Nach wirklich witzigen Filmen wie zb. >>Der Kaufhauscop<< oder >>Kindsköpfe<< macht Kevin James erneut das was er neben dem >>King of Queens<< am besten kann, er spielt den dicken, tollpatschigen, liebevollen Typen der pech hat...wer hätte das gedacht. War der Trailer zu >>Der Zoowärter<< durchaus witzig und schien wie andere seiner Filme recht viel Spaß zu versprechen, sieht das Endprodukt leider gänzlich anders aus und macht mal wieder deutlich, das Trailer blenden können. Der Film hat einfach 3 Probleme die ihn unterirdisch erscheinen lassen.
UND DARUM GEHTS:
Ein dicker, tollpatschiger, liebenswerter Zoowärter verliebt sich in eine Frau und bekommt bei der Eroberung Hilfe von seinen Zootieren welche allesamt der Sprache mächtig sind.
KRITIK:
Das erste Problem ist: dieser Streifen hier hat quasi gar nichts mit dem Zoo bzw. den Tieren ansich zu tun, vielmehr ist das hier eine Beziehungskomödie in der die Tiere lediglich einem Menschen Tipps geben...ja nee is klar. Das alles wirkt super platt und stink langweilig, denn bis auf gestellte Situationskomik kommt nicht wirklich was bei rumm. Zudem spielt Kevin James wie bereits erwähnt, mal wieder die Rolle die er am besten und scheinbar auch als einzigstes drauf hat, und das ist der dicke nette Trottel. In früheren Filmen fand ich ihn echt super, mittlerweile denke ich aber das der Zug für ihn abgefahren ist, denn seine Darstellung wirkt mittlerweile nur noch gewöhnlich... ja er miemt einfach stets den selben Typ von Charakter und man merkt hier ganz klar das er nichts mehr zu bieten hat und die Luft raus ist, denn seine Darstellungen ähneln sich zu stark.
Das zweite Problem: der Film ist absolut vorhersehbar und die Story passt in jede Knalltüte. Ein Typ (Kevin James) wird von einer Frau enttäuscht, kommt über sie hinweg, sieht sie Jahre später wieder, will ihr imponieren und bekommt dabei Hilfe von der Kollegin (Rosario Dawson), welche letztendlich natürlich...ja, und das kann sich jetzt wohl jeder denken. Das schlimme daran ist nicht einmal die lahme Erzählstruktur die nie so richtig aus dem Ar*** kommt, nein das schlimme ist das man das Ende bereits nach dem ersten aufeinandertreffen der Beiden erahnen kann. Doch auch das wäre noch nicht einmal soooo schlimm, wären da nicht diese super platten Dialoge. Hier stellte sich spätestens nach den ersten 20 Minuten bei mir dann auch die erste "Langeweile-Phase" ein. Und das hat nichts mit der Altersfreigabe zu tun, denn es gibt durchaus Filme in diesem Bereich, die es wissen zu unterhalten.
Das dritte und auch gleichzeitig größte Problem ist jedoch: 90% der Gags wirken absolut aufgesetzt. Die Story ist ja nun schon kein Higlight und das wäre ja wie gesagt auch noch zu verschmerzen, wenn denn wenigstens die Gags stimmen würden. Allerdings wirken selbst diese bis auf zwei oder drei, schlicht und ergreifend fast immer aufgesetzt und der Situation angepasst, was ehr zum Kopfschütteln als zum Lachen anregt.
Hinzu gesellen sich Zootiere auf die man getrost hätte verzichten können, welche kaum Seele oder ganz zu schweigen, Charakter besitzen. Das schlimmste an den Tieren ist jedoch Mario Barth als nerviger Syncronsprecher, welcher den Vogel damit komplett abschießt und diesen Streifen hier einfach nur noch mehr in den Abgrund zieht. Ich mein nichts gegen Mario auf der Bühne, aber wie sagt man so schön: Becker bleib bei deinen Brötchen. Das gleiche gilt übrigens für den Gastauftritt von Thomas Gottschalk, welcher einen reichen Designer verkörpert...Hiiiilfe war das schlecht. Und als wenn das nicht schon genug wäre, packen die Macher auch noch Ken Jeong in den Film, welcher vielen als der beknackte Chinese aus Hangover bekannt sein dürfte und nach >>Transformers 3<< nun einmal mehr in diese Rolle schlüpft und dem Film defintiv nicht weiter hilft.
Positiv muss man dem Zoowärter allerdings ankreiden, das die Animationen an den Tierchen handwerklich gut gemacht wurden, und dass das auch der einzig nennenswerte Pluspunkt ist, welcher auch den zweiten Stern beschert.
FAZIT:
Das hier ist bis auf einen sympatisch ausgelutscht wirkenden Komiker, toller Technik und ganz wenig gut gemachten Szenen, absolut nicht sehenswert. Ich mein dieser Film schafft es sogar die 102 Minuten Laufzeit, endlos erscheinen zu lassen. Hier sollte man, wenn man etwas zum lachen sucht, unbedingt zu anderen Kevin James-Titeln greifen.