Dieses expressionistische Drama beschreibt den letzten Tag im Leben des Vagabunden Hans Iver, der die Scheinheiligkeit und Oberflächlichkeit der bürgerlichen Gesellschaft erkannt und sich deshalb aus ihr zurückgezogen hat. Beim ersten Lesen lässt dich dieser Sachverhalt jedoch aufgrund der komplizierten Personenkonstellationen und der unübersichtlichen Reihung von scheinbar unwichtigen Ereignissen, deren Bedeutung für den Gesamtzusammenhang erst nach gründlicher Analyse deutlich wird, kaum erschließen. So reagiert anfangs wohl jeder Leser auf dieses Buch wie die Gesellschaft des angehenden 20.Jahrhunderts auf den "Lumpen" Hans Iver: Mit Verwirrung, Unverständnis und Ablehnung. Hat man allerdings einmal Zugang zum Text gefunden, ist er sehr ergiebig und veranschaulicht gut die Dekadenz und den Werteverlust des Bürgertums zu Beginn des letzten Jahrhunderts.