Die futuristische Großstadt Empire City ist ein Enklave, in der normale Menschen mit Mutanten und Robotern friedlich zusammen leben, oder besser gesagt: jeder für sich gleichgültig einen privaten Überlebenskampf führt. Der auf seine Bürgerrechte wartende Roboter Mack landet in einem Strudel unerwarteter Ereignisse, der ihn immer tiefer in den Sumpf von Verbrechen und Verschwörungen zieht, auf dem die Stadt errichtet wurde.
Der automatische Detektiv" ist ein komischer Roman voller amüsanter Szenen und mit hohem Humorpegel, wenngleich eher wenigen "Punchlines". Das liegt an der Nähe zum harten Detektivroman im Stil von Chandler und Hammett, da es manchmal hart zur Sache geht und einige Protagonisten unterwegs das Zeitliche segnen. Übermächtig wirkende Gegenspieler und ein Dickicht aus falschen Fährten und Täuschungen sorgen dafür, dass Mack mit Zynismus und Überzeugungen bewaffnet durch Empire City stolpert und mit Durchhaltevermögen und seiner extrem harten Legierung wettmachen muss, was andere ihm an Wissen voraus haben. Die Mischung aus Raymond Chandler und Douglas Adams funktioniert für mich erstaunlich gut, allerdings kann ich mir vorstellen, dass diejenigen weniger Freude damit haben werden, die auf reinrassige Fun-Literatur oder reine Detektivstories eingeschworen sind.
Der Sprecher Oliver Rohrbeck vollbringt hier eine stimmliche Meisterleistung. Ob Menschenaffe, Roboter, femme fatale oder Mutant, alle Protagonisten sind so passend wie unterscheidbar vorgelesen. Er macht die Welt auf bewunderungswürdige Weise lebendig.