Ich habe mir diese zweibändige Erzählung über die Abenteuer von Alicia DeVries gekauft, da ich anhand der Kurzbeschreibung von einem klassischen military SF - Roman ausgegangen bin. Diese Erwartung wurde vollauf befriedigt.
Während DeVries sich im ersten Band zu einer überragenden Soldatin entwickelt und sich auf diversen planetaren Schlachtfeldern beweisen muss, wechselt der Autor im zweiten Band in den interstellaren Raum und zu den dazugehörigen Gefechten zwischen Raumschiffen. Der Rahmen ist schnell erzählt: die Familie von DeVries wird von vermeintlichen Piraten ermordet, woraufhin sie Rache schwört. Im Rahmen ihrer Jagd nach den Hintergründen und den Verantwortlichen stösst sie auf ein umfassendes Komplott und skrupellose Gegner.
Über ihre Unterstützung durch ein "geheimnisvolles Wesen aus der Vergangenheit" und eine künstliche Intelligenz kann man sicherlich streiten, aber ich fand die Idee mal erfrischend anders und keinesfalls an den Haaren herbeigezogen. Mehr will ich hier auch nicht verraten.
Beide Bände sind sehr gradlinig geschrieben und verzichten (zum Glück) auf überbordende Beschreibungen politischer Hintergründe (s. Nimue Alban) oder die komplexen Szenarien rund um eine Honor Harrington - schließlich sind es ja auch nur 2 Bücher statt 18. Die Action hat eindeutig die Oberhand, so dass es für mich zu keinem Zeitpunkt langweilig wurde. Wer hier nicht gerade eine Space-Opera oder tiefgehende SF mit pseudowissenschaftlichen Ansätzen erwartet wird m.E. nach kurzweilige und spannende Unterhaltung erleben - so wie military SF eben sein soll.