Es gibt Bücher, die sind einfach anders als andere. Weit weg von allen bildungsbürgerlichen Lesebuchanforderungen, stattdessen wirklich witzig und gleichzeitig so clever gebaut, dass die Gehirnzellen ordentlich gefordert werden.
Wolfram Hänels "Der dritte Weihnachtsmann" ist so ein Buch. Eigentlich braucht man nur den Anfang zu lesen, um schon zu ahnen, dass dieses Buch zu den wenig erfreulichen Ausnahmen auf dem derzeitigen Markt gehört: " Milli heißt eigentlich Edgar. Edgar Millowski, genannt Milli. Auch weil er so klein ist, dass man ihn in Millimetern messen kann. Behauptet jedenfalls Panik. Panik heißt in Wirklichkeit Eva-Lotte, aber wer will schon Eva-Lotte heißen? Und weil überall, wo Panik auftaucht, auch augenblicklich Panik ausbricht, heißt Panik eben Panik... Milli und Panik sind also auf den Spuren eines geheimnisvollen Weihnachtsbaumdiebes, der wiederum hinter anderen als Weihnachtsmänner verkleideten Ganoven her ist..."
Jedes Kapitel dieser irrwitzigen Gangstergeschichte muss wie bei einem Adventskalender vor dem Lesen erst aufgetrennt werden. Aber ich möchte wetten, dass es viele Leser gibt, die sich bei dieser extrem spannenden Geschichte nicht gedulden können und alle 24 Kapitel in einem Rutsch lesen MÜSSEN!