Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Der arme Heinrich
 
Größeres Bild
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Der arme Heinrich [Gebundene Ausgabe]

Hartmann von Aue , Norbert Miller , Rainer Malkowski
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.


Weitere Ausgaben

Amazon-Preis Neu ab Gebraucht ab
Gebundene Ausgabe --  
Taschenbuch EUR 4,40  
Unbekannter Einband --  

Hinweise und Aktionen

  • Schulbücher & Lernhilfen
    Schnell finden und einfach bestellen. Ob Schulbücher, Lektüren, Lernhilfen oder Sprachlernmaterialien: Alle Bücher rund um die Schule finden Sie im großen Schulbuch & Lernhilfen-Special. Natürlich versandkostenfrei.

Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen


Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 152 Seiten
  • Verlag: Hanser Belletristik; Auflage: 1 (10. März 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446202870
  • ISBN-13: 978-3446202870
  • Größe und/oder Gewicht: 19,4 x 12,8 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 705.590 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Der arme Heinrich
EZ nach 1191 DE 1810Form Verserzählung Epoche Mittelalter
Der Arme Heinrich stellt zusammen mit dem Gregorius und Hartmanns Kreuzliedern ein Beispiel für die Relevanz der religiösen Thematik in der höfischen Adelskultur dar. Erkennbar wird das Bemühen, weltliche und religiöse Werte in Übereinklang zu bringen.
Inhalt: Heinrich von Aue ist ein mit allen weltlichen Tugenden seines Standes ausgestatteter Adliger und führt ein Leben in Glück und Glanz. Dann jedoch erkrankt er auf Gottes Geheiß an Aussatz. Diese Krankheit isoliert ihn gesellschaftlich. Ein Arzt in Montpellier erklärt ihn für unheilbar, ein Arzt in Salerno teilt ihm mit, es gebe zwar ein Mittel gegen die Krankheit, aber dieses sei nicht erhältlich: Eine Jungfrau müsse sich für ihn töten lassen, damit er in ihrem Blut baden könne. Daraufhin resigniert Heinrich, verteilt seinen Besitz an Verwandte, Arme und die Kirche und zieht sich auf den Hof eines seiner Bauern zurück.
Die achtjährige Bauerstochter fühlt sich zu Heinrich hingezogen. Beide verbringen viel Zeit miteinander; im Scherz nennt er sie seine »Braut«. Als Heinrich drei Jahre später erzählt, was man ihm in Salerno mitgeteilt hat, fasst das Mädchen spontan den Entschluss, sich zu opfern, und lässt sich weder von den Eltern noch von Heinrich umstimmen. Als Heinrich das Messerwetzen des Arztes hört und die bereits Entkleidete und Festgebundene sieht, bricht er die Prozedur ab. Auch die lauten Klagen des Mädchens, das sich um den himmlischen Lohn für sein Opfer betrogen sieht, und der Vorwurf der Feigheit können Heinrich nicht umstimmen. Da er aber nun seine innere Wandlung und das Mädchen seinen Opferwillen unter Beweis gestellt haben, gewährt Gott als Lohn die Heilung. Heinrich nimmt seine alte Stellung wieder ein und ist bald noch reicher und mächtiger als vorher. Er heiratet die Bauerstochter, und nach einem langen gemeinsamen Leben gehen beide in Gottes Reich ein.
Aufbau: Eine Quelle für Hartmanns gut 1500 Verse umfassenden Text ist nicht bekannt. Der arme Heinrich weist mehrere Besonderheiten auf: Auffällig ist die Mesalliance zwischen dem hochadligen Heinrich und der Bauerstochter. Die Hauptfigur erscheint über die Namensgebung als Mitglied/Vorfahr von Hartmanns Dienstherrengeschlecht. Ferner hat Der arme Heinrich für einen epischen Text seiner Zeit bemerkenswert wenig Handlung, dafür wird Reflexionen und der Entwicklung psychischer Zustände breiter Raum gegeben. Eher konventionell wirken dagegen auf den ersten Blick die Hauptaussagen: Weltliches hat nur relative Bedeutung, weil es stets vergänglich ist; von Gott verhängtes Leid soll man geduldig ertragen. Auf diese Aussagen lässt sich der Text indes nicht reduzieren, da neben der Hauptfigur, an der die Lehre vorgeführt wird, auch die Bauerstochter eine bedeutende Rolle spielt, deren Verhalten sich in die genannten Lehren nicht einordnen lässt.
Wirkung: Zu Hartmanns Zeit scheint Der arme Heinrich recht bekannt gewesen zu sein; überliefert sind sieben (teils unvollständige) Handschriften. Zu diesen Primärzeugnissen für eine Rezeption treten Anspielungen und Zitate in Texten anderer Autoren. In der Neuzeit kann Der arme Heinrich als einer der bekanntesten mittelalterlichen deutschen Texte gelten; befördert wurde seine Bekanntheit durch rund 30 Übersetzungen ins Neuhochdeutsche seit 1810. Ferner existieren Volksbuchfassungen und dichterische Neubearbeitungen, darunter eine Erzählung von Ricarda Huch (1864-1947), lyrische Umsetzungen von Adelbert von R Chamisso und Conrad Ferdinand R Meyer sowie Dramatisierungen von Lion R Feuchtwanger, Gerhart R Hauptmann und Ludwig Uhland. R. B. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"In den Übertragungen der Philologen bewahrt sich der zeitlose Gehalt nur als ferner Klang. Damit er uns ins Herz trifft, bedarf es der Aktualisierung seiner poetischen Evidenz, der Umwandlung in eine zeitgenössische Dichtersprache. Der Lyriker Rainer Malkowski, ein Emphatiker der Reduktion, hat es gewagt und das hohe Pathos des Originals in einen innig-nüchternen, dabei gesanglichen Ton transponiert." Andreas Nentwich, Die Zeit, 7.8.03 "Ein großes, etwas zwielichtiges Werk in einer klug akzentuierenden, poetisch starken Neu-Übertragung." Alexander von Bormann, Frankfurter Rundschau, 23.7.03 "Malkowskis Übersetzung bewahrt bei allen Freiheiten so viel von der Substanz von Hartmanns Erzählung, daß man auch in ihr dem Fremden begegnen kann." Joachim Heinzle, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.10.03

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


Vorgeschlagene Tags zu ähnlichen Produkten

 (Was ist das?)
Setzen Sie den ersten relevanten Tag hinzu (ein Schlüsselwort, das mit diesem Produkt in engem Zusammenhang steht).
 

 

Eine digitale Version dieses Buchs im Kindle-Shop verkaufen

Wenn Sie ein Verleger oder Autor sind und die digitalen Rechte an einem Buch haben, können Sie die digitale Version des Buchs in unserem Kindle-Shop verkaufen. Weitere Informationen

Kundenrezensionen

3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Sterne
0
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Taschenbuch
" Ein ritter so geleret was,/ daz er an den bouchen las,/ swaz er dar geschriben vant;/ der was Hartman genant,/ dienstman was er ze Ouwe./ er nam um manige schouwe/ an mislichen bouchen;/ dar an begunde er souchen,/ ob er iht des funde/da mite er swaere stunde/ und von so gewanten sachen/daz gotes eren töhte/ und da mite er sich möhte/ gelieben den liuten ./nu beginnet er iu diuten/ eine rede die er geschieben vant./
( Auf mittelhochdeutsche Satzzeichen muss leider verzichtet werden.)

Worum geht es ?

Hartmann von der Aue - er wurde um 1160 geboren - ist der erste große Dichter der hochhöfischen Zeit. Sein Versepos " Der arme Heinrich" zeichnet sich durch Kürze, Geradlinigkeit und Schlichtheit aus.

Ritter Heinrich ist von hoher Geburt, reich , unabhängig, ein begabter Minnesänger, fair zu seinen Untertanen, und dabei weltoffen.
Gerade deshalb wollen ihn die Geschicke offenbar einer einer Prüfung unterziehen.
Der Aussatz macht ihn zum Bettler. Er gerät in der Folge dieser Krankheit in eine tiefe Depression.
Aus dem stolzen Ritter Heinrich macht das Rad des Schicksals den armen Heinrich, der nun ein Mensch der Verlorenheit ist. Er mag sich und die Welt nicht mehr, er entäußert sich seines Habes und flüchet zu einem Bauern, der einen seiner Pachthöfe bewirtschaftet. Dort erfährt Barmherzigkeit und ist beglückt von der Zutraulichkeit der Tochter des Bauern. Er nennt sie zärtlich seine Braut.
Das Mädchen erfährt durch Zufall, dass man in Salerno, der damaligen Hochburg der medizinischen Wissenschaft, Heinrich zu heilen vermag. Allerdings ist es notwendig, dass eine Jungfrau ihr Herzblut für die Heilung opfert. Sie entscheidet sich zu diesem Opfer.
Ehrfurchtvoll beugen sich ihre Eltern dem Willen der Tochter . Auch Heinrich meint diese barmherzige Gabe annehmen zu könne.
Als er allerdings den nackten Körper des Mädchens durch einen Spalt in der Wand auf dem Operationstisch liegen sieht, macht er seinen Entschluss rückgängig. Sie ist so "wünneclich", dass er sie nicht sterben lassen kann. Er gewinnt" niuwen mout". Dieser erwächst ihm aus der Einsicht, dass es töricht ist, sich dem zu entziehen , was Gott über ihn verhängt hat. Religiöse und minnigliche Impulse überlappen sich hier eindeutig. Die " triuwe" ( Treue) und " bärmde" ( Barmherzigkeit) des Mädchens stimmen Gott gnädig. Er lässt ein Wunder geschehen.
Heinrich wird wieder gesund und ist jünger, auch schöner als zuvor und das Bauernmädchen wird seine Frau.

Die zurückgewonnene Weltfreude Heinrichs und die Todessehnsucht der Jungfrau sind geradezu paradigmenhaft für den augustinischen Dualismus zwischen civis dei und cicis diaboli.
Hartmann von der Aue wirbt in seinem Versepos für Selbstzucht, Demut und Treue, die er als die höchsten menschlichen Werte erachtet. Damit vertritt der Dichter die Tugenden der höfischen Ethik, welche bereits von der antiken Philosophie, etwa durch Cicero, Boethius und Seneca geprägt worden sind.

Sehr erhellend ist es den Text parallel zu lesen und sich vorab bereits mit dem Nachwort zu befassen.

Empfehlenswert!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Abgesehen von Wolfram von Eschenbachs "Parzival" stellt Hartmanns von Aue "Der arme Heinrich" das wohl wichtigste Werk der deutschen Literatur im Hochmittelalter dar. Die Geschichte eines von Gott reich beschenkten Adligen, der scheinbar grundlos von der Lepra befallen wird, war zum Zeitpunkt ihres Erscheinens ein Meilenstein der höfischen Dichtung und erfreut sich bis zum heutigen Tag einer großen Rezeption. Unter dem Einfluss der Schule von Chartres, deren Ideen und Vorstellungen von deutschen Dichtern wie Hartmann von Aue, Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg übernommen wurden und beinflusst durch mystische Gedanken, die bis zu Platon zurückreichen, entstand dieses herausragende Werk, dessen exakte Datierung sich im übrigen sehr schwierig gestaltet, da wir im Zusammenhang mit dem Leben und Wirken Hartmanns von Aue über keine genauen Daten verfügen und daher vielfach auf die Angaben diverser Zeitzeugen (z. B. Wolframs von Eschenbach) angewiesen sind.
Etwas problematisch ist allerdings die neuhochdeutsche Übersetzung des "armen Heinrich", die man als relativ frei bezeichnen muss. Auch wenn es wirklich große Unterschiede zwischen der mittelhochdeutschen und der heutigen deutschen Sprache gibt und der Sinn des Textes trotz der freien Übersetzung ganz gut verständlich wird, so bin ich doch der Auffassung, dass man sich etwas näher an den ursprünglichen Text hätte halten sollen. Sehr interessant ist auch der starke Wandlungsprozess, den Heinrich im Verlauf der Erzählung durchläuft und der ihn schließlich zu einem besseren, weil gottgefälligeren Leben führt und ihn dadurch auch von seiner schweren Krankheit erlöst.
Das Werk ist für jeden, der sich für die deutsche Literatur des Mittelalters interessiert, wirklich zu empfehlen, allerdings sollte die neuhochdeutsche Übersetzung immer unter Berücksichtigung des mittelhochdeutschen Textes gelesen werden. Ansonsten ist Hartmanns von Aue "Der arme Heinrich" ein ausgezeichnetes Werk, das einen vorzüglichen Einblick in die Zeit des Hochmittelalters bzw. der Stauferzeit gewährt und für jeden, der sich gerne mit mittelhochdeutscher Literatur beschäftigt, uneingeschränkt zu empfehlen ist.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sehr interessant und packend 17. September 2007
Format:Taschenbuch
Ich habe das ganze Buch an einem Tag (heute) verschlungen, weil es einen einfach mitreißt. Es ist schwer zu beschreiben. Ich finde es ist sehr schön geschrieben und auch ausführlich. Nur die schöne alte Dichtung ging mit der Übersetzung verloren. Das ist schade. Ansonsten ein absolut empfehlenswertes Buch! Darum 5 Sterne!
War diese Rezension für Sie hilfreich?

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   
Ähnliche Foren


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen:


Ihr Kommentar