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Der blaue Engel [VHS]
 
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Der blaue Engel [VHS]

Emil Jannings , Marlene Dietrich , Josef von Sternberg    Freigegeben ab 12 Jahren   Videokassette
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Darsteller: Emil Jannings, Marlene Dietrich, Kurt Gerron
  • Regisseur(e): Josef von Sternberg
  • Format: PAL
  • Sprache: Englisch, Deutsch
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Ufa Video
  • Spieldauer: 106 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00004RKPT
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.238 in VHS (Siehe Top 100 in VHS)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Der blaue Engel basiert auf dem 1904 geschriebenen Roman Professor Unrat von Heinrich Mann. Er war die erste Zusammenarbeit zwischen Regisseur Josef von Sternberg und Marlene Dietrich. Dieser Film, ein Meisterwerk des deutschen Kinos der Weimarer Zeit, katapultierte eine laszive und ungehemmte Marlene Dietrich vor ein ahnungsloses internationales Publikum. Sie spielt die Rolle der Lola, die den gehemmten Professor Immanuel Rath (Emil Jannings, unangefochtener König der expressionistischen Schauspieler) jede Nacht im Nachtclub Blauer Engel in die totale Unterwürfigkeit lockt. Nachdem er eine Nacht mit ihr verbracht hat, wird er in Schimpf und Schande von der Universität gejagt. Lola überredet ihn, sie zu heiraten -- nicht zuletzt, weil sie es auf seine Ersparnisse abgesehen hat. Nach einer entwürdigenden Zeit im Blauen Engel verlässt er Lola und stirbt.

Der blaue Engel beschreibt die Stimmung von Masochismus und Entartung in der Weimarer Republik kurz vor der Machtergreifung Hitlers. Trotzdem basiert die moralische Verwirrung Jannings auf seiner eigenen Qual und seinem eigenen Unvermögen. Marlene Dietrich ist lediglich als Personifizierung seiner geheimsten Begehren zu begreifen, wenn sie in Zylinder, Seidenstrümpfen und bloßen Oberschenkeln auf der Bühne steht und "Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt" singt. --Ursula Steingaß

Amazon.de DVD-Bewertung

Bei dieser Doppel-DVD bekommt man wirklich was für sein Geld. Bild- und Tonqualität sind hervorragend, die Menüführung ist übersichtlich, und auch die Extras können sich sehen (respektive hören) lassen.

Disc 1 enthält neben zwei Trailern und drei Live-Auftritten von Marlene Dietrich -- "Falling In Love Again" (1963), "Lola" und "You're The Cream In My Coffee"(1972) -- u.a. auch Probeaufnahmen und ein Interview mit der deutschen Diva. Highlight der ersten Silberscheibe ist freilich der Audiokommentar von Werner Sudendorf, in dem der Filmhistoriker und Leiter der Marlene-Dietrich-Collection im Filmmuseum Berlin durchgängig (!) jede einzelne Szene des Films hinsichtlich Aufbau, Intention und narrativer Funktion erklärt. So bekommen etwa Details wie das Papageno-Motiv in der musikalischen Ouvertüre, auf die man sonst nie geachtet hat, plötzlich einen tieferen Sinn.

Eher Kuriositätswert hat die zweite DVD: Hier findet sich nämlich die komplette englische Fassung, die mit Blick auf den angloamerikanischen Markt parallel zur deutschen Originalfassung gedreht wurde. Das -- permanent von deutschen Einschüben durchsetzte -- Englisch der Darsteller war freilich so erbärmlich, dass unbeabsichtigte komische Effekte nicht ausblieben, weshalb sich diese Version international auch nie durchsetzen konnte. Dennoch äußerst verdienstvoll, dass nun auch diese Fassung dem Publikum zugänglich gemacht wird. Disc 1 enthält im Übrigen -- anhand einer ausgewählten Szene -- einen Vergleich zwischen der deutschen und englischen Fassung.

Etwas merkwürdig berührt einzig der Punkt "Biografien" (Disc 1): Über den Schauspieler Kurt Gerron lesen wir, dass er "wegen seines jüdischen Glaubens" 1933 Deutschland verlassen musste. 1944 von der Gestapo in Holland verhaftet und nach Theresienstadt deportiert, wird ihm "die Regie eines pro-nationalsozialistischen Dokumentarfilms über das Konzentrationslager Theresienstadt übertragen". Das ist, gelinde gesagt, eine etwas unglückliche Einordnung dieser an Menschenverachtung nicht zu überbietenden Vorgehensweise der Nazis. Denn "nach Beendigung der Dreharbeiten wird Gerron nach Auschwitz deportiert und vergast." (Jannings hingegen "passt sich politisch und künstlerisch dem nationalsozialistischen Regime an und erhält zahlreiche Ehrungen".) --Axel Henrici


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24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:DVD
Der Film ist ein absolutes Meisterwerk. Dazu braucht mann nicht viel zu sagen. Marlene wurde dadurch ja weltberühmt. Die Extras sind auch nicht ohne: Live Bühnenauftritte, Interview, Probeaufnahmen Szenenvergleich der deutschen und englischen Fassung, Audiokommentar etc. Auch die orginal englische Filmfassung (1929/1930). Das einzige Handicap ist die Bildqualität die nicht gerade sehr gut ist. Aber darüber sollte mann aufgrund des Alters schon mal ein Auge zudrücken. Die Anschaffung lohnt allemal.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die fesche Lola... 21. Februar 2007
Format:DVD
Da der Film und sein Inhalt hinlänglich bekannt sind hier ein kurzer Blick auf die Extras: auf Disc 1 befinden sich neben dem Film zwei Trailer (aus den 30er und 60er Jahren), diverse Biographien und filmographische Daten, Probeaufnahmen der Dietrich, ein Interview mit Marlene für das schwedische Fernsehen aus dem Jahr 1971, ein Audiokommentar von Marlene-Biograph Werder Sudendorf sowie Konzertaufnahmen der drei Engel-Songs von verschiedenen Auftritten aus den 60er und 70er Jahren. Auf Disc 2 befindet sich die zeitgleich gedrehte englische Version, wobei vor allem der Dialekt von Jannings für eher unfreiwillige Komik sorgt. Alles in allem eine sehr stimmige Mischung, die diesen Klassiker beleuchtet.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
Prosit Neujahr erst einmal ! :-)

Nachdem ich die DVD schon ein Jahr "verwahrt" hatte, fand sie zum Jahreswechsel 07/08 als Kontrastprogramm zu "Hit-Giganten" und "Sylvester-Parties" endlich den Weg in den Player:

Ton (heftiges Rauschen in wortlosen Passagen) und Bildqualität (grobkörnig, zu den Ecken hin abgedunkelt = oft "Tunnelblick") sind (das zugrunde liegende Filmmaterial ist immerhin an die 80 Jahre alt) sehr mager. Hierzu sei angemerkt, das das Booklet von "digitaler Restaurierung" und "Optimierung" sowie "völlig neuer Bild- und Tonqualität" kündet...

Die angesprochene Qualität des Materials und die anfangs sehr "steifen" Pennäler-Szenen machen den Einstieg und das erste Drittel des Films etwas zäh, wenn nicht enttäuschend.

Aber: Dranbleiben lohnt!

Unmerklich beginnt die Handlung zu "ziehen". Dazu trägt m.E. bei, daß diese nachvollziehbar und einfühlbar bleibt: Wer kennt es nicht, dieses Gefühl, im Zustand des Verliebtseins davon überzeugt zu sein, genau das richtige zu tun - und damit seinem Leben mglw. eine entscheidende Wendung zu geben ? Wer andererseits nicht auch das Gefühl, jetzt eigentlich besser anders zu handeln - es aber nicht zu können oder zu halbherzig zu sein ? ;-) Oder: Doch nichts dafür zu können, was jemand anders in einem sieht/sehen will ? ... Oder: Sieht in seinem Umfeld Parallelen zu Rath oder Lola Lola ? ;-)

Wer den Film (wie ich) noch nicht kennt bzw. kannte, dem bietet der "Blaue Engel" reichlich Gelegenheit, diesen Fragen nachzugehen - und mitzufühlen. Wahrlich eine "Charakterstudie", in dem Punkt hat das Cover ganz recht. Den schönen Anblick der Dietrich und ihren Gesang gibt es "noch dazu".

Bemerkenswert: Der Film wurde laaaaaange vor meiner Zeit gedreht, ich wurde über den Umweg der CDs von Zarah Leander und Marlene Dietrich darauf aufmerksam. Und wieder einmal fällt mir auf, daß hier ein asbach-alter Streifen zum Nachdenken und "Hinschauen" jenseits der Effektgewitter von Blockbustern einlädt.

4 Punkte, weil für gut 20 Euro (über 40 Märker) das Ergebnis der "digitalen Aufbereitung" deutlich überzeugender sein sollte.
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