.
Dieser Protagonist ist ein frühpensionierter Volksschullehrer (Lars Lennart Westin, auch Wiesel" genannt), der in Schweden im nördlichen Västmanland zurückgezogen in seiner Hütte im Wesentlichen von der Bienenzucht lebt. Von ihm haben sich verschiedene Tagebücher gefunden, von denen abwechselnd Auszüge gebracht werden, in denen Westin die Zeit vom Frühjahr 75 bis zu seinem Tod im Herbst abdeckt, Ursache: Krebs, den er bewusst nicht ärztlich behandeln lässt. Stattdessen versucht er den Schmerz in sein Leben einzubauen, stets begleitet von Hoffnung, dass alles nur ein Irrtum war, er erinnert sich an die Vergangenheit und macht sich Gedanken über Leben und Tod, ein paar Besuche finden statt bei ihm, sonst passiert nichts.
Im Mittelpunkt der Gedanken dieses unauffälligen Menschen stehen Aussagen über die Beschaffenheit des Ich". Westin ist der Meinung, dass es so etwas eigentlich nicht gibt, das, was man so Ich" nennt, sei eigentlich eine Leerstelle, austauschbar mit dem Schicksal anderer, unpersönlich, unwirklich. Lediglich durch den zunehmenden Schmerz empfindet er, dass er wirklicher wird: aus dieser Tatsache, dass ich ein Körper bin, ließ sich ein eigentümlicher Trost, fast eine Geborgenheit schöpfen, ungefähr wie ein sehr einsamer Mensch aus der Gegenwart eines Haustiers Geborgenheit schöpft." (88). Ihm liegt nicht viel an anderen Menschen, er möchte möglichst nicht von außen kontrolliert werden, und er stellt auch kaum Forderungen an andere. Seine Frau, mit der er langjährig verheiratet war, blieb ihm fremd, sie wurden sich gegenseitig nicht wirklich". Einschneidend war ein Liebeserlebnis mit einer anderen Frau, die er im Zug kennen gelernt hatte, aber zurückblickend auf seine Freunde und Verwandten wird dem Tagebuchschreiber klar, dass ich keinen einzigen von ihnen, ich sage keinen einzigen, nicht einmal meine ehemalige Frau und auch nicht meine Geliebte, wirklich gekannt habe." (145). Als er seine Frau auf ihren Wunsch mit seiner Geliebten bekannt macht, entwickelt sich gleich eine enge Beziehung zwischen den Frauen: seine Frau vermisst eine Mutter, und seine Geliebte fühlt sich aus Schuldgefühlen zu der anderen Frau hingezogen, der Mann bleibt gewissermaßen außen vor. Ich habe zu wenig gewollt. Mein ganzes Leben lang. Die Leute haben nie das Gefühl gehabt, ich hätte irgendein Anliegen an sie. Die letzten drei Monate haben mich wirklich gemacht. Das ist furchtbar." (160).
Wie seine Bienen empfindet sich Westin nur als Teil eines Kollektivs, er plädiert für ein mystisches" Menschenbild (S.146), wiederholt heißt es über den Menschen: Das Dunkel der Pupille ist nichts anderes ... als die Dunkelheit des Universums." (146). Vielleicht erklärt sich so seine Neigung zu Science-Fiction-Spielereien oder zu Visionen.
Wie gesagt, man kann mit Westin auch nicht besonders tief mitfühlen oder mitleiden, weil er distanziert und kühl über sich selbst schreibt. Anders als etwa bei dem Roman "Homo Faber" von Max Frisch (der auch als Tagebuch angelegt ist) empfindet man hier nicht, dass der Protagonist ein Leben führt, das man ändern müsste, Westins Schicksal erscheint eher wie eine Bestandsaufnahme der menschlichen Situation überhaupt. So leitet z.B. ein Erzähler, dessen Seelenlage von ähnlicher Beschaffenheit zu sein scheint, die Tagebuchnotizen ein : Wie sonderbar. Ich spüre nicht mehr viel von einem Seelenleben. In mir ist alles ganz klar und ruhig und leer." (8). Das ist vom buddistischen Nirwana nicht weit entfernt, und dahin mag man streben oder auch nicht. Sicherlich ist Westin trotz seines Einsiedlerdaseins repräsentativ für viele Menschen in unserer Zeit, aber anders als ein moderner Autor wie z.B. Richard Ford, der ähnliche Charaktertypen darstellt, ist diese lakonische, private Art und Weise des Registrierens weniger dazu angetan, sich in sein Schicksal tief hineinzuversetzen - vielleicht möchte Gustafsson dies auch nicht erreichen, vielleicht genügt es ihm, wenn man seine Romane denkend begleitet.
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15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Kleinod 23. März 2001
Von McJ
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch ist ein echtes Kleinod der Literatur. Eine gelungene, stimmungsvolle Reflektion des Sterbens, unaufgeregt vom ich-Erzähler durch Tagebucheintragungen geschildert. Es ist keine Roman, eher eine Novelle. In dieser 'kurzen Form' zeigt sich für mich immer das Können von Gustafsson. Unbedingt empfehlenswert!
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