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Der abenteuerliche Simplicissimus (insel taschenbuch)
 
 
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Der abenteuerliche Simplicissimus (insel taschenbuch) [Taschenbuch]

Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 744 Seiten
  • Verlag: Insel Verlag; Auflage: 8 (25. September 1983)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3458324399
  • ISBN-13: 978-3458324393
  • Größe und/oder Gewicht: 18,3 x 10,8 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 783.279 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»...das bedeutendste Werk der deutschen Literatur des 17. Jahrhunderts ... Günter Grass' Werk ist vom Simplicissimus beeinflusst, Bertolt Brechts ›Mutter Courage‹ basiert darauf. Thomas Mann nannte ihn ›ein Literatur- und Lebens-Denkmal der seltensten Art‹ und ›ein Erzählwerk unwillkürlichster Großartigkeit, (...) kochend von Leben‹.«

(Harald Loch Hessische/Niedersächsische Allgemeine )

Kurzbeschreibung

Grimmelshausens Simplicissimus ist "ein Gemälde der Zeit und der Welt, wie sie sich in der Seele von Dichter und Held spiegelten; ein Bild seines eigenen Lebens und Wesens; endlich ein Kunstwerk, eine Dichtung. Strenge Wahrheit soll sein Grundsatz bei den beiden ersten Bestandteilen sein; denn im ersten will er zum Nachdenken anregen und die Augen öffnen, im zweiten will er beichten". Reinhard BuchwaldNicht zu allen Zeiten ist Grimmelshausens großer Schelmenroman als Bestandteil des klassichen Kanons deutscher Literatur und deutschen Bildungsguts anerkannt worden. 1876 debattierte der preußische Landtag über diese - so der Redner - "Zusammenstellung von Zoten und Unlauterkeiten aus dem wüsten Leben eines Landknechts des Dreißigjährigen Kriegs", über "Irrfahrten, Liebesabenteuer, Diebstahl, Unzucht, Mord, Bruch des Fahneneids etc." In seiner Empörung über dergleichen Dinge in einem Roman hat der Abgeordnete ein gut Teil dessen getroffen, was Grimmelshausen mit satirischem Blick erfaßt, mit Sinn fürs Groteske schildert, aber auch mit Schärfe geißelt: die Realität einer Zeit, in der die Welt verwildert schien und Katastrophenangst ein Grundgefühl des Menschen war, einer Zeit voller Krisen und Bedrohungen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Der geneigte Leser nimmt hier an diversen Jahrzehnten im Leben des o.g. Hauptdarstellers teil, beginnend bei der Jugendzeit im (nach heutigen Maßstäben abgedrehten) Elternhaus und endend mit einem selbstgewählten Eremitentum in religionsfanatischer Exstase irgendwo auf einer einsamen Insel.

In gewisser Weise finden in diesem Roman gleich mehrere Reisen statt.

Zum einen eine um die Welt: beginnend im Spessart, über Rußland, Japan, Afrika auf eine abgelegene menschenleere Insel. Diese Reise kann den Weltbürger heutzutage nur noch wenig reizen, hat aber damals sicherlich viel Wissensdurst gestillt und mir scheint manches Detail für die damalige Zeit recht erstaunlich. Manch anderes entlockt mir ein Lächeln.

Dann eine durch verschiedene Geisteszustände: vom einfältigen Jüngling, durch Erziehung und Erkenntnis zum religiösen Fanatiker. Auch heute noch nachzuvollziehen, weil sich ja katholische Grundsätze im Laufe der Zeit wenig verändern.

Und dann eine durch die Moral: von der entschuldbaren Einfalt über erst gute Vorsätze und dann böses böses Betragen bis hin zur nackten Angst vor den Menschen, deren Errungenschaften und der damit einhergehenden Schlechtigkeit. Der realistischste Teil der Erzählung.

Einen Großteil seines Reizes gewinnt die Geschichte dadurch, daß der Dreißigjährige Krieg sozusagen eine Hauptrolle spielt. Man kann hier, wenn man sich einmal mit der recht ursprünglich gehaltenen Sprache des Buches angefreundet hat, sehr viel über die damaligen Lebens- und Sichtweisen erfahren. Und auch das ein oder andere Schmunzeln bleibt nicht aus -zumindest bei mir- wenn man von den damaligen Maschen der Trickbetrüger hört (z.B. "Goldwasser" selbst brauen und auf den Dörfern als Allheilmittel verkaufen) oder miterlebt, wie Simplicissimus seine ersten und danach noch reichlich Liebeserfahrungen sammelt. Interessant ist auch das Verhältnis der Doktoren und Apotheker zu ihren Patienten: man wird einfach nicht für gesund erklärt, solange man Geld hat.

Solcherlei Häppchen halten die 720 Seiten in jeder Menge bereit, stilrichtig eingebettet in einen ansonsten für den modernen Leser sicherlich zu langwierigen Roman. Wahrscheinlich hat man im 17. Jahrhundert den Wert eines Buches direkt an seinem Gewicht festgemacht. Zum Glück, denn so kommt der „Hochgeehrte, großgünstige liebe Leser etc." in den Genuß einer blumigen ausführlichen Sprache, wie ich sie in zeitgenössischen Büchern noch nicht gelesen habe.

Alles in allem ein lehrreiches Buch, dessen Inhalte sich aber nur dem sehr geduldigen Leser oder dem Sprach-Gourmet erschließen dürften.

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27 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Ich finde es sehr erfreulich, dass es diese ungekürzte Version (über 700 Seiten) dieses ersten deutschen Romans von literarischem Weltrang zu dem günstigen Preis gibt. Alle die es abschrecken sollte, dass dieses Buch bereits 1669 geschrieben wurde: die Sprache ist nicht so anstrengend, wie man vermuten könnte, sondern vielmehr sehr lustig und kurzweilig. Gleiches lässt sich vom Inhalt sagen.
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Simplicissimus, ein Findelkind, wächst auf einem Bauernhof mitten im Wald auf. Er kennt nur die Menschen, die auf dem Hof leben. Sein eigentliches Elternhaus schätzt er für adlig ein. Simplicissimus lebt in den Tag hinein, ist dumm, hat nur eine Begabung : das Dudelsackspielen. Er ist ein Mensch, der nichts weiß, so hält er z.B. Reiter für Wölfe. Er denkt, diese beiden Wesen (Mensch und Pferd) sind zusammengewachsen. Reiter kommen auf den Hof. Sie plündern und foltern. Simplicissimus kann fliehen und kommt zu einem Einsiedler, bei dem sich herausstellt, dass er Simplicissimus' Vater ist. Er hatte ihn zu Pflegeeltern gegeben um ihn vor den Schrecken des Krieges zu retten. Er bleibt bei seinem Vater, lernt von ihm lesen und schreiben. Zwei Jahre später stirbt sein Vater. Er will die Einöde verlassen und kommt erneut mit dem Kriegsgeschehen in Berührung, er muss mit ansehen, wie Menschen gequält werden... Die erste Ausgabe des Buches erschien 1669. Es stellt das Leben im Dreißigjährigen Krieg mit all seinem Grauen dar. Beim lesen kommt man nicht umhin ständig die Bilder von Hieronymus Bosch vor Augen zu haben. Keine leicht verdauliche Lektüre, damit auf keinem Fall vorm Zubettgehen zu empfehlen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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Die neuesten Kundenrezensionen
mangelnde Qualität
Zugegeben, ich habe diese Ausgabe bestellt weil sie os billig war. Aber trotzdem hätte ich mir mehr erwartet. Die Seiten sind so dünn, dass sie sehr leicht reißen. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Bibi veröffentlicht
Gar nicht so einfältig
Auch wenn die Sprache manchmal Fantasie fordert, aber zum Glück durch den "Übersetzungsteil" am Ende des Buches erklärt wird, sind Erfahrungen, Beschreibungen und... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. September 2009 von Tahua
Überbewertet
Da dieser Roman bei den wichtigsten Werken des Barock immer in einem Atemzug mit "Don Quijote", den ich ebenso gelesen habe, genannt wird, nahm ich mir vor kurzem auch den... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. September 2009 von geronimobosch
Grandios, saftig, schräg, lehrreich, große Literatur
Grandios, saftig, schräg, lehrreich, große Literatur, 8. November 2007
Von Nachtpfauenauge (Mainhattan) - alle meine Rezensionen ansehen

Noch nicht... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. November 2007 von Nachtpfauenauge
Grandios, saftig, schräg, lehrreich, große Literatur
Noch nicht gelesen? Dann rate ich unbedingt, sofort das gerade anödende Buch aus irgendeiner Bestsellerliste beiseite zu legen und zu Grimmelshausens Meisterwerk aus dem 17. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. November 2007 von Nachtpfauenauge
Verriss!
Verglichen mit der alten Reklam-Ausgabe

"Der abenteuerliche Simplicissimus

Teutsch (!!! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. August 2007 von J. Kandel
Schöne Ausgabe aber es fehlt Kommentar
Über die Geschichte des Simplicissimus gibts nichts mehr hinzuzufügen, das haben schon andere rezensenten sehr gut gemacht und ich bin davon auch begeistert. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Dezember 2006 von Franz Ferdinand
Spöttische Vorformen soziologischen Denkens ...
In der so genannten "Ständebaum-Allegorie" beschreibt Grimmelshausen, scheinbar spöt-tisch voraussehend auf die Pyramiden-Grafiken unserer heutigen Soziologen, eine... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Januar 2006 von FrizzText
Ein wahrhaft fesselndes Buch
Der "Simplicissimus" stand schon lange auf der "muss man mal gelesen haben" Liste. Wie zutreffend diese Einstufung war, belegt diese Ausgabe. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. September 2005 von Gereon Stein
durch den segen unserer technik leichter konsumierbar ...
die odyssee des simplicius simplicissimus ist derart detailgenau und umfangreich zu papier gebracht worden, dass es ein segen unserer technisierten zivilisation ist, dass man das... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. September 2004 von FrizzText
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