im jahre 402/1 v.chr. versammelte der prinz kyros ein söldnerherr, um den großkönig artaxerxes II (seinem bruder) vom thron zu stürzen.
mit erfahrenen griech. offizieren bringt er 11.000 mann zusammen.
der 30 jährige athener xenophon (schüler des Sokrates) schließt sich mit seinem böotischen freund proxenos dem feldzug des kyros in sardes an.
sokrates machte xenophon vor der abreise nach sardes noch auf die gefahr aufmerksam, das er sich einem mann anschließt, der für die niederlage der athener im peloponnesischem krieg 431-404 verantwortlich war (kyros unterstützte die spartaner im krieg gegen athener) u. das man es ihm bei seiner rückkehr übel nehmen könnte.
das war denn auch der grund für seine verbannung aus athen.
im jahre 401, unter den vorwand eines vergeltungs-feldzuges gegen den unbotmäßigen stamm der pisider versammelte man sich in sardes.
so zog das söldnerherr los ins landesinnere.
daher der titel"anabasis"= "marsch ins landesinnere".
die truppe trifft bei kunaxa (nahe babylon) auf die armmee des großkönigs.
kyros, der prinz fällt, die griech. -söldner stehen plötzlich alleine im feindlichen land ohne anführer da.
die persische anhängerschaft wechselt rüber zum großkönig u. die griech.-söldner gehen gutgläubig in die falle des persischen stadthalters tissaphernes u. werden getötet.
in dieser verzweifelten lage trifft das neue feldherrengremium (unter ihnen xenophon) die entscheidung den rückzug aus eigener kraft ohne vermittlungsangebot der perser anzunehmen.
xenophon, der sich durch seinen besonderen führungsstil auf sich aufmerksam gemacht hatte, schlug den oberbefehl aus.
die götter die ihm während seiner opferrituale klar machten; weder nach dem amt des oberbefehlshabers zu streben, noch wenn er gewählt wird, den posten auszuschlagen.
dennoch erweißt sich xenophon in den entscheidenden phasen des rückzuges als zuverlässiger deuter göttlicher zeichen.
es folgt ein atemraubender rückweg.
schauplatz: lydien,kilikien, mesapotamien, armenien (alte grenze), paphlagonien, byzanz.
(heutige: Türkei, Syrien, Kurdistan, Irak).
lange zeit galt xenophon als besonderes vorbild der griechen u. römer in bezug auf seinen führungsstil.
er stellte sogar alexander den großen mit seinen taten in den schatten.
die spartaner gewährten ihm nach seiner verbannung aus athen ein landgut bei olympia, wo er als pseudonym thermistrgenes von syrakus seine memoiren niederschrieb.
xenophon stirbt in korinth, er lebte um 425- 355 v.chr.
240 spannende seiten, für den lesefreund ohne vorkenntnisse vielleicht etwas schwer zu lesen, ansonsten geschichtlich sehr wertvoll.
neben den zweischichtigen apologetischen tendenz der "anabasis " wird die reflektion der nachrufe des getöteten kyros u. die ermordeten feldherren hingewiesen.
viel spaß beim lesen, thalatta.........(jubelruf der griechen, als sie das schwarze meer erreichten).