Statt einer abstrakten Beschreibung hier ein paar Kostproben: Bergmann amüsiert sich über Sätze wie:
Der Mann ist ganz schön hässlich.
Sie besucht einen Crashkurs gegen Flugangst.
Der Bundestag tagte bis in die Nacht.
Und er weiss auch, dass es für manche Sitzungen viel Stehvermögen braucht, wogegen die Sojawurst im Bioladen schweineteuer sein kann. Ganz zu schweigen von den Floskeln des deutschen Wirtschaftslebens: Wenn man keine Ahnung hat, fühlt man sich "zurzeit nicht in der Lage, dieses Thema abschliessend beurteilen zu können".
Sodann schlägt er in paar neue Wörter vor, wie etwa "demuttiviert", (zuhause ausgezogen), "Mampframsch" (Junkfood) oder "Wannewonne" (fühlt man in der Badewanne), ganz zu schweigen vom "Danebenbuhler".
Am besten gefällt mir eine Wortumdeutung, mit der er sich an eine (ursprünglich nicht deutsche, aber von der deutschen Journaille bereitwillig eingeschleppten) Wortkreation eines anderen, etwas bekannteren deutschstämmigen Amerikaners anschliesst, nämlich "Uropa" (Das alte Europa).
Ein grosser Thema ist auch das sich immer mehr breitmachende (oder heisst es: sich immer breiter machende? Da würde ich dann doch Bastian Sick fragen) Doinglish, und es ist natürlich ironisch, ausgerechnet von einem Amerikaner erzählt zu bekommen, dass vieles davon wirklich überflüssig ist. So weist Bergmann darauf hin, dass man den Gebrauch des Wortes "canceln" absagen könnte, und "Wellness" erzeugt bei ihm kein Wohlbefinden. Weiter ist für ihn der Unterschied zwischen Sound und Klang nur Schall und Rauch, und wenn man nicht mehr von Leibwächtern spricht, braucht die deutsche Sprache seiner Meinung nach wirklich einen Bodyguard.
Eine Variante des Doinglish ist das Dallasdeutsch: Aber dass "keinen Sinn machen" auf deutsch wirklich keinen Sinn macht, wissen wir ja schon von Bastian Sick. Und schliesslich ist die deutsche Aussprache des R natürlich schwierig für einen Amerikaner. So schwierig, dass er es manchmal hört, wenn gar keines da ist, und dann meint, Leipzig sei eine Messerstadt, alle Autos hätten ihre Türken, und dass man Eis bei einem Eisdealer kaufe.