Nachdem die Menschheit zufällig das Geheimnis der Teleportation durch Gedankenkraft, das "Jaunten", entdeckt, verändert sich auf der Welt so ziemlich alles. Transportfahrzeuge dienen nur noch als Statussymbol und wer sein Haus vor Einbrechern schützen will, der muß sich schon was einfallen lassen.
Nur die Reichweite ist noch recht begrenzt. Für interstellare Reisen kommt man ohne Raumschiffe nach wie vor nicht aus.
In diesem Zukunftsszenario havariert ein Raumschiff im All, dessen einziger Überlebender ein einfältiger Hilfsarbeiter, Gully Foyle, auf einem Wrackteil durchs Nichts treibt. Irgendwann zieht ein anderes Raumschiff vorbei, doch es nimmt ihn nicht mit. Ab hier kennt Gully nur noch eines: Rache.
Wie er dann doch gerettet wird und was für bizarre Gestalten er auf seinem privaten Feldzug trifft, ist ein Kaleidoskop von spannenden Szenarien und Ideen, um die Alfred Bester jeder moderne Sci-Fi-Autor beneiden darf. Und das meine ich ganz im Ernst.
Eine gewisse Parallele zum Grafen von Monte Christo ist tatsächlich ersichtlich, auch was die Romanze des Prot. mit der blinden Tochter einer seiner Todeskandidaten angeht, aber es kommt noch mehr: Gully entwickelt sich weiter, beginnt sein eigenes Handeln zu hinterfragen und darüberhinaus plagen ihn zunehmend Visionen von einem brennenden Mann, welche zunächst keinen Sinn ergeben zu scheinen und ihn an seinem Verstand zweifeln lassen.
Das Ende sei nicht verraten, wobei es auch ziemlich schwer wäre, es in Worte zu fassen. Es ist auf jeden Fall höchst erstaunlich.
Ob das nun DAS beste SF-Buch der Welt ist oder nicht, sei dahingestellt, ich halte es auf jeden Fall für eins der spritzigsten und durchdachtesten. Zu Recht als Meilenstein bezeichnet.