Inhalt:
In einer kalten Nacht hört es die Witwe Margaret plötzlich an ihrer Tür klopfen. Ganz sachte und behutsam. Als sie die Tür öffnet blickt sie einem durchgefrorenen kleinen Mädchen in die Augen.
Sie gewährt ihr Einlass und lässt sie im Zimmer ihrer vor mehr als 10 Jahren verschwundenen Tochter Erica übernachten.
Doch als das Mädchen, Margaret nennt es Norah, am nächsten Tag behauptet die Tochter von Erica zu sein verändert sich alles.
Margaret beginnt sich an Norah zu klammern, auch wenn sie genau weiß, dass es nicht sein kann, dass sie ihre Enkelin ist.
Bald freundet sich Norah mit dem Nachbarsjungen Sean an, dem sie ebenfalls über seine Schmerzen hinweghilft.
Als das Mädchen jedoch behauptet ein Engel zu sein, beginnt das Blatt sich zu wenden'
Meine Meinung:
Mein erster Gedanke beim Lesen des Titels war 'Nicht schon wieder ein Fantasy-Schnulz-Buch für Teenies', doch bereits beim Lesen des Klappentextes konnte ich diese Befüchtung getrost fallen lassen.
Denn 'Der dunkle Engel' ist alles andere als Einheitsbrei.
Mit seiner poetischen Sprache, die selten etwas zu ausschweifend ist, weiß der Autor einen sofort an die Geschichte zu fesseln. Doch auch die durchdachten Charaktere und die stimmungsvolle Handlung tun ihr Übriges und können über so manche ereignislose Länge locker hinwegtäuschen.
Im zweiten Drittel des Buches gibt es einen aprubten Wechsel von Norah und Margaret zu der vor mehr als 10 Jahren verschwundenen Erica. Dieser unangekündigte Zeit-, Ort- und Perspektivenwechsel hat mich zunächst etwas aus dem Lesefluss gebracht, lässt man sich jedoch darauf ein bringt diese Passage einen gänzlichen neuen Einblick in die Geschichte.
Fazit:
Ein wundervoller Roman mit fantastischen Einschlägen, der einem noch lange in den Gedanken spuken wird. Genau das richtige für die Weihnachtszeit.