Sind wir ein Teil des Ganzen? Ist das Ganze ein Teil von uns? Ist unser "Ich" nur eine Krebszelle unseres "Selbst"? Ist unsere Angst nur eine abartige Mutation unserer Seele?
Ich bin auf dieses Buch gestoßen, nachdem ich "Der Schwarm" von Frank Schätzing aus der Hand gelegt habe. Die, dem Klappentext nach, relativ gleiche Grundhandlung hat für mich den Ausschlag gegeben, da ich wissen wollte, ob Schätzing hier geklaut hat.
Die Grundidee der beiden Bücher ist sicherlich gleich. Doch wo Frank Schätzing mehr auf Action und Spannung bedacht ist, ist "Der Zorn" eher ruhiger und nachdenklicher geschrieben. Dadurch bedingt fesselt dieses Buch nicht so, als daß man es nicht mehr aus der Hand legen möchte. Vielmehr regt es geradezu an, das Buch ab und an auch mal beiseite zu packen und über das gerade gelesene zu reflektieren, die Gedanken frei zu lassen und unsere "wenn-ich-es-nicht-selber-gesehen-habe-oder-logisch-erklären-kann-dann-gibt-es-das-auch-nicht" Mentalität in Frage zu stellen.
Wir befinden uns im Krieg: Dem Krieg gegen unsere Angst, dem Krieg um uns selbst und dem Krieg um das was wir als Liebe bezeichnen und was doch vielfach nichts anderes ist als eine Lüge an uns selber. (Zitat: Den Krieg um die Liebe kann man nur gewinnen, wenn man sich ergiebt..)