Dies ist (vorerst) das letzte Buch von Walter H. Hunts "Dark Wing" Serie. Wirklich verstehen kann man es nur, wenn man die vorhergehenden Bände gelesen hat; allerdings ist der nicht-metaphysische Teil durchaus auch für Einsteiger interessant.
Inhalt:
25 Jahre sind vergangen, seid die Vuhl die Menschen und Zor angegriffen haben. Inzwischen können auch die Menschen "Fühlende" ausbilden, welche die eigenen Armeen gegen die mentalen Angriffe der Vuhl abschirmen. Die werden aber immer mehr zu einem Problem: praktisch alle Fühlenden Menschen sind in der Organisation der "Hüter" zusammengefasst, die komplett außerhalb der militärischen Rangfolge steht, mitlerweile einen nicht unerheblichen Einfluss auf das Imperium hat und slbstverständlich nach immer mehr Macht strebt. Gleichzeitig beginnt das Militär mit einer massiven Offensive, um eine wichtige Nachschubbasis der Vuhl zu zerstören. Was sie jedoch in dem System mit dem Codenamen Keystone erwartet, ist alles andere als sie erwartet hatten...
Wie schon gesagt ist dieses Buch wieder sehr Hard-SciFi lastig; die verschiedenen Existenzebenen (zu denen in diesem Buch sogar eine KI Zugang erlangt) sind auf komplexe Weise miteinander verwoben, dennoch bleibt die Entwicklung der Story immer nachvollziehbar. Die Entwicklung hin von einer Demokratie zu einer Diktatur erinnert stark an das Experiment aus "Die Welle" (Wer es nicht kennt einfach mal in die Suchleiste eintippen), ist aber insofern gut neuinterpretiert, als das sich Loyalitäten unter bestimmten Vorraussetzungen verschieben können und eindrucksvoll demonstriert wird, wie man vom Anführer zum Staatsfeind Nr. 1 und von demjenigen der die Fäden in der Hand hält zu einer Marionette wird.
Das Ende ist recht unbefriedigend, da es zahlreiche offene Fragen übriglässt; leider scheint es vorerst keinen weiteren Teil zu geben.
Schreibstil
Wer die anderen Bücher bereits gelesen hat, dem wird sofort wieder die Hochsprache der Zor auffallen, die der Autor für diese Buchserie sehr detailliert entwickelt hat. Dies kann man durchaus als störend empfinden, wenn man eher unkomplizierte SciFi sucht, trägt aber sehr gut zur Atmosphäre des Buches bei. Generell hat sich im Vergleich zu den vorhergehenden Büchern nur wenig verändert - Hunt springt in den einzelnen Kapiteln an verschiedene Schauplätze, die alle zur Entwicklung der Story beitragen. Dadurch kommt beim lesen keine Langeweile auf.
Fazit:
4 Sterne; Walter Hunt erzählt eine gute Story die sehr Hard-SciFi lastig ist aber dennoch nie zu sehr ins Unmögliche abdriftet.
Dennoch ist das Buch keinesfalls als Ende einer Geschichte geeignet; es bleibt abzuwarten, ob und wann ein Nachfolger erscheint.