"Der aufziehende Sturm" ist am besten als Übergangsband zu bezeichnen. Von nahezu jeder Person wird kurz erwähnt was sie gerade macht, insbesondere wird dabei immer wieder auf die letzte Schlacht und die Zweifel der Charaktere hingewiesen, ohne dass es zu einem Chrakterausbau kommt.
Diese Einführung kennt man aus den Prologen der früheren Bände. Genau hier ist allerdings das Problem, auch während der einzelnen Kapitel springt der neue Autor permanent zwischen etlichen Charakteren, Jordan beschränkte sich meist auf 1-2 Hauptstränge. Zweiffellos kann man Egwene in der weißen Burg und Rand als Hauptgeschichte bezeichnen, in der auch interessante Entwicklungen stattfinden.
Dem gegenüber stehen mehrere Kapitel über Perrin, Faile und Mat in denen nichts passiert, die in gewisser Weise sogar zwischen den handelungen von Rand und Egwene stören.
Gawain Trakand, Siuan, einigen dunklen Diener und der Tochter der Neun Monde werden auch Kapitel gewidmet, in denen immerhin etwas passiert, was durchaus Bedeutung für später haben könnte - wobei Gawain in seiner Unwissenheit (und Arroganz) mich ehrlich gesagt nur genervt hat.
Allgemein drängt sich der Eindruck auf, dass das Böse stärker wird und gewinnt (tot Geglaubte kehren zurück, Ausgeschaltete befreien sich).
Dann kommt es jedoch zu einem spannenden, kleinen Finale im Bucht.
Zusammenfassend, ist es sicherlich ein interessantes Buch, in dem aber wenig passiert (eigentlich nur am Ende im Zusammenhang mit Rand), was schade ist. Nach dem Band bleiben mehr Fragen zurück als vorher und man möchte nun wissen was nun mit Egwene und Rand passiert.
Als Fan vom Rad der Zeit sollte man den Band gelesen haben, wobei es villeicht clever wäre mit dem Lesen von Band 32 auf 33 zu warten, da sonst die Zeit noch länger wird.