In DER DRITTE ZWILLING beschäftigt sich KEN FOLLETT sowohl mit den Problemen der medizinischen Ethik als auch damit, wohin die Gentechnologie führen kann sowie mit dem Trauma der amerikanischen Gesellschaft nach Watergate (was treiben die Mächtigen eigentlich alles so im Verborgenen?).
DIE STORY:
DR. JEANNIE FERRAMI, Psychologieprofessorin an einer Uni in Baltimore, wird nach einem Tennismatch auf dem Campus von einem jungen, gut aussehenden Mann angemacht. Sie läßt ihn abblitzen. Etwas später bricht in den Umkleideräumen der Damen ein Feuer aus. Während der Rettungsaktion wird LISA HOXTON, Technikerin im Labor für Psycholopgie und Freundin von JEANNIE, von einem jungen Mann mit Security-Mütze vergewaltigt. JEANNIE arbeitet an einer Studie, mit der sie nachweisen will, dass nicht nur die genetischen Anlagen sondern auch das soziale Umfeld, in dem man aufwächst, und die Erziehung dafür verantwortlich sind, ob jemand kriminell wird oder nicht. Hierzu sucht sie eineiige Zwillinge, die getrennt und in verschiedenen Verhältnissen aufgewachsen sind. Um an die erforderlichen Probanden zu kommen, hat JEANNIE ein EDV-Suchprogramm entwickelt, mit dem sie sehr effizient die gewünschten Dateien erhalten kann. Als einer dieser Probanden entpuppt sich STEVE, der junge Mann, der sie nach dem Tennis angemacht hatte. Allerdings wird STEVE verhaftet. Er ähnelt dem Phantombild des Vergewaltigers in der Umkladekabine. Bei einer Gegenüberstellung identifiziert LISA ihn als Täter. Das Ergebnis der DNS-Untersuchung des Spermas liegt noch nicht vor, weshalb STEVE auf Kaution aus der Haft kommt. Der eineiige Zwillingsbruder von STEVE sitzt wegen Mordes im Gefängnis. Er kann es nicht gewesen sein. JEANNIE kommen Zweifel. Gleichzeitig wird aber ihre Arbeit sabotiert. Dies sogar von ihrem eigentlichen Protegé. Sie verliert ihren Job und wird bedroht. Es muß also wesentlich mehr hinter der Sache stecken ...
FAZIT:
Eine spannend erzählte Geschichte, die allerdings stellenweise ein bißchen Schreibroutine FOLLET's an den Tag treten läßt (deshalb auch nur 3 Sterne). Dennoch ist das Buch allein schon wegen der Brisanz des Themas absolut lesens- und empfehlenswert, zumal es heute - 10 Jahre nach seinem Erscheinen - aktuell wie eh und je ist.
Deshalb viel Spannung beim Nachlesen!