Ich möchte vorausschicken, dass ich kein Experte bin, lediglich ein Leser und Thailand Liebhaber. Mein Bildschirmschoner ist ein eigenhändiger Schnappschuss Bangkoks von der Chinatown Seite.
Punkt 2. - John Burdett könnte mich höchstwahrscheinlich nur dann enttäuschen, wenn er KEINE Thailand Thematik mehr ergreift.
Ich habe schon viele Bücher gelesen, auch Krimis, bin aber kein ausgeprägter Krimi-Fan. Auf "Bangkok Tatoo" und "Der Jadereiter" bin durch Zufall geraten bei der Suche nach allem thailändischen beim Amazon. Sofort bestellt und gelesen. Bei "Der buddhistische Mönch" habe ich schon gezielt nachgeschaut, ob es etwas neues von John Burdett gibt.
Und bestellt. Und verschlungen. Das Thema finde ich faszinierend. Langsam fange ich an zu glauben, dass John Burdett die thailändische Seele wirklich versteht. Um diesen Zustand beneide ich ihn etwas. Er muss dort viel Zeit verbracht haben als guter Beobachter.
Die Thais glauben wirklich an Geister. Das ist ein Faktum. Asiens Kultur ist voller Geheimnisse und Magie. Nehmen wir nur als Beispiel Haruki Murakamis "Die wilde Schafsjagd" oder Banana Yoshimotos "Amrita". Geister, Geister.
Dass man durch meditieren andere Ebenen erreicht ist bekannt und dass es Veränderungen im Gehirn bewirkt ist wissenschaftlich bewiesen. Thais lernen meditieren schon im Kindesalter. Alles was wir im Westen als Unfug bezeichnen könnten, ist für die Thais Alltag. Nicht jeder Thai schafft es, aber keiner zweifelt daran, dass es möglich ist.
Für mich ist dieses Buch voller Zauber und Magie, erfüllt von halluzinatorischen Phantasie, von dämonischer Obsession. Und alles führt zu einem überwältigenden, großartigen Finale. Ich danke John Burdett für dieses Buch und gebe 5 Punkte für den dritten Fall senes Detectives Sonchai Jitpleecheep.