Kenntnisreich und mit Verweis auf maßgebliche Sekundärliteratur und auf bekannte und bislang weniger bekannte Dokumente,entwirft der Autor ein Bild unserer "Jüngeren Geschichte", wie es nur ein gänzlich unabhängiger Laie wagen kann oder ein Historiker, dem die eigene Karriere weit weniger bedeutet, als die Verpflichtung zu Wahrheit und Wahrhaftigkeit. Mit dem Mut,zu Teilen diametral gegen den Zeitgeist, ein so bisher wenig bekanntes Geschichtsbild der verschiedensten Interessen zur Verursachung des Ersten und Zweiten Weltkrieges, des "Zweiten Dreißigjährigen Krieges" von 1914 bis 1945, zu entwerfen, scheut Neubaur auch nicht davor zurück, die hierzulande von einer selbsternannten Meinungsdiktatur wohlgehüteten und bissig verteidigten Tabus entschlossen anzufassen und sogar dem deutschesten aller deutschen Geschichtstabus wissenschaftlich-faktenreich entgegenzutreten, der nachweislichen Beteiligung jüdischer Organisationen am Entstehen des Ersten und Zweiten Weltkrieges. Seine unerschrockene Entschlossenheit, die Ursachen und Verursacher des größten Menschheitsdesasters klipp und klar zu benennen,ist ein seltener und daher umso bedeutenderer Lichtblick in der kümmerlichen Landschaft einer noch von Nürnberg und dem Überleitungsvertrag gegängelten und geklitterten deutschen Historiographie. Denn, so Neubaur: "Lieber treibt die mittlerweile dritte Nachkriegsgeneration in hingebungsvoller Miniaturmalerei methodologisch anspruchslos-langweilige, bestenfalls kriminalhistorisch relevante "Täterforschung" ad calendas graecas et ad nauseam, als sich mit solcher Fragestellung von welthistorischer Dimension in die Nesseln zu setzen. Am Ende bekäme man es ja mit "Tätern" und "Mittätern" ganz anderen Kalibers zu tun - unausdenkbar." Wer nicht weiterhin Opfer der medialen Gehirnwasch-Verblödungs-"Geschichtschreibung" bleiben will, hat keine Wahl. Er muss dieses Buch lesen. Danach, das kann ich hier versprechen, wird das Weltbild des Lesers ein anderes sein, als vor der Lektüre. Man kommt allerdings im Interesse der Sache nicht umhin, Neubaur von Herzen zu wünschen, dass er für seine vorbildliche Arbeit, nicht von der falschen Seite Beifall bekommt.