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Der bewaffnete Freund [Gebundene Ausgabe]

Raul Zelik
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Kurzbeschreibung

10. Mai 2007
Alex, Mitte dreißig, kehrt im Rahmen eines Forschungsprojekts nach Bilbao zurück, wo er früher regelmäßig seine Ferien verbrachte. Kurz nach seiner Ankunft erfährt er, dass auch sein alter Freund Zubieta zurückgekommen ist. Zubieta hatte einem befreundeten Schriftsteller vor zwanzig Jahren zur Flucht aus dem Gefängnis verholfen und lebt seitdem im Untergrund - als einer der meistgesuchten Touristen in Europa. Als Alex eine Nachricht von Zubieta zugespielt wird, ist er hin- und hergerissen. Die Freundschaft zwischen den beiden reicht weit zurück, doch das Risiko, sich mit Zubaia zu treffen ist groß. Im Baskenland herrscht Ausnahmezustand, nicht nur Anschläge von Zubietas Organisation, sondern auch Folterungen durch die Polizei gehören zum Alltag. Schließlich begleitet Alex den Freund auf eine Reise über die iberische Halbinsel - eine sechshundert Kilometer lange Fahrt zwischen Angst und Zweifeln. Ein Buch über Europa und das Wesen von Identität, Gewalt und Politik, das mit Elementen des Kriminalromans von einer außergewöhnlichen Freundschaft erzählt. "Die Literatur unserer deutschen Gegenwart ist nicht allzureich an solchen mehrsprachigen Zwischengängern, die es wie Zelik wirkungsvoll verstehen, fremde Sichtweisen, Standpunkte und Sprachen zu vermitteln." FAS "Raul Zelik ist ein politischer Schriftsteller und damit eine absolute Ausnahme in der deutschen Gegenwartsliteratur. Aber nicht nur das: Er kann auch richtig gut schreiben." Junge Welt

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
  • Verlag: blumenbar; Auflage: 2., Aufl. (10. Mai 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3936738270
  • ISBN-13: 978-3936738278
  • Größe und/oder Gewicht: 19,4 x 12,6 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 365.575 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Der Verlag über das Buch

Das Baskenland beherbergt einen der ältesten politischen Kon- flikte Europas. Obwohl die Franco-Diktatur bereits dreißig Jahre zurück liegt, wurde der bewaffnete Kampf in der Region nie überwunden und dauert mittlerweile seit fünfzig Jahren an. Die Untergrundorganisation ETA hat zwar seit längerem keine Anschläge mehr verübt, und es gibt Hoffnungen auf eine politische Lösung; doch die baskische Gesellschaft ist nach wie vor tief gezeichnet. 1500 Basken werden polizeilich gesucht und leben irgendwo der Welt in der Illegalität, rund 700 sitzen in spanischen Gefängnissen. Die Geschichte Zubietas ist angelehnt an den Fall Mikel Antza, der 1985 - als junger Theaterregisseur - den Schriftsteller Joséba Sarrionandia bei einer spektakulären Aktion aus dem Gefängnis befreite. Mikel Antza musste in Folge dieser Aktion sein bürgerliches Leben aufgeben, tauchte unter und zählte ab Anfang neunziger Jahre zu einem der wichtigsten Anführer der ETA. Ende 2004 wurde er in Südfrankreich in Begleitung seiner Lebensgefährtin und seiner kleinen Tochter verhaftet.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Raul Zelik, Schriftsteller, 1968 in München geboren, lebt in Berlin. Zahlreiche Reisen nach Lateinamerika und ins Baskenland. Zuletzt übersetzte er mit Petra Elser den Roman "Der gefrorene Mann" von Joseba Sarrionandia vom Baskischen ins Deutsche. Veröffentlichte die Romane "Friß und stirb trotzdem", "La Negra", "Bastard", "Die Geschichte der Journalistin Lee". Sein Roman "Berliner Verhältnisse" wurde für den Deutschen Buchpreis 2005 nominiert.

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5.0 von 5 Sternen Europäische Zeitgeschichte und Roadmovie 17. März 2009
Von Klaus
Format:Gebundene Ausgabe
Ein ganz besonderes Buch, dieses kleine, mit dem aufmerken lassenden Titel. Eine besondere Art und Weise, aktuelle europäische Konflikte, die in Deutschland oft nicht beachtet wurden und werden (die Medien tun ihr Teil dazu), die tiefe Wurzeln haben und Berührungspunkte mit unserer, deutschen, Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts. Das Spanien Francos war es, dass einer legalen aber unliebsamen Republik den Garaus machte, unter Folterungen und Massenerschiessungen ein Regime der Tyrannei durchsetzte, was von Hitler gern gesehen wurde und was auch nach dem Krieg die deutsche Wirtschaft (und die erlaubende Politik) nicht davon abhielt, mit der Diktatur gute Geschäfte zu machen.
Eine Diktatur, die die älteste, noch gesprochene Sprache Europas verbieten liess - das Baskische, Euskera genannt (sprich: E-Uskera)- man schätzt, seit sieben bis acht Jahrtausenden komunizier(t)en die Bewohner längs der Pyrenäen in dieser Sprache, heute durch die in der Vergangenheit erlittene Verfolgung und Ilegalisierung begrenzt auf den baskischen Teil Spaniens, etwas im Norden der Pyrenäen, in Frankreich, und noch weniger in Navarra, von den Basken reklamierte Kernprovinz des kulturellen Baskenlandes, politisch zerlegt und geteilt in verschiedene Staatshoheiten.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super Buch! 31. Juli 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Ich bin über die FAS-Rezension über dieses Buch "gestolpert". Und ich muss sagen der positive Eindruck der FAS hat auch mich erfasst.
Wer sich für Europa im allgemeinen und Spanien im speziellen interessiert, wer sich für Politik und Problemfelder interessiert, wer gerne interessante Sachthemen verknüpft mit einem spannenden und sympathischen Roman und einer sympathischen Hauptfigur zusammen konsumiert, der ist hier genau richtig!

Daumen hoch für den Autor - ich bin froh mal wieder einen solch schönen Roman lesen zu dürfen (bin nämlich noch nicht ganz fertig ;-)).
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bewaffnetes Buch... 11. Oktober 2008
Von zoot
Format:Gebundene Ausgabe
In einem Satz gesagt: Ein sehr spannendes, und trotzdem relevantes Buch, auch politisch informativ, aber nie langweilig, sodass ich es in wenigen Tagen verschlungen habe.

Es erzählt die Geschichte eines deutschen Studenten(?), der im Ausland eine Studienarbeit schreiben will, und dabei seine alten, freundschaftlichen Kontakte ins Baskenland auffrischen lässt. Einer seiner Freunde von damals hat sich mittlerweile zu einem Terroristen entwickelt und bittet ihn über Umwege um eine Autofahrt quer durch Spanien, wodurch sich eine Mischung aus Politikthriller und Roadmovie entwickelt, in iberischer Landschaft und deutscher Denkweise geschildert.

Als neu in Katalonien wohnhafter Deutscher hat das Buch mir Zugang verschafft zum Verständnis der Geschichte und Motivation des spanischen Lokal-Separatismus, was mir vorher unmöglich war. Wer, wie ich, nur ein abfälliges, europäisch-globalisiertes Lächeln für diese Leute übrig hat, dem sei dieses Buch empfohlen. Neben der spanischen Staatspolizei- und Einwanderungs-Problematik, wird hauptsächlich beschrieben, wie der baskische Terrorismus auf menschlicher Ebene funktioniert.

Man könnte kritisieren, das dies nur auf vollkommen subjektivem Niveau geschieht, praktisch ohne differenzierte Hinterfragung der Argumente oder Parolen. Aber genau so sieht die Entwicklung extremer Gruppierungen ja auch aus, ohne diese Zutat wäre das Buch nicht so authentisch und nachvollziehbar. Wer diese notwendige Zutat jedoch akzeptieren kann, sollte sich der spannenden Erzählung hingegeben können und wird sich auf unterhaltsame Weise weiterbilden, ohne die Ansichten zwangsweise übernehmen zu müssen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Rebellenromatik 12. Januar 2009
Von F. Martin
Format:Gebundene Ausgabe
Raul Zelik, der heute als Drehbuchautor, Journalist und Schriftsteller in Berlin lebt, ist ein reisefreudiger Zeitgenosse. Nach Südamerika, Spanien und ins Baskenland unternahm er mehrfach ausgiebige Reisen. Studiert hat der 1968 in München geborene Weltenbummler Politikwissenschaft und Lateinamerikanistik. Sein Debüt als Autor liegt schon einige Jahre zurück. 1997 erschien sein Roman "Friss oder stirb". Mit seinem 2005 erschienen Roman "Berliner Verhältnisse" stand er sogar auf der Longlist für den "Deutschen Bücherpreis".

Mit seinem jüngsten Roman "Der bewaffnete Freund" aus dem Jahre 2007 hat er es nicht auf die rund 20 Titel umfassende Auswahlliste für den begehrten deutschen Literaturpreis 2007 geschafft - wie auch die deutsche Literaturkritik insgesamt mit Zeliks schmalen Roman nicht viel anzufangen wusste. "Der bewaffnete Freund" eröffne laut "Süddeutsche Zeitung" (11.10.07) eine "fragwürdige Gewaltdiskussion". Zudem sei der Roman erzählerisch und sprachlich ziemlich grob gestrickt". "Die Tageszeitung" (03.08.07) will eine Schwarz-Weiß-Zeichnung der Charaktere festgestellt haben und zeigt sich erbost darüber, dass Zelik einen Jürgen Habermas "literarisch veralbert". "Die FAZ" (24.08.07) hingegen lobt "die Balance zwischen dem Dokumentarischen und der eigenen Kraft", die der Roman entfalten würde. Allein die eingestreuten prosaseminaristischen Exkurse müsse der Leser "verkraften". Trotzdem stellt die "FAZ" wohlwollend fest, dass mehr von dieser Art Literatur nicht schaden könne.

Die Handlung, teilweise auf authentische Charaktere und Begebenheiten basierend, spielt im spanischen Baskenland.
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