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Produktinformation
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Köln im Jahr des Herrn 1376. Sind die selbstbewussten Frauen des Beginen-Konvents am Eigelstein etwa Ketzerinnen und Giftmischerinnen? Die junge Begine Almut Bossart, Witwe eines Baumeisters, macht sich kühn an die Aufklärung des Giftmordes im Haus eines Weinhändlers. Doch nicht nur die Neugier treibt sie - es steht zu befürchten, dass die Inquisition sie selbst für die Tat verfolgen wird ...
"Besonders wenn Almut mit Pater Ivo in einen verbalen Schlagabtausch gerät, wird es sehr humorvoll!"
ZDF
"Spannung bis zur letzten Zeile - Almut wird Sie begeistern!"
BILD
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Köln im ausgehenden 14. Jahrhundert wird mit Frau Schachts Schilderungen lebendig und man fühlt sich fast in das Geschehen hineinversetzt. Man merkt beim Lesen, dass sie nicht nur sorgfältig sondern auch liebevoll recherchiert hat: Das Treiben auf den Gassen und Märkten sowie das Leben und der Tagesablauf als Begine wird anschaulich und vor allem glaubhaft beschrieben.
Die Doppelmoral der Kirche und der Kölner (Inquisitor Deubelbeiß, der das Weib an sich verdammt aber manchmal doch der fleischlichen Lust erliegt und sich anschließend dafür geißelt) wird ebenso gut rübergebracht wie die kölsche Frömmigkeit (z.B. die maurische „Hure" Aziza). Ganz nebenbei wird auch noch das „Kölnisch Wasser" erfunden.....
Die Protagonistin Almut ist eine der „aufsässigen Frauen, die mit Priestern disputieren" (S. 289), fällt deswegen - und weil sie des Mordes an Jean de Champol beschuldigt wird- fast der Inquisition anheim und wird - nicht nur davor - vom gar nicht so priesterlichen Ivo vom Spiegel gerettet. Sie ist bibelfest und trotz des Lebens im Kloster als Begine selbstständig. Vor allem aber ist sie schnippisch, zynisch und scharfzüngig. Eher ungewöhnlich für eine Frau im Mittelalter, aber gerade deswegen umso liebenswerter. Almut steht nicht immer mit der offiziellen kirchlichen Lehrmeinung im Einklang und ihre Gebete an Maria beginnen meistens mit „Mist, Maria....". Vielleicht etwas modern im Sprachgebrauch für die Zeit, in der der Roman spielt, aber „Mist, Maria" ist eben typisch Almut und somit extrem sympathisch.
Der kriminalistische Teil ist in der Tat nicht so verzwickt, dass man nicht darauf kommen könnte, wer Jean de Champol aus welchem Grunde getötet hat. Ich würde eher meinen, der Mordfall gibt nur die Rahmenhandlung ab. Aber das tut dem fesselnden Roman keinesfalls Abbruch, denn er ist flüssig und überaus spannend zu lesen. Ich konnte das Buch jedenfalls kaum aus der Hand legen und freue mich auf den zweiten Roman um Almut Bossart!
Fazit: Bitte nicht bis zur Taschenbuchausgabe warten, Sie verpassen sonst etwas! 5 Sterne +!
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