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Der blinde Uhrmacher: Warum die Erkenntnisse der Evolutionstheorie zeigen, daß das Universum nicht durch Design entstanden ist [Taschenbuch]

Richard Dawkins , Karin de Sousa Ferreira
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. Mai 2008
Ein temperamentvolles, witziges und klarsichtiges Plädoyer für die Evolutionstheorie und gegen die Behauptung, Natur und Mensch in all ihrer Vielfalt und Zweckmäßigkeit könnten nur von einem übernatürlichen Handwerker, einer Art Uhrmacher eben, gebastelt worden sein. Seit das Werk zuletzt in einer deutschen Ausgabe zugänglich war, ist einige Zeit vergangen. Doch die zahlreichen Nachfragen und die teuer gehandelten Einzelexemplare zeigen, dass es seinen Wert nie verloren hat.

Wird oft zusammen gekauft

Der blinde Uhrmacher: Warum die Erkenntnisse der Evolutionstheorie zeigen, daß das Universum nicht durch Design entstanden ist + Der entzauberte Regenbogen: Wissenschaft, Aberglaube und die Kraft der Phantasie + Der Gotteswahn
Preis für alle drei: EUR 29,80

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Mai 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423344784
  • ISBN-13: 978-3423344784
  • Originaltitel: The Blind Watchmaker
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,4 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 20.125 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Richard Dawkins erzählt hinreißend vom blinden Uhrmacher ... Wer begreifen will, ›warum die Erkenntnisse der Evolutionstheorie zeigen, dass das Universum nicht durch Design entstanden ist‹, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Geradezu erschreckend ist es, dass die Theorie des ›Intelligent Design‹ 20 Jahre nach dieser vernichtenden Kritik mehr Anhänger hat als je zuvor und dass diese Anhänger mit denselben Argumenten hantieren, die Dawkins so elegant entkräftet hat ... Der Darwinismus leidet darunter, dass er eine im Kern einfache Theorie ist. So glaubt jeder, ihn verstanden zu haben, während die meisten Menschen zugeben, weder die Relativitätstheorie noch die Quantentheorie zu begreifen. 365 Seiten braucht Dawkins, um den Unterschied zwischen dem Darwinismus und der Karikatur des Darwinismus klarzumachen, die den Anhängern des ›Intelligent Design‹ als Popanz dient. Langweilig wird es dem Leser dabei nie. Dawkins weiß, was er sagen will. Er sagt es mit der Klarheit eines Mannes, der sein Leben der Erklärung der Wissenschaft gewidmet hat.«
welt.de 07.07.2008

Über den Autor

Richard Dawkins, geboren 1941 in Nairobi, studierte Biologie in Oxford und war danach Dozent für Zoologie am New College. Seit 1995 lehrt er dort an einem eigens für ihn eingerichteten Lehrstuhl für »Public Understanding of Science«. Für sein Werk hat er zahlreiche Auszeichnungen erhalten.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
76 von 91 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Das Buch kam erstmals 1986 heraus und wurde Sachbuch des Monats. Dem dtv ist es zu danken, dass es nun wieder vorliegt. Es geht um den Darwinismus, für den Dawkins als (Evolutions-) Biologe eine gewaltige Lanze bricht - vordergründig gegen den Kreationismus. Sicher hat sich in den 22 Jahren seit 1986 einiges getan. Trotzdem ist "Der blinde Uhrmacher" ein zeitloses Werk, weil es Dawkins darin gelingt, die Prinzipien der Evolutionstheorie allgemeinverständlich und tiefgründig darzustellen, was bestimmt nicht einfach ist. Er beschreibt die evolutionäre Entstehung hochkomplexer Systeme, wie wir sie heute vorfinden auf eine Art, die man schlichtweg als genial bezeichnen muss. Dawkins räumt zuerst damit auf, dass die Evolution und die natürliche Auslese ursächlich mit Zufall zu tun haben. Dieser spielt wohl eine Rolle, aber eher als "Unruhe" in seinem Uhrwerk denn als schaffendes, evolutionäres Element. Das Geheimnis liegt in der kumulativen Selektion, und diese erklärt Dawkins anhand anschaulicher Beispiele, so plastisch, so logisch und klar, wie ich es noch nirgendwo sonst fand.
Andere Versuche, evolutionäre Schritte und Mechanismen mit (heute total veralteter) Computertechnologie zu vergleichen, wirken aber manchmal gekünstelt. Dawkins ist sicherlich ein Pionier, er kann auch vieles gut erklären, aber eben nicht alles. Wer, frage ich, versteht die Proteinsynthese, wie sie im vorliegenden Buch beschrieben ist, wenn er medizinischer, biologischer Laie ist?
Es ist von RNS, DNS, Genen, Chromosomen (und deren diploidem und haploidem Satz) die Rede, von Nucleotiden, Basenpaarung und Replikation, von Transkription und Ribosomen. Wer kennt Unterschied und Zusammenhang, wenn er nicht gerade Biologe oder Mediziner ist? Hier wäre eine kurze, übersichtliche Begriffserklärung angebracht gewesen.

In dem Buch finden sich zweifellos bahnbrechende Ideen, richtungweisende Denkansätze, ich stehe nicht an, zu sagen: geniale Theorien. Und das nicht zu knapp.
Es ist ein Trugschluss, zu meinen, dass Dawkins einfach "nur" Darwins Evolutionstheorie erklärt. Vielmehr ist "Der blinde Uhrmacher" als eine Fortentwicklung bzw. Interpretation des Darwinismus zu verstehen (siehe auch "Das egoistische Gen", 1976). Und als klare Abgrenzung zum Kreationismus und Lamarckismus, die leider immer noch (und aktueller denn je) notwendig ist.
Sehr aufschlußreich fand ich die Theorien über mineralische Lebenszyklen, Kapitel 6 und das 10. Kapitel über Taxonomie - ein wahrer Fundus an Erkenntnissen und garnicht langweilig, wie die Kapitelüberschrift vermuten ließe.
Wenn ein Buch nach 22 Jahren immer noch kontrovers aufgenommen wird, muss es nicht nur gut sein, dann ist es epochal. Ich kann es nur wärmstens empfehlen!
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31 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Über kumulative Selektion zum Sinn des Lebens!! 29. April 2008
Von Michael Dienstbier TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Anmerkung: Die in der Rezension verwendeten Zitate und Seitenzahlen beziehen sich auf die englischsprachige Taschenbuchausgabe (2006) "The Blind Watchmaker".

Zugegeben, Richard Dawkins wäre sicherlich kein guter Politiker geworden. Dazu vertritt der in Oxford lehrende Evolutionsbiologe seine Thesen mit zu viel Feuereifer und mit teils wenig diplomatischen Geschick. Aber gerade das macht auch die Stärker der Bücher Richard Dawkins aus. Keiner schreibt so prägnant und verständlich und gleichzeitig auf einem so hohen inhaltlichen und rhetorischen Niveau über das Thema Evolution wie er.

Nach Selfish Gene (1976) und The Extended Phenotype: The Long Reach of the Gene (Popular Science) (1982) war "The Blind Watchmaker", erschienen 1986, das dritte Buch von Richard Dawkins. Hier vertritt er eine auf Charles Darwins Evolutionslehre basierende Weltanschauung, die weit über das Biologische hinausgeht, wie Dawkins im Vorwort der 2006 veröffentlichten Ausgabe darlegt: "Darwinism encompasses all of life - human, animal, plant, bacterial, and, if I am right in the last chapter of this book, extraterrestial. It provides the only satisfying explanation for why we all exist, why we are the way we are. It is the bedrock on which rest all the disciplines known as the humanities" (xiv).

Das Leitmotiv der Darstellung beruht auf dem Buch "Natural Theology" des Theologen William Paley aus dem Jahr 1802. Hier argumentiert er, dass man bei so etwas Komplexen wie einer Uhr nicht davon ausgehen kann, dass sie schon immer dagewesen sei. Sie muss erschaffen worden sein. Auf den Menschen bezogen behauptet er, dass ein so komplexes Organ wie das menschliche Auge erschaffen worden sein muss. Dies ist die klassische Version des "Argument of Design", welches noch heute von einigen benutzt wird, um die Existenz Gottes zu beweisen. Dawkins übernimmt die Metapher des Uhrmachers und sagt, dass es tatsächlich so etwas gebe. Allerdings ist sein Uhrmacher blind und arbeitet unbewusst und ohne einen erkennbaren Sinn. Dieser Uhrmacher ist nichts anderes als das Prinzip der natürlichen Selektion, auf dem nach Darwin die evolutionäre Entwicklung beruht: "Natural selection, the blind, unconscious, automatic process which Darwin discovered, and which we now know is the explanation for the existence and apparantly purposeful form of all life, has no purpose in mind" (5).

Der Hauptdenkfehler, so Dawkins, warum immer noch so viele Menschen Probleme mit der Evolutionslehre haben, sei, dass sie nicht akzeptieren könnten, dass der Mensch durch einen auf Zufall basierenden Prozess wie der natürlichen Selektion entstanden sein könnte. Der Denkfehler besteht nun aber darin, dass natürliche Selektion gerade nichts mit Zufall zu tun hat. Die Gene, die Merkmale hervorbringen, die nicht dazu beitragen, das Überleben eines Lebewesens in einer bestimmten Umgebung wahrscheinlicher zu machen, werden langsam aber sicher aus dem Genpool entfernt, da die Lebewesen mit den entsprechenden Merkmalen aussterben. Es gibt natürlich auch zufällige Veränderungen des genetischen Materials, die sogenannten Mutationen. Diese Zufallsmutationen unterliegen aber auch dem Prinzip der natürlichen Selektion. Helfen sie der Spezies im täglichen Überlebenskampf, werden die entsprechenden Gene reproduziert. Wenn nicht, dann werden sie durch den Prozess der natürlichen Selektion wieder aus dem Genpool entfernt: "Mutation is random; natural selection is the very opposite of random" (41).

Im Buch geht Dawkins immer wieder auf die Entwicklung des menschlichen Auges ein, um zu zeigen, dass selbst ein so komplexes Organ Schritt für Schritt über Jahrmillionen entstanden sein kann. Diese graduelle Weiterentwicklung eines Organs bezeichnet Dawkins als kumulative Selektion: "The theory of evolution by cumulative natural selection is the only theory we know of that is in principle capable of explaining the existence of organized complexity [...] Cumulative selection, by slow and gradual degrees, is the explanation, the only workable explanation that has ever been proposed, for the existence of life's complex design" (317).

Fazit: Anspruchsvoll und dennoch verständlich und mit dem ihm eigenen Sprachgefühl beschreibt Dawkins die Richtigkeit der Darwinschen Theorie, die seit nunmehr fast 150 Jahren darauf wartet, falsifiziert zu werden. Anhand zahlreicher Beispiele zeigt er, wie Darwins Evolutionslehre seit Jahrmillionen in der Natur wirkt und ihr, unbewusst und ohne erkennbares Ziel, den Anschein von Design gibt. Für jeden an dieser faszinierenden Thematik Interessierten ist und bleibt Dawkins der erste Ansprechpartner.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der blinde Uhrmacher 29. Mai 2009
Format:Taschenbuch
Ich habe mir das Buch gekauft, um meine Wissen über die Entwicklung des Lebens auf der Erde zu vertiefen und auch für den Laien verständliche Antworten bzw. Erklärungen zu bekommen. Der Autor gibt hier mit guten Beispielen ausführliche Antworten, die in mancher Erklärung sogar etwas zu viel des Guten beinhalten. Es macht Spaß das Buch zu lesen, ist allerdings Konzentration gefragt.

Wolfram Fräbel
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Die neuesten Kundenrezensionen
3.0 von 5 Sternen Solide, aber teilweise anstrengend zu lesen
Nach Gotteswahn habe ich mir diesen Klassiker von Dawkins gegönnt. Der Schreibstil ist gewohnt gut und unterhaltsam, an einigen Stellen hatte ich aber im Gegenteil zum oben... Lesen Sie weiter...
Vor 14 Tagen von enolive veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Ich lese Dawkins rückwärts...
...angefangen habe ich mit den neueren Büchern von Richard Dawkins, aber ich musste dann auch ältere Werke kaufen, weil mich dieser Wissenschaftler als Autor... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Breidenbach veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen ein wenig zu wissenschaftlich
Ich finde alle anderen Bücher von Dawkins sehr, sehr gut. Aber mit diesem hier hab ich gerade meine Schwierigkeiten, all die komplexen und komplizierten Gedankengänge des... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Homeland2506 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Besser als die Bibel
... jedoch nur für Menschen, die der Wahrheit über die Entstehung von Lebewesen aufgeschlossen gegenüberstehen. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Reinhold Zanoth veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Heilsame Lesestunden
Wer jemals glaubte, an der Schöpfungstheorie könne vielleicht doch etwas dran sein, der wird hier geheilt. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Reinhold Staubach veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Der weiß sehr viel und - gut daß Fragen bleiben!
Ach ja, Tatsache ist, wir haben uns entwickelt in etlichen Millionen Jahren sonst wären wir ja nicht da und alles was wir aus der Vergngenheit aus dem Boden scharren spricht... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. Oktober 2010 von Reimund Oberschmid
2.0 von 5 Sternen Die menschliche Existenz stellt kein Geheimnis mehr da.....
Ideologie von vorgestern, das Vorwort, dass "Die menschliche Existenz kein Geheimnis mehr darstellt", entlarvt den Autor in seiner
eingeschränkten Wahrnehmung und stellt... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Oktober 2010 von wosch 72
5.0 von 5 Sternen Evolutionstheorie genaustens erklärt
In der blinde Uhrmacher erklärt Dawkins die Evolutionstheorie von Anfang bis Ende. Dazu werden viele Beispiele herangezogen, damit das Thema auch für einen Nicht-Biologen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Mai 2010 von J. Ruch
3.0 von 5 Sternen Verwässerte Wahrheit
Dawkins erklärt in diesem Buch die Entwicklung aller Lebewesen zu der ungeheuren Komplexität, die wir kennen und die so vielen Kritikern Anlass zur Ablehnung oder doch... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Januar 2010 von Peter Rechenberg
5.0 von 5 Sternen Tolles Buch
Evolution und die wirkenden Kräfte werden auch heute noch vielfach nicht richtig verstanden.
Wie kann es sein, daß ein Zufall, der dem gleichkommt, daß ein... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Januar 2010 von Mag Haselsteiner
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