Ich bin ein begeisterter Hobbykoch und kaufe mir immer wieder Bücher, die in weiterem Sinn das Kochen betreffen. Ganz besonders liebe ich jene Bücher, die das Kochen mit anderen Themen wie Ländern, Landschaften, Kulturen, Literatur und auch Erotik verbinden.
Ich las die Ankündigung einer Lesung von Julia Stemberger aus dem neu erschienenen erotischen Kochbuches „Der arme Ritter" von August Schmölzer. Sofort bestellte ich mir zwei Exemplare, eines für mich und eines zum Verschenken.
Mit großer Begeisterung las ich (als Mann) die vierzehn Kapitel des Buches und ich bewunderte, dass es dem Autor immer wieder gelang, jedes der Kapitel mit einer überraschenden Wendung enden zu lassen. Nach dem vierten, fünften überlegte ich schon am Beginn, was ihm jetzt wieder einfallen wird.
Es ist für mich denkmöglich, dass in unserer Zeit sich diese Geschichten tatsächlich ereignen könnten (aber kaum in der Zeit, als ich im Alter von August Schmölzer war).
Der Autor streift in diesen Buch fast alle Variationen der sexuellen Männerphantasie, er schreibt sehr freizügig, aber ich empfinde seine Sprache manchmal als zu „Macho"-artig.
Aus meiner Sicht muss ich August Schmölzer bestätigen: Kochen an sich ist erotisch, weil dabei viele körperliche Empfindungen eine große Rolle spielen, und Kreativität und Phantasie sind nicht nur beim Kochen sehr wichtig.
Jetzt, nach dem Lesen des Buches, ist mir nicht klar, wem ich dieses Buch aus meinem Bekannten- oder Freundeskreis schenken kann.