Als dem kalifornischen Kupfermagnaten Jack Biemeyer und seiner Frau ein Gemälde gestohlen wird, wenden sie sich an niemand Geringeren als Lew Archer. Ein Bravourstück des Privatdetektivs: Lew Archer geht über dreißig Jahre in die Vergangenheit zurück, um seinen schwierigsten Fall zu lösen.
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"Ein Gemälde wird gestohlen, und die Betroffenen bitten Privatdetektiv Lew Archer um Hilfe. Aber was so unsensationell anfängt, erweist sich im Lauf der Ermittlungen als auslösendes Element für die Aufklärung des eigentlichen Falles, dessen Lösung die geduldige Entwirrung eines komplexen Motiv-Bündels vorausgeht. Ehebruch, Betrug, Inzest, ein Unfall..." (Saarbrücker Zeitung)
"Lew Archer (bei weitem der beste Privatdetektiv im Geschäft) legt sich hier etwas zu, was er eine Weile nicht gehabt hat: eine attraktive Freundin, die gleichzeitig Reporterin ist. Die Enthüllung am Ende überrascht sowohl in ihrer Spannung wie auch als psychologische Einsicht." (Publishers Weekly)
Über den Autor
Ross Macdonald (1915–1983) zählt zu den besten amerikanischen Kriminalautoren des 20. Jahr- hunderts. Dabei verdankt er seine Karriere eher einem Zufall: Seine Frau Margaret war Schriftstellerin – und verdiente mit Schreiben bald mehr als er mit seiner Dozentur. So wurde aus dem Dozenten Kenneth Millar in Michigan der Schriftsteller Ross Macdonald in Kalifornien. Seine Bücher sind Bestseller und wurden erfolgreich verfilmt, so zum Beispiel ›Unter Wasser stirbt man nicht‹ (1975) mit Paul Newman und Joanne Woodward. Ross Macdonald war Präsident der Mystery Writers of America. 1964 gewann er den Silver, 1965 den Gold Dagger Award.
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VonManfred OrlickHALL OF FAME REZENSENTTOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Der 1976 erschienene Kriminalroman „Der blaue Hammer“ war nicht nur der letzte Auftrag des Privatdetektivs Lew Archer, es war auch der letzte Roman von Ross Macdonald (1915-1983). Bereits 1978 erschien der Roman im Diogenes Verlag in deutscher Sprache und liegt nun hier in einer Neuübersetzung vor.
Auslöser des Kriminalfalles ist ein Gemälde, das aus dem Haus des reichen Ehepaares Jack und Ruth Biemeyer gestohlen wurde - ein Werk des vor fünfundzwanzig Jahren verschollenen Malers Richard Chantry. Lew Archer wird von Ruth Biemeyer mit der Suche nach dem verschwundenen Bild beauftragt. Die Polizei schaltet man nicht ein, denn die Biemeyers haben den Freund (Fred Johnson) ihrer 20jährigen Tochter Doris im Verdacht.
Archers Suche nach dem Gemälde gestaltet sich als ein komplizierter Ausflug in die Vergangenheit, wobei er auf ein verworrenes Netz von Beziehungen der Familien Biemeyer, Chantry und Johnson trifft. Bald ist das verschwundene Gemälde nicht das einzige ungelöste Rätsel. Warum tauchte Richard Chantry damals unter? Lebt der Maler noch? Wer die porträtierte blonde Dame auf dem Bild? Oder wurde das Gemälde erst vor kurzem geschaffen? Außerdem wird während der Ermittlungen noch ein Kunsthändler ermordet. Bei der Lösung dieser Fragen deckt Archer immer mehr kriminelle Verstrickungen in der Vergangenheit auf.
Macdonalds Arsenal der handelnden Personen auf den 426 Seiten ist recht groß, doch bei aufmerksamer Lektüre behält der Leser den Überblick und wird am Ende des raffinierten Krimis mit einer überraschender Lösung belohnt. Die Diogenes-Ausgabe ist zudem mit einem Nachwort von Donna Leon versehen, für die „Der Blaue Hammer“ das Meisterwerk von Ross Macdonald ist.
Für meine Begriffe leider ein ausgesprochen schwaches Werk von Ross Macdonald, den ich ansonsten als Autor mag. Der Buchtitel ist keinesfalls in tiefergehender Weise sinngebend, sondern eher ziemlich konstruiert mit dem Plot des Buches verbunden, sodass man sich fast schon fragen muss, was sich der Autor denn dabei wohl gedacht haben mag. Vieles an der Geschichte um ein verschwundenes Bild wirkt fast schon in gelangweilter Art und Weise konstruiert. Auch wird der Plot langatmig entwickelt und kann als ein vorgestriger drittklassiger Aufguß von Chandler durchgehen, ohne dass an irgendeiner Stelle der Funke wirklich überzuspringen vermag.
Ich wartete irgendwann dann eigentlich nur noch auf die Pointe mit dem blauen Hammer. In einem Satz wird schließlich ziemlich lapidar der Bezug zum Buchtitel hergestellt, was wirklich das Prädikat "Ärgerlich" verdient. Ich empfand diesen Krimi als unglaublich öde und sehnte das Ende geradezu herbei. Die Lektüre ist meines Erachtens reine Zeitverschwendung! "Der blaue Hammer" war 1976 MacDonalds letzter Lew Archer-Roman wie auch sein letzter Roman überhaupt. Für meine Begriffe stellt dies leider einen ausgesprochen schwachen Abgesang dar, aber angeblich soll sich zu diesem Zeitpunkt bereits Macdonalds Alzheimererkrankung bemerkbar gemacht haben.
In diesem Kriminalroman geht es um die Suche nach einem Bild und die später in diesem Zusammenhang begangenen Morde. Die Geschichte wird chronologisch erzählt und gegen Ende immer rätselhafter (bis die Aufklärung erfolgt).
Die Geschichte dreht sich um Macdonald's Paradededektiv Lew Archer der auch in verschiedenen anderen seiner Krimis vorkommt (z.B. Die Kehrseite des Dollars).
Ross Macdonald zeigt bei diesem Roman, daß er sein Handwerk beherrscht. Die Geschichte ist durchgehend spannend und enthält keine Logikfehler(Soweit ich erkennen konnte).